Zukunftsfähige Logistik: SAP EWM statt SAP WM

wenglor sensoric GmbH modernisiert Lager

Symbolbild: Bergsteigen
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So zuverlässig ein Lagerverwaltungssystem funktioniert, stellt sich irgendwann die Frage: Upgrade der bestehenden Software oder Einführung einer neuen Lösung? Die wenglor sensoric GmbH entschied sich für den zweiten Weg: von SAP WM zu SAP EWM.

Wachstumskurs stellt erfolgreiche mittelständische Unternehmen immer wieder vor neue Herausforderungen. Das betrifft insbesondere die logistischen Prozesse im Lager und in der Produktion, wenn größere Mengen produziert und schneller versendet werden müssen.

Die wenglor sensoric GmbH aus Tettnang in der Nähe des Bodensees sah sich mit genau dieser Herausforderung konfrontiert. Nicht nur ein Lageranbau mit moderner und effizienter Lagerhaltung war erforderlich, um Bestände für die Produktionsversorgung und die Distribution zu den Kunden vorzuhalten – vor allem das Lagerverwaltungssystem sollte für die gestiegenen Anforderungen aufgerüstet werden.

„In diesem Projekt hat das Team von SALT Solutions bewiesen, dass es von der SAP- und Prozessberatung bis zur Implementierung und individuellen Anpassung aus Experten besteht.“

Joachim Schneider
Leiter Produktion & Logistik bei der wenglor sensoric GmbH
 

Sprung von SAP WM zu SAP EWM

Nachdem über SAP WM als zentrales Lagerverwaltungssystem und einem proprietären Materialflussrechner die Prozesse bei der wenglor sensoric GmbH gesteuert wurden, galt es, eine Grundsatzentscheidung zu treffen: Soll die bestehende Software-Lösung mit SAP WM erweitert werden oder wagt das Unternehmen den Sprung zu SAP EWM?

Dass die Entscheidung der wenglor sensoric GmbH auf eine Lösung mit SAP EWM fiel, hat gute Gründe: Zunächst einmal lassen sich aufgrund des erweiterten Funktionsumfangs mit SAP EWM nicht nur die internen Lagerprozesse managen, sondern die gesamte Supply Chain planen, steuern und überwachen. So kann sowohl das bereits existierende automatische Kleinteilelager (AKL) als auch das neue Shuttle direkt aus SAP EWM mit der Materialflusskomponete MFS gesteuert werden, ohne dass es einen zusätzlichen Materialflussrechner braucht. Das gilt für die Gassen 1 und 2 mit jeweils einem Regalbediengerät sowie die Gassen 3 und 4 mit jeweils drei Multilevel-Shuttles. Zweitens bringt SAP EWM für die gestiegenen Anforderungen im Rahmen des Unternehmenswachstums Vorteile in Sachen Performance und Liefergeschwindigkeit mit. Der dritte Punkt betrifft die Zukunftssicherheit der Lösung: Während SAP WM zwar in den kommenden Jahren weiterhin unterstützt wird, sind keine Erweiterungen des bestehenden Funktionsumfangs zu erwarten. Um langfristig eine moderne Lösung für die unternehmenskritischen Logistikprozesse zu haben und dabei die gesamte Versorgungskette in Produktion, Lager und Transport im Blick behalten zu können, war SAP EWM für die wenglor sensoric GmbH die optimale Lösung.

Auch die Wahl des Implementierungspartners fiel dem Unternehmen aus Baden-Württemberg nicht schwer. „In diesem Projekt hat das Team von SALT Solutions bewiesen, dass es von der SAP- und Prozessberatung bis zur Implementierung und individuellen Anpassung aus Experten besteht“, begründet Joachim Schneider, Leiter Produktion & Logistik bei der wenglor sensoric GmbH, die Entscheidung, den Weg von SAP WM zu SAP EWM mit SALT Solutions zu beschreiten.

Die Lösung: SAP EWM mit MFS

Das Anforderungsprofil war klar umrissen: Die Lösung sollte auf SAP EWM basieren und mit der Materialflusssteuerung MFS ergänzt werden, um die Shuttles in Hochgeschwindigkeit vollständig integriert steuern zu können. Dabei sahen sich die Experten von SALT Solutions gemeinsam mit dem Projektteam bei der wenglor sensoric GmbH mit der Herausforderung konfrontiert, die Inbetriebnahme in drei Phasen zu realisieren – und das im laufenden Betrieb.

In der ersten Phase galt es, die Steuerung der Shuttles im Lageranbau über SAP EWM im Release 9.2 inklusive MFS zu realisieren. Dabei wurde die neue Funktionalität der mehrfachtiefen Lagerhaltung aus SAP EWM 9.2 im Standard verwendet. Über den SALT Connector wurde die Materialflusssteuerung angebunden und sorgt für bestmögliche Performance im Shuttle, dessen Prozesse direkt in SAP EWM ausgelöst werden. Heute steuert die wenglor sensoric GmbH mit der Lösung im mehrfachtiefen Shuttle-Lager doppelte Lastaufnahmen automatisiert und in höchster Geschwindigkeit.

Während der zweiten Phase stand die Ablösung der bestehenden Lösung auf Basis von SAP WM im Mittelpunkt. Das bereits vorher bestehende automatische Kleinteilelager (AKL) und alle weiteren logistischen Prozesse lassen sich jetzt mit SAP EWM steuern. Dies umfasst alle intralogistischen Prozesse für die Produktionsversorgung und -entsorgung sowie die Distributionslogistik inklusive der vor- und nachgelagerten Prozesse des Versands.

Shuttle-Lager
Das Shuttle-Lager zur Ein- und Auslagerung bei der wenglor sensoric GmbH

Die dritte Phase wurde genutzt, um Optimierungen entlang der Supply Chain vorzunehmen. Mit intuitiven und einfach zu bedienenden Dialogen haben die Experten von SALT Solutions die Anforderungen der Anwender im Lager umgesetzt und gleichzeitig mit einem Leitstand für Transparenz gesorgt. Damit lassen sich alle anstehenden Aufträge optimal planen, steuern und überwachen. Die intuitiven Dialoge zeichnen sich vor allem durch ihre Ergonomie aus, zum Beispiel bei der Behälterbildung und beim Kommissionieren oder virtuellen Picken.

Dabei wurden individuelle Anforderungen an Prozesse und Gegebenheiten beim Kunden berücksichtigt, um eine Lösung zu realisieren, die zum Kunden passt. Mit der Beratung zur Prozesslandschaft leistete das Projekt-Team darüber hinaus einen maßgeblichen Beitrag zur Vereinfachung des Materialflusses mit schlanken Prozessen, die zuverlässig und sicher die Aufgaben entlang der logistischen Versorgungskette abbilden. Im Ergebnis steht eine Steigerung der Produktivität im Lager bei gleichzeitiger Minimierung der Fehlerquote.

Sinnvolle Erweiterung

Die Experten von SALT Solutions brachten insbesondere bei der Realisierung des Warenausgangs ihr Know-how für die tatsächlichen Anforderungen von Unternehmen mit entsprechendem logistischen Aufkommen in das Projekt ein. Wo der SAP-Standard endet, bietet SALT Solutions vollständig in SAP integrierte Erweiterungen, mit der sich die Versorgungskette mit SAP durchgängig steuern lässt. Die wenglor sensoric GmbH profitiert mit dem SALT Add-On KEP-Monitor und dem SoloPrint von einer Lösung, die alle Funktionen für den Versandprozess vereint: von der Anbindung aller relevanten KEP-Dienstleister und Speditionen über den Etikettendruck bis zur Sendungsverfolgung und Auswertung.

Nach etwa zwei Jahren Projektlaufzeit konnten die Experten von SALT Solutions im Oktober 2016 die letzte Phase der Inbetriebnahme beenden und damit eine Lösung übergeben, mit der die wenglor sensoric GmbH ihre technischen und logistischen Ziele langfristig erfüllt sieht. Zentraler Bestandteil ist die erfolgreiche Umstellung auf das neue Lagerverwaltungssystem und eine neue Zeitrechnung mit SAP EWM. Die maximale und hochmoderne Automatisierung rüstet die wenglor sensoric GmbH für aktuelle wie zukünftige logistische Herausforderungen.

Übergabe an den Support

Auch nach Projektabschluss setzt die wenglor sensoric GmbH weiterhin auf die Experten von SALT Solutions. Das Team für Application Management & Support betreut das Unternehmen künftig bei der Absicherung aller unternehmenskritischen Prozesse entlang der logistischen Versorgungskette. Rund um die Uhr steht das Support-Team an der Seite des Kunden und liefert zudem erforderliche Software-Updates, damit in Lager und Produktion jederzeit alle Rädchen ineinandergreifen.

So zuverlässig die ehemalige Lösung mit SAP WM über Jahre hinweg bei der wenglor sensoric GmbH auch gearbeitet hat – die neue Lösung mit SAP EWM bringt das Unternehmen ein deutliches Stück nach vorn. Die vollständig SAP-basierte Versorgungskette mit zukunftsfähigen Technologien hat bereits in den ersten Monaten deutliche Effizienzgewinne erzeugt und weist den Weg in eine erfolgversprechende Zukunft.

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