So entwickelt man eine effiziente Beschaffungslogistik

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Es gab Zeiten, da war ein Unternehmen froh, wenn es überhaupt die notwendigen Ressourcen oder Teile für seine Kunden beschaffen konnte. In der Nachkriegszeit. Und in der Mangelwirtschaft in den Ostblockländern. Heute gelingt die Warenverteilung in den Industriestaaten in bis zur Perfektion getriebenen Dimensionen. Denn wir leben in einer Welt, in der alles möglich ist. Wir agieren global, die Märkte sind offen, die Märkte sind voll. Alles kann produziert werden. Alles kann gekauft und beschafft werden. Wenn man die nötigen finanziellen Mittel hat. Für eine erfolgreiche Beschaffungslogistik braucht es jedoch vor allem eine gute Strategie.

Herausforderungen in der Beschaffungslogistik

Für den Aufbau und den Fortbetrieb aller Produktionsanstrengungen muss Material beschafft werden. Die meisten Unternehmen beziehen Teile ihrer Rohstoffe über lange Wege hinweg. Diese Materialflüsse müssen zur richtigen Zeit in die richtige Richtung gesteuert werden. Über den Land-, Luft- und Seeweg werden die Waren just-in-time und just-in-sequence erwartet. Vom Kunden am liebsten am selben Tag. Same-Day-Delivery für den Kunden bedeutet Same-Day-Availability für den Logistiker. Er muss neben der Produktverfügbarkeit vor allem den Transport (inklusive der value-added-services) bis zur letzten Meile gewährleisten. Das ist oft eine große Herausforderung. Damit steht die Branche zunehmend unter Druck. Die On-Demand-Systeme müssen dementsprechend flexibel genug sein, um diese Echtzeitanforderungen zu erfüllen. Dahinter steckt eine unglaubliche Systematik, die in kleinster Teilperfektion die aufeinander abgestimmten Prozesse wie die Bedarfsermittlung, Materialdisposition, Einlagerung, Sortierung und Kommissionierung digital abbildet.

Dem Wettbewerb Paroli bieten

"Beschaffung, Verarbeitung, Distribution, Logistik: Das alles muss schnell sein, und es fängt mit der Innovation an", sagt Mark Schneider, CEO von Nestlé, und investiert hohe Summen in die Forschung und Weiterentwicklung. Legendär sind die Marken der Inditex-Gruppe, kein Textilhändler schafft so schnell Kollektionen in die Filialen wie Zara und Co. Innovativ sind elektrische Transportfahrzeuge (ALDI Süd), automatisierte Prozesse durch digitale Vernetzung, Sensortechnik, Robotik und künstliche Intelligenz. Auch Big Data Analytics führt zu besseren Prognosen und Handlungsempfehlungen. Letztlich hat der 3D-Druck die Supply Chain auch ein Stück weit verändert. Mesh-Netzwerke, die kollaborativ Ortung und Aufgabe zusammenfügen, werden in Finnland von Wirepas marktreif entwickelt – IoT at its best.

Wir erleben die Weiterentwicklung der klassischen Supply Chain zum Supply Network. Nicht mehr starre Glieder sind gefragt, sondern hoch volatile, äußerst flexible Netzwerke. Hier müssen Mensch, Maschine und Netzwerk sich immer wieder neu zusammenfügen. Herausforderungen, die standardisierte IT-Systeme vor gewaltige Aufgaben stellen.

Kann eine Partnerschaft durch Blockchain ersetzt werden?

Für agile Netzwerke kann die Blockchain eine verlässliche Transaktionsbasis schaffen. Systemlösungen wie LOJISTIX, die alle Sequenzierungsaufgaben – inklusive der Lager- und Transportorganisation – mit einander verbinden, agieren in diesem besten Sinne: Sie legen die systemtechnische Basis für vertrauensvolle Partnerschaften in agilen Netzwerken. Denn in allen unseren technischen Lösungen, mit Szenarien des digitalen Zwillings, voll automatisierten Prozessen und KI-basierten Entscheidungen, liegt immer noch ein entscheidender Erfolgsfaktor: Wir. Die Menschen die diese Partnerschaften bilden und Lösungen schaffen.

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