Whiteboard-Session: Drei Schritte für die Planung einer robusten Supply Chain

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Erfahren Sie von Jörg Schübel, wie produzierende Unternehmen, Ihre Planung gestalten können, um gegen verschiedenste Einflüsse auf Ihre Supply Chain gewappnet zu sein.

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WHITEPAPER: Die Basis für eine optimierte Supply Chain - So unterstützt Sie eine effiziente Planung

Was passiert, wenn äußere Faktoren auf Ihre Lieferkette einwirken? Wenn sich politische Unruhen, Unwetter oder auch die Berichterstattung in den sozialen Medien auf die Nachfrage nach Ihren Produkten auswirken? Können Sie flexibel agieren, um eine plötzliche Nachfragesteigerung zu erfüllen? Unser Whitepaper erklärt, wie Sie die Voraussetzung für eine optimierte Supply Chain schaffen.



Herzlich willkommen zur Whiteboard-Session „Drei Schritte für die Planung einer robusten Supply Chain“! Mein Name ist Jörg Schübel, ich bin im Vertrieb bei der Firma SALT Solutions.

Die Supply Chains wurden in den letzten Jahren sehr stark optimiert, vor allem auf Kosten optimiert und auf Effizienz getrimmt. Wenn man eine robuste Supply Chain haben möchte, muss man aber wieder die Liefertermintreue und die Reaktionsfähigkeit stärker in den Vordergrund stellen. Was sind nun also hat die drei Schritte, um diese Robustheit herstellen zu können?

Ein Frühwarnsystem zur Überwachung der Supply Chain

Schritt eins ist das frühzeitige Erkennen von sich ändernden Einflussfaktoren. Warum ist das so wichtig? Die Coronakrise hat uns gezeigt: Firmen haben die Produktionsstätten lahmgelegt, weil irgendwo in der Versorgungskette ein Lieferant nicht mehr liefern konnte. Lokale Ereignisse wie zum Beispiel Erdbeben oder Überschwemmungen oder vielleicht auch Streiks können auch einen ähnlichen Effekt haben, nämlich dass ein Zulieferer nicht mehr liefert und dadurch die ganze Kette unterbrochen wird.

Es gibt aber auch andere Ereignisse, die eine sich schnell ändernde Nachfrage nach sich ziehen: Stellen Sie sich zum Beispiel vor, ein Hollywoodstar oder ein Influencer hält ein Produkt in die Kamera und teilt dieses Foto oder Video auf Instagram oder Facebook und es wird millionenfach geklickt. Dann geht sofort die Nachfrage nach diesem Produkt nach oben.

Was ist also die Lösung? Wir brauchen ein Frühwarnsystem, das diese Ereignisse, diese Einflussgrößen überwacht und uns schnell mitteilt, dass irgendwas passiert. Denn je mehr Transparenz wir über die Versorgungskette haben und je frühzeitiger wir das erkennen, desto besser sind wir auch darin, die Chancen und Risiken zu sehen, zu beurteilen und dann in Bezug auf unsere Supply Chain zu betrachten.

Gibt es dafür auch Systemlösungen? Selbstverständlich: Ich habe Ihnen eine mitgebracht. Das ist der Supply Chain Monitor von IMX. Hier werden solche Social Media-Daten, die ich gerade genannt habe – in diesem Fall Twitter – ausgewertet nach solchen Einflussfaktoren und eine KI-gesteuerte Überwachung geht dann über diese Einflussfaktoren und warnt Sie einfach so schnell wie möglich, wenn sich etwas in der Supply Chain ändert. Wenn wir also nun Schritt eins geschafft haben, dass wir frühzeitig erkennen, wenn sich irgendetwas ändert, was ist dann Schritt zwei?

Flexible Planung

Schritt zwei ist die flexible Reaktion auf genau diese Ereignisse, die sich geändert haben. Warum ist das wichtig und was ist da die Herausforderung? In einem sehr komplexen Umfeld, wie es Supply Chains inzwischen sind, muss man handlungsfähig bleiben und dazu permanent die Veränderungen, die aus dem Markt oder von unvorhergesehenen Ereignissen kommen, im Blick haben und dann auch wirklich drauf reagieren.

Die Komplexität der Supply Chain wird aber wahrscheinlich immer weiter ansteigen. Die Krise hat es letztendlich gezeigt: Viele Unternehmen werden wahrscheinlich jetzt nochmal andere Lieferanten dazu holen, vielleicht mehr lokal produzieren, vielleicht auch Läger aufbauen, um einen Risikopuffer zu haben. Das heißt: die Fülle an Informationen, die man benötigt, um die Supply Chain durchgängig steuern zu können, wird noch komplexer und noch größer werden. Dabei die Chancen und Risiken zu erkennen ist das eine, aber sie zu beurteilen und richtig zu reagieren, ist eben die Herausforderung dabei.

Wie schafft man das? Was ist hierbei die Lösung? Die Transparenz in der kompletten Supply Chain herzustellen, das ist das wichtige an dieser Stelle: alle Prozesse transparent abzubilden und zwar sowohl abteilungsübergreifend – nicht in Silodenken, zwischen Beschaffung, zwischen Produktion, Logistik und Distribution – sondern wirklich übergreifend die Transparenz herzustellen und die Prozesse auch end-to-end abzubilden, sodass ich wirklich die komplette Kette im Blick habe. Dann kann ich auch Simulationen machen und sagen: was wäre, wenn ich ein anderes Produkt letztendlich von einem anderen Standort produzieren lasse, wenn ich ein anderes Lager zur Produktionsversorgung heranziehe. Wie lange dauert das? Sind die Kosten dann auch optimal? Solche Simulationen sind bei der Suche nach einer Lösung eminent wichtig und dazu brauche ich eben diese Transparenz in der kompletten Kette. Dann schaffe ich es auch, meine Liefertermintreue wieder zu verbessern – oder oben zu halten, wenn sie schon gut ist – und natürlich als Folge schaffe ich eine Kostenoptimierung im Gesamtprozess.

Wie geht das, diese Komplexität abzubilden? Auch dafür gibt es Systemlösungen. Von SAP gibt es das Tool Integrated Business Planning (IBP) und darin gibt es verschiedene Module zum Beispiel die Sales & Operations-Applikation. Hierin machen Sie einen Abgleich zwischen Ihren Finanzzielen und den Vertriebszielen, den Absatzzielen, den Logistikzielen, den Beschaffungszielen und den Lagerzielen. Das ist die Grundlage, mit der Sie Ihr Geschäft planen.

Auch da ist es wichtig, dass all diese Planungen auf einem Datenmodell bestehen, so dass man die Auswirkung sieht: Was hat das für Auswirkung auf die angrenzenden, anderen Prozesse, Abteilungen oder Bereiche?

Das Demand Management ist das Modul für die Absatzplanung in IBP. Das Response & Supply-Modul ist wohl das wichtigste im Sinne einer robusten Supply Chain, weil ich genau darin h diese Was-wäre-wenn-Analysen machen kann. Hier kann ich damit spielen und eine Lösung für Ereignisse suchen, die ich identifiziert habe. Das Inventory Management in IBP steht für die Lagerlogistik und die Bestandsoptimierung.

Nun kennen Sie sicherlich SAP APO, das viele von Ihnen im Einsatz haben. APO wird 2025 abgekündigt. Darin sind auch einige der Module, die heute im IBP noch mal neu gemacht worden sind, zum Beispiel das Demand Planning wandert ins IBP. Das Supplier Network Planning wird zukünftig das Response & Supply sein. Die Global ATP Prüfung wandert ins S/4 und ist dann das Advanced ATP. Die Transportplanung ist auch im S/4 als Embedded TM und PP/DS, das viele heute schon für die finite Produktionsplanung im Einsatz haben, wandert auch ins S/4.

WHITEPAPER: Wie SAP IBP Ihre Planung besser und einfacher macht

SAP IBP versetzt Sie in die Lage, in Echtzeit auf die Erwartungen des Marktes an Ihre Supply Chain zu reagieren und die Nachfrage profitabel zu decken. Was bedeutet das für Ihre Effizienz im Arbeitsalltag? In diesem Whitepaper zeigen wir Ihnen, wie Ihnen die moderne, cloudbasierte Lösung für die Bedarfs- und Bestandsplanung der kompletten Supply Chain den Planungsalltag vereinfacht.

Feinplanung

Wenn wir also nun frühzeitig erkannt haben, was in unserer Lieferkette passiert, es beurteilen können und sehr flexibel darauf reagieren können, was ist dann der dritte Schritt? Der dritte Schritt hat zum Ziel, dass auch die Produktion sehr flexibel auf diese neue Planung reagieren kann und diese Planung umsetzen kann. Das heißt: eine flexible Produktionssteuerung mit der richtigen Produktionsstrategie ist hier wichtig.

Was sind die Herausforderungen der heutigen Produktion? Henry Ford hat mal gesagt, er produziere sein T-Modell in allen Farben, solange sie schwarz sind. Das funktioniert heute eben nicht mehr! Wir haben sehr stark die Tendenz in Richtung Losgröße 1, Richtung Variantenvielfalt und Individualisierbarkeit der Produkte. Dazu kommt noch der Amazon-Effekt. Was ist das? Amazon macht es vor: heute bestellen und am nächsten Tag schon geliefert bekommen, in Großstädten sogar manchmal auch am gleichen Tag: Genau das ist immer häufiger die Erwartungshaltung von Kunden. Das heißt, dass man schnell auf diese Bedarfsänderungen und Nachfrageänderungen reagieren muss und auch die Produktion daran anpassen muss.

Was ist hierfür die Lösung, um das bedienen zu können? Wir brauchen ein ganzheitliches Produktionssystem, das heißt, dass alle produktionsnahen Bereiche und Abteilungen der gleichen Produktionsphilosophie folgen. Wenn das der Fall ist, dann kann man wirklich eine Entkopplung von Bedarf und Produktion vornehmen, dann kann man seine Wertstromeinheiten bilden mit Supermärkten dazwischen für die Entkopplung und dann kann man so viel wie möglich in der Produktion über eine Pull-Planung abdecken. Man kriegt dann einen nivellierten und machbaren Produktionsplan.

Und alles, was nicht mit einer Pull-Strategie geht, könnte man dann mit einer finiten Push-Planung produzieren oder die Produktionsplanung dementsprechend anpassen. Was gibt es da für Systemlösungen und Helfer? Die SALT Add-Ons Manufacturing sind Lösungen sowohl für die Pull- als auch die Push-Planung. Beide Add-Ons sind komplett in SAP integriert und haben die gleiche Datenbasis. Das ist ganz wichtig an dieser Stelle, dass man das im ERP macht und kein externes Tool hat, das mit einer Schnittstelle versorgt wird. Der digitale Lean-Berater rechnet Ihnen aus, was wirklich als Pull-Prozess und was als Push-Prozess planbar und durchführbar ist. Er macht Ihre Bestandsdimensionierung und prüft, welche Materialien letztendlich dafür geeignet sind, um diese Prozesse so zu fahren.

Ein zweites Tool ist das relativ neue DMC von SAP. DMC steht für Digital Manufacturing Cloud und beinhaltet eine Applikation, die sich Resource Orchestration nennt. Darin können Sie all Ihre Ressourcen, die Sie für die Produktion brauchen, planen – finit planen –, sodass auch dieser Produktionsplan durchführbar ist und alle Ressourcen zur Verfügung stehen. Und nicht zuletzt ist auch das S/4 mit dem PP/DS eine Lösung, die für die finite Produktionsplanung zur Verfügung steht.

In drei Schritten zur robusten Supply Chain

Was ist das Fazit? Mit diesen drei Schritten schaffen Sie es, eine robuste Planung der Supply Chain hinzukriegen! Diese drei Schritten beruhen aber letztendlich auf einer Digitalisierung der Prozesse. Denn nur, wenn ich diese ganzen Daten, die ich vorhin beschrieben habe, digital vorliegen habe, schaffe ich es auch, diese Transparenz herzustellen.

Ich würde mich freuen, wenn Sie sich mit entsprechenden ähnlichen Themenstellungen bei uns melden! Wir begleiten Sie sehr, sehr gerne auf dem Weg in die Digitalisierung Ihrer Supply Chain und in der Planung einer robusten Supply Chain. Dankeschön!

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