Szenarien im Multichannel-Commerce: Web-to-Try-on

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Vor einigen Wochen war ich in der Dresdener City shoppen. Es war Wochenende, im legeren Dress mit Jeans und Freizeitschuhen machte ich mich auf den Weg. In einem Laden gefiel mir ein Pullover, ich probierte ihn an – er saß gut, aber es passte farblich einfach nicht in der Kombination, die ich gerade trug. Ich entschied mich gegen einen Kauf und ging unverrichteter Dinge heim.

Als ich einige Tage später vor meinem Kleiderschrank stand und mir Sachen rauslegte, musste ich wieder an den Pullover denken. Zu der ausgewählten Jeans und den Business-Schuhen hätte der Pullover perfekt gepasst. Ich hätte ihn eben zu Hause anprobieren sollen!

Vielleicht standen Sie auch schon einmal selbst vor diesem Dilemma – einer Ihrer Kunden auf alle Fälle. Für diese Fälle können Sie einen weiteren Service schaffen, der Ihnen zusätzlichen Umsatz verspricht. Lassen Sie Ihre Kunden Waren zum Anprobieren nach Hause bestellen. Dieser Service ist unter dem Namen Web-to-Try-on bekannt und gibt Ihren Kunden die Möglichkeit, bestellte Waren unverbindlich zu bestellen und zu Hause in aller Ruhe zu probieren. Das Kleidungsstück kann mit verschiedenen Outfits kombiniert werden. Findet er oder sie ein passendes Gegenstück in seinem / ihrem Kleiderschrank, ist der Kaufimpuls größer.

Die Hürde, etwas zu bestellen ist geringer, da nicht sofort das Konto belastet wird – die Chance für Sie, etwas zu verkaufen, steigt durch den zusätzlichen Service im vertrauten heimischen Umfeld, in dem der Partner oder die Partnerin zusätzlich um Rat gefragt werden kann. Gleichzeitig können Sie sich absichern: Wird die Ware zwei Wochen nach Lieferung nicht retourniert, gilt die Vereinbarung als Kaufvertrag mit üblicher Rechnungsstellung über das Kundenkonto. Ein weiterer Vorteil: Auch ein Kunde, der nur anprobiert, identifiziert sich, und Sie können ihn in Zukunft aktiv ansprechen.

Eine wichtige Voraussetzung: Alle Prozessschritte müssen sauber hinterlegt sein und ein Rad muss zum richtigen Zeitpunkt ins nächste greifen – und zwar vollständig automatisiert: Von der Bestellung im Online-Shop über den Versand bis zum Retouren-Management beziehungsweise die Kaufabwicklung und das Mahnwesen. Schließlich sollen durch diesen zusätzlichen Kundenservice nicht die Abwicklungskosten explodieren.

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