Wie Sie Ihre Produktion schlüssig in die Supply Chain integrieren

Produktion Integration
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Eigentlich ist der Begriff Supply Chain in der heutigen Zeit ein schwieriger Begriff. Das Bild, das er aufgreift, ist das einer Kette, genauer der Lieferkette. Allerdings ist eine Kette viel zu geradlinig für das, womit moderne Unternehmen zu tun haben. Vielmehr handelt es sich um ein ganzes Netz von Zulieferern, Speditionen, Dienstleistern und Händlern. Dieses Netz kann schnell unübersichtlich werden, vor allem, wenn alle Prozesse Hand in Hand gehen sollen. Wie stellt sich das Ganze aus Sicht der Produktion dar?

Alle Prozessschritte innerhalb der produzierenden Einheit eines Unternehmens sind angewiesen auf Material, das pünktlich, in der richtigen Menge und in der richtigen Qualität an den einzelnen Arbeitsplätzen ankommt. Hier muss die Beschaffungs- und Produktionslogistik so exakt wie möglich auf die Anforderungen der Produktion ausgerichtet sein, damit es weder zum Stillstand der Maschinen noch zu Materialstaus kommt.

Auf der anderen Seite der Kette steht der Endkunde, der das Produkt kauft. Am Point-of-Sale entstehen die Aufträge, die letzten Endes von der Produktion bearbeitet werden müssen. Im Besten Fall geschieht das nach dem Pull-Prinzip – also einer Produktionsstrategie, die sich konsequent nach den Kundenbedarfen richtet.

Betrachtet man beide Prozesse – von der Beschaffung bis zur Produktion und von der Produktion bis zur Auslieferung – wird deutlich, wie komplex die Anforderungen der modernen Supply Chain an die Produktion sind. Es geht nicht mehr darum, einen bestimmten Produktionsplan zu erfüllen und anschließend zu hoffen, dass die produzierte Ware auch vom Kunden gekauft wird. Stattdessen muss die Produktion optimal mit allen anderen Prozessen abgestimmt werden.  

Wie gestaltet man digitale Produktions­prozesse?

Optimierte Prozesse sehen vor, dass das Kundenverhalten direkte Einwirkungen auf alle Prozesse entlang der Supply Chain hat. Wie kann man so etwas erreichen? Zum einen müssen die technologischen Voraussetzungen geschaffen werden. Das bedeutet, dass ausnahmslos alle Prozesse digital abgebildet werden müssen. Nur so kann ein Unternehmen sicherstellen, dass eine Bestellung, eine Auslieferung oder auch Probleme mit einem Dienstleister direkt transparent gemacht werden können. Denn die notwendigen Maßnahmen müssen in Echtzeit umgesetzt werden können.

Der zweite Schritt sieht vor, dass man die Erkenntnisse aus den digitalen Prozessen nutzt. Das heißt: In den IT-Systemen fallen bei allen Schritten entlang der Supply Chain Daten an, die es zu sammeln, auszuwerten und zu analysieren gilt. Mithilfe der richtigen Interpretation der daraus erstellten Informationen lassen sich Handlungsempfehlungen aber auch Vorhersagen ableiten, um die Prozesse zu verbessern und notwendige Maßnahmen auszuwählen.

Was in der Theorie sehr einfach klingt, ist in der Realität ziemlich komplex. Zwar gibt es alle Dienste, Services und Technologien, um das zu bewerkstelligen, schon zu erwerben. Doch ihren Zweck können all diese Dinge erst erfüllen, wenn sie sinnvoll und schlüssig integriert werden. Ansonsten erhält man weder digitale Prozesse, da die einzelnen Schritte durch Medienbrüche gar nicht digital abgebildet sind, noch die nötige Transparenz, die man braucht, um das Optimierungspotential innerhalb der Prozesse zu erkennen.

Integrieren Sie Ihre Produktion in Ihre Supply Chain

Für eine vollständig und nachhaltig digitalisierte Produktion, die alle Prozesse der Supply Chain sowohl in Richtung der Beschaffung als auch in Richtung der Auslieferung berücksichtigt, reicht es also nicht, die technologische Grundlage zu schaffen. So wird man nicht die notwendigen Informationen für die Prozessoptimierung erhalten. Die Lösung heißt Integration. Was benötigen Sie, um integriert zu produzieren? Sie benötigen ein Werkzeug, das alle Prozesse miteinander verbindet, die einzelnen Schritte und Systeme orchestriert und mit den verschiedenen IT-Systemen kommuniziert. Eine IoT-Plattform kann diese Orchestrierungsfunktion übernehmen.

Folgende Schritte sind also nötig, um eine intelligente Produktionssteuerung, eine transparente Abbildung der Prozesse und eine durchgängige Optimierung zu erreichen:

  1. Prozesse standardisiert und vollständig mit Standardwerkzeugen wie denen von SAP digital abbilden
  2. Alle Prozesse integrieren mithilfe von IoT-Plattformen, um eine vollständige Digitalisierung zu erreichen
  3. Objekte digitalisieren und die gewonnenen Daten und Informationen auswerten
  4. Ergebnisse in smarte Prozesse und eine optimierte Produktion umsetzen
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