Start frei für Forschungsprojekt über intelligente Datennutzung

Industrie 4.0 soll die Produktionsprozesse in Fabrikhallen revolutionieren. Intelligente und digital vernetzte cyberphysische Systeme versprechen eine automatisierte Kommunikation zwischen Maschinen, Anlagen, Produkten und Menschen und damit eine selbstorganisierte Produktion. Doch wie ist diese Kommunikation über Systemgrenzen hinweg überhaupt möglich und welche Rolle spielen datengetriebene Dienstleistungen in der digitalen Wertschöpfungskette? Im Rahmen des Forschungsprojekts Data for Service gehen wir dieser Frage in Zusammenarbeit mit der Fraunhofer-Arbeitsgruppe für Supply Chain Services SCS des Fraunhofer-Instituts für Integrierte Schaltungen IIS nach.

Letzte Woche fiel in einem Kick-off-Meeting der Startschuss für das dreijährige Forschungsprojekt: In unseren Würzburger Räumlichkeiten versammelte Projektleiter Lothar Gebhard das rund 20-köpfige Projektteam zum ersten Mal an einem Tisch. Während eines umfassenden Projektvortrags wurde allen Beteiligten schnell klar: Intelligente Datennutzung ist der Schlüssel für eine effiziente Verzahnung von Produktions- und Informationsflüssen.

Entwicklung eines Datenraums

Hauptziel für das Projektteam ist deshalb die Entwicklung eines flexiblen und skalierbaren Datenraums, in dem die Daten mehrerer an einem Wertschöpfungsprozess beteiligter Unternehmen in Echtzeit nach Relevanz gefiltert, strukturiert und nutzbringend verknüpft werden können. Dadurch sollen Unternehmen und Stakeholder auf alle für einen Prozess relevanten Daten jederzeit zugreifen und zur Optimierung von betrieblichen Abläufen nutzen können.

Prof. Dr. Alexander Pflaum, der aktuell das Leitprojekt „Technologien und Lösungen für die digitalisierte Wertschöpfung“ am Fraunhofer IIS betreut, bestätigte im Meeting, wie wichtig die Entwicklung einer solchen Lösung ist. In Studien haben die Experten für Industrie 4.0 herausgefunden, dass gerade auch mittelständische Produktionsunternehmen nach Lösungen für die Lokalisierung von Transportgütern, ein transparentes Behältermanagement oder die Zustandserfassung von Anlagen suchen.

Praxistaugliche Anwendungsszenarien

Bevor Unternehmen datenbasierte Services jedoch erfolgreich in ihre Unternehmensprozesse integrieren können, müssen die nötigen Basistechnologien in Anwendungsszenarien entworfen und getestet werden. Dafür stehen wir dem Institut in den nächsten drei Jahren als kompetenter Partner zur Seite und entwickeln praxistaugliche Use Cases, die für Industrie und Logistik einen echten Mehrwert liefern.

Regelmäßige Blogbeiträge

Alle drei Monate wird sich das Projektteam während der nächsten drei Jahre zusammenfinden und über die fortschreitenden Forschungsergebnisse austauschen. Über diese werden unsere Experten regelmäßig hier im Blog berichten. Schauen Sie einfach immer mal wieder vorbei und halten Sie sich über die aktuellen Projektentwicklungen auf dem Laufenden.

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