Datenaustauschformat für die Anlagenplanung

AutomationML (AML) als Kooperation der Automatisierungsbranche

Symbolbild
Copyright Titelbild: © everythingpossible / Fotolia

Die Planung von Fertigungsanlagen ist geprägt von starker Arbeitsteilung unter Verwendung unterschiedlichster Engineering-Werkzeuge. Heterogene Software-Landschaften bei Auftraggebern und Anlagenbauern verursachen immer noch hohe Aufwände. Standardisierung heißt die Lösung, die seit einem guten Jahrzehnt durch einen Zusammenschluss in der Branche vorangetrieben wird. Ziel ist es, alle denkbaren Datenformate zu integrieren, um einen reibungslosen Austausch zwischen den beteiligten Systemen zu ermöglichen. SALT Solutions unterstützt nun die Entwicklung von Lösungen für einen verbesserten Engineering-Workflow.

Um wirksame Standards im Bereich des Anlagen-Engineerings zu etablieren, haben sich bereits vor zehn Jarren Unternehmen der Automatisierunsbranche wie Siemens, Festo und ABB unter der Federführung der Daimler AG zusammengetan und den Verein  AutomationML e.V. gegründet. Dabei wurde AutomationML geschaffen: Ein offenes, lizenzfreies und in IEC 62714 standardisiertes Datenformat, das verschiedene bereits etablierte Formate integriert.

Standardisierung als Schlüssel

Die AutomationML-Grundarchitektur basiert auf dem Objekt-Datenformat CAEX (Computer Aided Engineering Exchange), mit dem die Topologien der Produktionsanlagen hierarchisch modelliert werden. Über Referenzen werden Geometrie und Kinematik mittels COLLADA (COLLAborative Design Activity) sowie Verhalten und Abläufe mittels PLCopen XML verknüpft. Weitere Datenformate auf XML-Basis können integriert werden.

Weg zur Stückliste

Zahlreiche Zwischenschritte sind erforderlich, um aus der logischen Konstruktion einer Fertigungszelle alle für den tatsächlichen Aufbau erforderlichen Bauteile und Komponenten abzuleiten. Um den Aufwand dafür – und die Fehleranfälligkeit bei manuellen Tätigkeiten – zu reduzieren, beteiligt sich SALT Solutions an der Entwicklung einer Wizard-gesteuerten Anwendung, die viele dieser Schritte automatisiert. Ausgehend von den AML-Dateien, mit denen die logischen Verbindungen innerhalb der Fertigungszelle beschrieben werden, erfolgt die stufenweise Verfeinerung bis zu den erforderlichen Kleinteilen, um so eine bestellfähige Stückliste zu erhalten. Dabei werden vorgegebene Teilekataloge ebenso wie zahlreiche Konstruktionsregeln berücksichtigt.

Die Anwender in Konstruktion und Bestellwesen erhalten damit für ihre Arbeit eine einfach zu bedienende, mit Microsoft Visual Studio entwickelte, Client-Anwendung, die direkt mit der AutomationML-Engine arbeitet.

Copyright Titelbild: © everythingpossible / Fotolia

Zurück