Öffentliches WLAN als Chance für Instore-Prozesse

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Aktuell verstärkt sich die Diskussion um das Telemediengesetz, was die Haftung im Falle freier WLAN-Zugänge betrifft. Die Große Koalition will eine Gesetzesnovelle dazu Mitte April beraten. In Deutschland ist jeder, der ein öffentliches WLAN zur Verfügung stellt (zum Beispiel ein Händler), dafür mitverantwortlich, was die Nutzer (zum Beispiel Kunden) damit tun.

Er haftet mit bei Rechtsverletzungen, die mit Hilfe seiner WLAN-Infrastuktur begangen werden. Abhilfe: der Nutzer muss sich registrieren, bevor er das WLAN verwendet. Rechtlich sicher nicht unbegründet, aber in Bezug auf den Einzelhandel lebensfremd. Ein (Gelegenheits-)Kunde im Store will sich doch nicht registrieren müssen, nur um mit seinem Smartphone schnellen und günstigen Internet-Zugang zu haben!

Nun bewegt sich was: ein Gutachten am Europäischen Gerichtshof hat einen Prozess angestoßen, an dessen Ende in einigen Monaten die rechtlich unbedenkliche Bereitstellung von öffentlichem WLAN (auch) im deutschen Einzelhandel stehen könnte. Das ist eine Chance! WLAN-Ausstattung, solang nur für interne Zwecke nutzbar (zum Beispiel für Online-MDE), war im Handel immer eine Kostenfrage, nicht jeder Händler hat sich das angesichts der Vielzahl von Filialen gegönnt. Wenn aber oben genanntes passiert, dann werden die Kunden von jedem Händler ganz selbstverständlich erwarten, dass WLAN im Laden verfügbar ist. Wer will sich als Händler diesem Trend schon entziehen?

Ist das WLAN aber erst einmal in allen Filialen installiert, eröffnen sich plötzlich Möglichkeiten für den Händler: Tablets für die Kundenberatung, Online-Unterstützung für Wareneingang und Inventur, Auskunftsmöglichkeiten für das Filialpersonal, Auswertungs-Apps….vieles wird dann einfach möglich, weil endlich Bandbreite da ist. Die Einzelhändler sollten schon einmal mit der technischen Planung beginnen und sich Angebote für die Technik einholen – und die Spezial-Anbieter für Handelssoftware ihr Leistungsangebot daraufhin optimieren.

Wir haben hier schon einen Schritt gemacht: mit dem konfigurierbaren Framework alexa UI können Instore-Anwendungen im HTML5-Format schnell und günstig generiert werden, die auf mobilen Endgeräten unter iOS, Android oder Windows gleichermaßen laufen.

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