Wertschöpfende Logistik dank SAP-Strategie

SAP EWM
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Logistik muss längst kein Kostenfaktor mehr sein, sondern trägt zur Wertschöpfung bei. Voraussetzung sind jedoch hochgradig optimierte Prozesse und als Plattform eine für diese Zwecke optimierte und optimierbare Software. Wenn Ihre ausführende Logistik nicht mehr ausreichend schnell und flexibel ist – wenn Sie zum Beispiel wesentlich längere Lieferfristen haben als disruptive Mitbewerber – steht eine Frage ganz am Anfang: Liegt ein organisatorisches Problem in den Prozessen oder ein IT-Problem vor?

Zu Beginn werden daher beide Aspekte, Prozesse und IT, auf den Prüfstand müssen. Wenn Sie dabei herausfinden, dass Ihre derzeit im Einsatz befindliche Software ein Teil des Problems ist oder neue flexiblere Prozesse nicht abbilden kann, stellt sich die Frage, mit welcher modernen Software Sie die Basis für Ihre Zukunft legen.

Drei Szenarien für den IT-Bedarf in der Logistik

Betrachten wir die IT-Seite: Es gibt vielfältige Logistik-Software-Lösungen auf dem Markt, eine der verbreitetsten ist sicherlich SAP EWM (Extended Warehouse Management). Doch ist das auch die beste Lösung für Sie? Die Antwort hängt von der individuellen Situation in Ihrem Unternehmen ab:

Szenario 1: Speziallösungen im Einsatz

Sie haben in Ihrem Unternehmen bisher kein SAP im Einsatz und arbeiten mit verschiedenen Speziallösungen. Mit der Zeit ist ein ganzer Software-Zoo entstanden, das Zusammenspiel der verschiedenen Funktionen Ihrer Systemtopologie wird schwieriger und aufwändiger. Diese Handlungsunfähigkeit startet mit einem Störgefühl und mündet nicht selten in unternehmerischer Paralyse. Als Lösung bietet sich eine gestufte SAP-Strategie an, die Ihre IT-Systeme im Unternehmen harmonisiert. In der iterativen Migration auf SAP S/4HANA ist SAP EWM dann eine sehr gute Wahl für Ihre zukunftsfähige Logistik.

Szenario 2: SAP bereits im Einsatz

Sie haben SAP bereits im Einsatz und nutzen beispielsweise SAP ERP (Enterprise Resource Planning) beziehungsweise SAP S/4HANA. Im Rahmen einer Plattformstrategie liegt es auf der Hand, in der Logistik auf SAP EWM und natürlich SAP TM für das Transportmanagement inklusive Frachtkosten- und Laderaumoptimierung zu setzen. Im Verbund mit der Torverwaltung SAP DAS (Dock Appointment Scheduling) und SAP Yard Logistics für die Steuerung der Prozesse auf dem Hof bietet die „SAP SCE (Supply Chain Execution)“ genannte Plattform die optimale Nutzung von Synergien sowie die Skalierbarkeit eines hochintegrierten Systems.

Szenario 3: Individuallösung im Einsatz

Sie haben SAP noch nicht im Einsatz und sind der Meinung, dass Ihre komplexen Prozesse nur durch eine Individuallösung abgedeckt werden können. Auch hier lohnt sich der Vergleich der im Markt befindlichen Lösungen, um zu prüfen, ob die hohen Kosten für eine Individualprogrammierung wirklich nötig sind. Weil Lizenzkosten erst einen dementsprechenden ROI zeigen müssen, eignet sich eine SAP-Einführung vor allem ab dem gehobenen Mittelstand. In Sachen Kosten sollten Sie aber auch berücksichtigen, dass SAP EWM nach 13 Jahren am Markt immer mehr im Standard abbildet und die Kosten für Anpassungen und Ergänzungen dafür um einiges geringer ausfallen als bei Eigenprogrammierung. Die Chancen stehen gut, dass mit SAP EWM Kosten und Nutzen, im Vergleich mit kaum noch handhabbaren Individualentwicklungen ohne eine einheitliche Plattform, in einem guten Verhältnis zueinander stehen.

SAP EWM: Viele Standard-Funktionen und bewährte Individualisierungs-Tools

Erfahrungsgemäß bildet der SAP-EWM-Standard bereits viele Prozesse ab, und für individuelle Anpassungen gibt es bewährte Toolkits. Spezifische Ergänzungen können natürlich fallweise individuell dazu programmiert werden – was selbst bei erheblichen Ergänzungen viel günstiger ist als eine komplette Individualentwicklung. Eine hohe Robustheit der Software durch Reduzierung von Eigenentwicklungen reduziert Testaufwand und damit das Betriebsrisiko. Unser Team aus Logistik- und IT-Experten hat aus vielen erfolgreichen SAP-EWM-Projekten umfangreiche Erfahrung damit, den Standard je nach Anforderung auf smartem Wege einzusetzen und so mit viel Know-how und Leidenschaft in kreativer Lösungsfindung das Beste für jedes Unternehmen unterschiedlichster Branchen herausholen.

Projekt thyssenkrupp Marine Systems - Schiffbau: Automatisierte Lagersteuerung mit SAP EWM

20 Jahre leistete das Lagerführungssystem von thyssenkrupp Marine Systems am Standort Kiel hervorragende Dienste. Jetzt galt es, den Technologiestandard für die kommenden 20 Jahre auszurichten. Mit SAP EWM brachte SALT Solutions das Lager wieder auf Kurs. Mehr dazu erfahren Sie im Projektbericht!

Mit SAP EWM zu IoT, KI und Vollautomatisierung

Jeder spricht von Industrie 4.0, Internet of Things und Künstlicher Intelligenz. Aber wie bereiten Sie Ihr Unternehmen ganz konkret für den Nutzen dieser Megatrends vor?

SAP EWM schafft die Basis für moderne Digitalisierungslösungen, ob die direkte und anbieterunabhängige Anbindung von Palettierrobotik, fahrerlosen Transportsystemen (FTS) und Automatiklägern (Hochregallager, Automatische Kleinteilelager) ohne Middleware an SAP oder die Nutzung von KI im Rahmen der Spracherkennung in der Kommissionierung. Damit spielen Sie in Sachen Flexibilität, Geschwindigkeit und innovative Services vorne mit, sei es bei der Anbindung von Dienstleistern, der Auslieferung der Waren oder der Nachverfolgung von Lieferungen. Sie sind damit nicht nur bereit für den Betrieb Ihrer Logistik aus der Cloud, sondern auch für innovative logistische Geschäftsmodelle und zusätzliche Gewinnchancen wie die Nutzung von SAP LBN (Logistics Business Network), um für die resilientere Lieferkette gewappnet zu sein. Unsere Logistik- und IT-Experten sorgen dabei dafür, dass nicht die Technik, sondern der Nutzen für die geschäftskritische Logistik im Vordergrund steht. Das haben wir in zahlreichen Projekten der letzten 23 Jahre bewiesen.

Agilität und Methodenkompetenz

Die Anforderungen an die hochkomplexe Logistik ändern sich rapide. Der Automatisierungsgrad muss erhöht werden, allerdings setzen führende Logistiker vermehrt auf manuelle Prozesse, um die steigende Flexibilisierung des eigenen Produktspektrums abbilden zu können. Anforderungen daran können sich morgen bereits dramatisch ändern, zum Beispiel verlangt die Lieferung von Produzenten an Endkunden unter Umgehung des Handels kleinere Losgrößen! Daher bin ich überzeugt, dass agile Logistik agiler Projekte bedarf. Durch agile Methoden von Scrum bis DevOps und deren hybride Derivate stellen wir sicher, dass Sie die aktuell benötigten Funktionalitäten Ihren „internen Kunden“ immer zur Verfügung stellen können.

Flankiert wird der methodische Ansatz durch SALT Best Practice Prozess- und Softwarebausteine, die einen „fliegenden Start“ in das Projekt ermöglichen – eine Konzeptionsphase am laufenden System anstatt am Textdokument verschafft Ihnen einen Geschwindigkeitsvorteil, nicht nur bei Popup-Lägern. Entscheidender Hebel: die virtuelle Inbetriebnahme in Echtzeit unter produktiven Bedingungen durch die Anbindung eines in 3D emulierten „digitalen Zwillings“ des Lagers in allen Details, von den Verteilwagen auf der Fördertechnik bis hin zum Doppelspiel in der Lagerungsstrategie. Dies ermöglicht einen hohen Reifegrad vor dem Go-Live auf der realen Anlage.

Ergonomie – gut für Mitarbeiter und Effizienz

In den verschiedensten Lagern unserer Kunden sind wir insbesondere bei internationalen Rollouts vor der Herausforderung gestanden, die Bedienbarkeit der Systeme drastisch zu vereinfachen.

Das hat zwei Aspekte:

  • Auf der einen Seite stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, denen eine ergonomische Bedienung die Arbeit erleichtert und somit zu ihrer Gesundheit und Arbeitszufriedenheit beiträgt.
  • Auf der anderen Seite geht es darum, Fehlerquellen erheblich zu reduzieren und damit Liefergrad und Endkundenzufriedenheit sowie letztlich die Effizienz zu erhöhen.

Die Mitarbeiter in der Logistik und deren Führungskräfte haben den Anspruch, Software ohne aufwändige Schulungen bedienen zu können. Die Technik muss einfach und intuitiv sein, selbst bei Sprachhürden durch den Einsatz von Piktogrammen statt schriftlicher Anweisungen. So haben die Mitarbeiter alle Kapazitäten frei, um Ware zu bewegen und Mehrwert zu schaffen, anstatt sich mit komplizierter Systembedienung aufzuhalten. Was für die Staplerfahrerin und den Staplerfahrer am „Shopfloor“ gilt, gilt auch für den Leitstand: Intuitiv erfassbar dargestellte KPIs helfen mit, Liefertreue oder Durchlaufzeiten zu monitoren. Deshalb legen unsere Teams sehr viel Wert auf den Aspekt der Ergonomie. In SAP EWM ist dieser im Standard sehr generisch ausgebildet, das System bietet unseren Experten über Technologien wie SAP Fiori und HTML5 aber die notwendige Basis für höhere Ergonomie-Levels.

Logistik wird vom Kostenfaktor zum Gewinntreiber

Aus meiner Sicht sollten Unternehmen ab dem gehobenen Mittelstand SAP EWM und SAP TM als leistungsfähige, durch vielfach bewährte SALT- und Accenture-Tools exzellent anpassbare Lösungen in Betracht ziehen. Im Vergleich zu Individuallösungen, die in aller Regel teurer sind, aber auch im Vergleich zur Kombination von Speziallösungen, die sich oft schlecht mit der übrigen im Unternehmen eingesetzten Software vernetzen lassen.

Mit SAP EWM und SAP TM bietet sich die Chance, die Logistik endgültig aus ihrem Dasein als reiner Kostenfaktor zu befreien und als wichtigen Treiber für die Wertschöpfung zu etablieren.

Beispiel Value Added Services

Moderne Logistiksoftware hilft Ihnen, Value Added Services als Zusatzdienste anzubieten und Mehrwerte zu schaffen. Ein Beispiel dafür ist die Möglichkeit, Großpackungen möglichst automatisiert in kleinere Einheiten umzupacken, die mit Ergänzungen versehen als höherwertiges Produkt angeboten werden.

Beispielsweise können damit innovative Produktkombinationen ins Sortiment genommen werden, zum Beispiel indem Sie Einzelprodukte in sinnvolle Themen-Packages kombinieren, etwa als Grill-, Picknick- oder Strand-Packages. So kann der Wert pro Bestellung signifikant erhöht werden.

Beispiel Cross Docking

Manche Waren kommen im Unternehmen an und sollen ohne Zeitversatz oder Lagerungskosten wieder ausgeliefert werden. Das funktioniert über sogenanntes Cross Docking ohne dazwischengeschaltete Einlagerung. Viele ältere Lösungen sind aber zu starr und unterstützen diese Funktion nur rudimentär. Wenn Ihre Software dynamisches Cross Docking unterstützt, beschleunigen Sie den Warenumschlag und profitieren von den entsprechenden Einsparungen – mit SAP TM sogar ohne lagertechnische Erfassung (z. B. für Mini-Hub-Läger urbaner Logistik).

Viele gute Gründe für eine moderne Logistik-Software

Der heute reichste Mensch der Welt hat keinen technischen Gegenstand erfunden oder hergestellt – er hat „nur“ seine Logistik so perfektioniert, dass er um Größenordnungen schneller und weitaus flexibler liefern kann als alle anderen.

Letztlich geht es um die Kundenzufriedenheit: Eine bestens orchestrierte Logistik erhöht die Kundenzufriedenheit sowie die Zahl der adressierten Kunden deutlich, Reklamationen gehen zurück. Das sind starke Argumente dafür, die Logistiksoftware auf den neuesten Stand zu bringen und mit SAP EWM die Basis für eine schlagkräftige, zukunftsfähige Logistik zu legen.

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