Whiteboard-Session: Transportmanagement mit SAP TM

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Transportmanagement mit SAP TM: Was kann die Lösung, wie kann man sie einsetzen und wie geht man ein TM-Projekt an? Viele Fragen, die Frank Staudigel in unserer Whiteboard-Session beantwortet.

Whiteboard-Session: SAP TM
Whiteboard-Session: SAP TM
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Video-Transkription

Willkommen zu einer neuerlichen Whiteboard-Session von SALT Solutions! Dieses Mal mit dem Thema "SAP Transportation Management".

In den nächsten Minuten wollen wir Ihnen das Thema SAP TM vorstellen. Das ist für viele noch ein Buch mit sieben Siegeln, bei dem man nicht weiß, ob man sich da rantrauen soll oder nicht. Um Ihnen vielleicht auch die Angst davor zu nehmen, wollen wir Ihnen zeigen, was sich hinter SAP TM versteckt, was es Ihnen bringen kann und wie man sich dem Thema nähert.

Deswegen haben wir die Ausführungen in drei grobe Blöcke unterteilt: Als erstes wollen wir klären: Was ist TM? Was kann TM überhaupt? Was kann es für mich leisten? Im zweiten Block geht es um die Fragen: Wie wird TM aufgesetzt, sowohl in der aktuellen, als auch in der zukünftigen Lösungslandschaft, Stichwort S/4HANA? Und abschließend geht es natürlich auch um die Fragestellung: Ist TM überhaupt die richtige Lösung für mich? Wie nähere ich mich dem Thema an?

Was ist SAP TM und welche Vorteile hat es?

Steigen wir einfach mit dem ersten Thema ein: Was ist TM und was kann TM? SAP TM, Transportation Management, ist die Transportlösung der SAP, die alle Transportprozesse auf der SAP-Plattform abbildet. Es ist eine umfassende Lösung für alle Bereiche:

  • TM ist modern, das heißt also auch mit Oberflächen von Fiori und SAP UI5. Dementsprechend sind auch grafische Darstellungen möglich.
  • TM ist eine komplett integrierte Lösung. Man kann den integrativen Ansatz mit TM also auch unterstützen.
  • TM ist skalierbar, also sowohl von mittelständischen als auch großen Unternehmen einsetzbar. Auch die funktionalen Ausprägungen sind skalierbar.
  • TM ist eine globale Lösung und kann auch für globale Transportszenarien eingesetzt werden, genauso wie für nationale.
  • TM ist nicht nur für Speditionen gedacht. Transportmanagement ist auch für die Industrie, für Verlader ein sehr wichtiges Thema, das TM abdeckt.

Welche Prozesse deckt TM ab? SAP TM deckt alle Verkehrszweige ab, alle Transportszenarien und natürlich auch Inbound- und Outbound-Logistik und das Intercompany-Geschäft. Das heißt, dass ich wirklich multimodale Prozesse, quer über alle Verkehrszweige und Szenarien, auf einer einheitlichen Plattform abbilden kann und dass all diese Prozesse miteinander interagieren können.

Welche Funktionen hat SAP TM?

SAP TM kann man in fünf große Funktionsblöcke unterteilen:

  • Auftragsverwaltung (lieferbasiert/auftragsbasiert)
  • Transportplanung/Tendering
  • Frachtauftragsabwicklung
  • Ausführung/Monitoring
  • Frachtkosten: (Frachtkostenmanagement, vor- und nachgelagerte Frachtkostenkalkulation, Abbildung von Frachtvereinbarungen mit Transportunternehmen)

Diese Module von TM kann man sowohl schwerpunktmäßig als auch zusammen einsetzen.

Schauen wir uns einmal ein paar Einsatzmöglichkeiten an: Beispielsweise kann man TM einsetzen für Themen wie Case Calculation, also die Laderaumoptimierung, im Bereich der Transportplanung. Ein weiteres Beispiel – das ist vermutlich das beliebteste Thema bei Anfragen – ist die Frachtkostenzuordnung: Damit hat man die Möglichkeit, Frachtkosten ihren Verursachern zuzuordnen. So erhält man eine deutlich bessere Transparenz. Ein weiteres Beispiel ist das TM Transport Cockpit. Damit bin ich in der Lage, mir ein komplettes Cockpit auf einem Monitor individuell für meinen Bereich zusammenzustellen. Als Transportplaner, als Disponent, bin ich dann in der Lage, alle für mich relevanten Informationen abzurufen und so besonders effizient zu arbeiten.

Der große Vorteil ist dabei, dass ich durch den integrierten Lösungsansatz einen durchgängigen Belegfluss ohne Systembrüche schaffe. Im Ergebnis erhalte ich die komplette Planungs- und Kostentransparenz über die gesamte Transportsystemlandschaft, beziehungsweise eigentlich sogar noch weiter, über die komplette IT-Lösungslandschaft. Damit bin ich direkt beim Thema Integration.

Wie kann ich SAP TM aufsetzen? Welche Integrationsmöglichkeiten gibt es?

Zur Frage, wie ich SAP TM aufsetzen kann, haben wir hier zwei Extrembeispiele dargestellt: Einmal die aktuelle Situation, wie wir sie aus vielen Anfragen kennen. Da gibt es heute ein ECC 6.0. Der klassische Weg ist nun, dass ich TM side-by-side als Stand-alone-Lösung aufsetze und mit dem ECC verbinde, genauso wie ich es auch mit einem EWM oder einem anderen Lagerverwaltungssystem mache. Im Prinzip heißt das, dass ich drei Side-by-Side-Lösungen habe, die ich miteinander verzweige. Falls beispielsweise die KEP-Funktionalitäten nicht ausreichen, kann man das eventuell noch erweitern: Mit entsprechenden Add-Ons kann ich diese kleine Lücke zusätzlich schließen. Das wäre also eine heute gängige Situation.

Oft geht es heute allerdings darum, eine Strategie in Richtung S/4HANA zu entwickeln. Dazu haben wir hier eine mögliche, optimale Lösungslandschaft dargestellt, wie das Ganze zukünftig unter S/4 aussehen könnte. Im Prinzip würde ich hier das TM und daneben das EWM, also das Transportsystem und das Intralogistiksystem, als komplette Embedded-Lösungen integriert in S/4 aufsetzen. Dazu kommen die entsprechenden Untermodule wie ein LBN (Logistic Business Network), ein GTT (Global Track & Trace) und unterhalb von EWM ein Yard Logistics.

Mit dieser Landschaft bin ich in der Lage, eine komplette SCM-Prozesslandschaft über eine einheitliche Plattform durchgängig zu bedienen. Ich starte mit der Inbound-Logistik im SAP TM. Sobald es auf den Hof geht, bin ich bei Yard Logistics. Im Lager kommt das EWM ins Spiel. Über das ERP-System geht der Prozess dann hinterher weiter erneut über Yard Logistics im Hof, eventuell über eine KEP-Anbindung mit einem Add-On, und abschließend die Outbound-Logistik wieder mit dem SAP TM. Um die Supply Chain so durchgängig zu gestalten, ist ein TM ein elementarer Baustein.

Ein kleiner Hinweis noch zu den Modulen: In so einer Struktur unter S/4 wird es LES, also wie im heutigen WM, in dieser Form nicht mehr geben. Somit ist dann auch LE-TRA nicht mehr verfügbar. Das wird durch eine vereinfachte Form des TM, das SAP TM Basic Shipment, abgelöst. Konkret heißt das, dass es zukünftig keinen SD-Transportauftrag mehr geben wird, sondern stattdessen den TM-Frachtauftrag.

Projekt Kneipp GmbH: KEP-Anbindung an SAP

Einführung einer SAP-basierten Versandlösung mit KEP-Anbindung: SALT Solutions entwickelte auf vorhandenen ABAP-Modulen aus dem SALT Versandhaus eine KEP-Lösung, die hoch integriert ist und ohne Schnittstellen mit den SAP-Modulen EWM, WM, TM und SD zusammenarbeitet.

Wo und wie fange ich ein TM-Projekt an?

Da kommen wir eigentlich auch schon zum abschließenden Thema: Wie nähere ich mich TM an? Was bedeuten die verschiedenen Ausprägungen für mich? Und brauche ich eventuell nur TM Basic Shipment? Unsere Antwort auf diese Fragen lautet: Es gibt keine einfache Entscheidung, kein klares Ja oder Nein, braucht man oder braucht man nicht. Aus unserer Sicht bedarf es einer fachlichen und systematischen Analyse, am besten mit einer Handlungsempfehlung zum Einsatz von TM.

Wir nennen das eine TM-Einsatzanalyse. Dabei erarbeiten wir gemeinsam mit einem Kunden eine Analyse mit dem Ziel, zu entscheiden, ob TM überhaupt sinnvoll ist – und wenn ja, in welcher Ausprägung, also Basic Shipment oder full-blown oder eventuell mit einer Ergänzung durch Add-Ons. Dann hat der Kunde Sicherheit für seine anschließende Entscheidung, ob und wie er SAP TM angehen möchte. Dazu gehört eine bestmögliche Analyse, wie die Prozesse im TM oder in der gesamten Lösungslandschaft aussehen sollen.

Das Ergebnis kann ganz unterschiedlich ausfallen. Es kann nämlich auch lauten, dass kein TM eingeführt wird. Vielleicht ist SAP TM im Gesamten zu groß oder man entscheidet sich dazu, die kompletten Transportszenarien outzusourcen. Oder das Ergebnis zeigt, dass man kein full-blown SAP TM braucht, sondern nur das TM Basic Shipment. Vielleicht kommt man auch zu dem Schluss, dass man einzelne Add-Ons benötigt. Das erkennt man aber erst nach einer ausführlichen Analyse.

Wenn man zu dem Ergebnis kommt, dass TM sinnvoll ist, dann muss man noch klären, in welcher Ausprägung man es einsetzen will. Das betrifft die Wahl der Module, wann ich sie einsetze und wie ich sie am besten einsetze – also eine Entscheidung über den Zeitpunkt und die Strategie. Erfahrungsgemäß starten viele Unternehmen mit den Themen Frachtkosten und Transportplanung. Das sind die beliebtesten Module bei TM-Projekten.

Daran anschließend steht die Entscheidung der Projektmethode an, also auf welche Art und Weise man das TM einführt. Passt ein Rapid Prototyping beispielsweise besser als die klassische Projektmethode? Auch diese Fragen versuchen wir mit unseren Kunden zu erarbeiten, denn neben der Prozesslandschaft muss das TM auch in die IT-Strategie passen. Wenn das alles aber zusammenpasst, dann kann TM zusammen mit der kompletten SAP-Lösungslandschaft seine ganze Wucht entfalten und hat dementsprechend auch einen richtigen Mehrwert.

Fazit

Das war ein kleiner Einblick in das Thema TM. Natürlich kann man noch wesentlich tiefer ins Detail gehen, aber das wäre an dieser Stelle zu zeitintensiv. Als Experten stellen wir Ihnen das TM natürlich gerne genauer vor, wenn Sie daran Interesse haben.

Aus unserer Sicht ist TM ein wichtiger Bestandteil einer umfassenden ERP-Lösungslandschaft mit integrierten End-to-End-Prozessen über die gesamte Supply Chain. Nötig ist aber eine wirklich seriöse Herangehensweise, damit man weiß, was in welcher Ausprägung Sinn macht. Vor allem, wenn TM noch ein Buch mit sieben Siegeln ist, stimmt man sich am besten mit Experten ab.  

Damit sind wir am Ende angekommen mit unserer kleinen Einführung zum Thema SAP TM. Gerne stehen wir Ihnen in Einzelgesprächen zur Verfügung. Vielen Dank fürs Zuschauen und bis zur nächsten Whiteboard-Session mit SAP und SALT Solutions!

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