Simple Supply Chain (2) - Ein Schritt zurück für den Überblick

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Die Herausforderungen entlang der operativen Supply Chain sind nicht immer einfach. Die Ursachen von Fehlern zu finden, ist keineswegs simpel und diese zu beheben, schon gar nicht. SAP-Anwender auf der operativen Ebene können davon ein Lied singen: Wenn die Ursache nicht unmittelbar im eigenen Bereich liegt, sondern in der Prozesskette vor- oder nachgelagert, so fehlen die passenden einfachen Werkzeuge in SAP.

Nun kann man einen Schritt zurücktreten, die Daten aus SAP extrahieren und sie in ihrem betriebswirtschaftlichen Zusammenhang darstellen. Legt man dann eine einfache Definition für Logistik zu Grunde – wie das richtige Material zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der richtigen Menge – dann ist Logistik die konsequente Erfüllung der Kundenwünsche. Den Überblick zu erhalten, ist damit kein Selbstzweck, sondern immanente Voraussetzung, um die komplexe Supply Chain in diesem Sinne zu gestalten und simpel zu steuern.

VERTRIEB

Wenn der Vertrieb Lieferverpflichtungen eingegangen ist, dann muss man diese auch erfüllen oder, wenn man es nicht kann, zumindest vorzeitig darüber informieren. Es darf nicht davon abhängen, in welcher Stufe der internen Supply Chain das verursachende Problem besteht, die Informationsbedürfnisse müssen befriedigt werden – und dies kann gelingen. Der Vertriebsinnendienst sollte einen Überblick haben, welche Kundenaufträge nicht beliefert werden können, um ihrer Informationspflicht nachkommen zu können.

LAGER

Viele Firmen gehen dazu über, grundsätzliche Prinzipien zu verankern. Alles, was heute rein soll, muss heute rein und alles was heute raus soll, muss heute raus. Im Lager wird daher überwiegend auf Tagesebene gesteuert, wenig bis gar nicht geplant. Mit ein wenig Überblick, was in den nächsten Tagen an Arbeitslast auf das Lager zukommt, kann bereits im Vorfeld für ausreichend Kapazität oder weitestgehend gleichmäßige Belastung gesorgt werden – warum kompliziert, wenn es auch einfach geht.

PRODUKTION

Im operativen Materialfluss sollte das Material fließen, sich möglichst wenig zu Beständen aufstocken. Entsteht an irgendeiner Stelle ein Problem, dass das Fließen verhindert, so muss diese Nadel im Heuhaufen möglichst rasch gefunden werden und etwaige zusätzliche Probleme in den vor- und nachgelagerten Bereichen abgefangen werden. Hier kommt es besonders auf korrekte Daten an. Diese führen zu einer sauberen Planung und gleichmäßig ausgelasteten Kapazitäten.

EINKAUF

Wenn heute ein strategischer Lieferant ausfällt, gilt es, davon betroffene Kundenaufträge zu identifizieren und die Kunden zu informieren, dass man beispielsweise nicht in sechs Wochen liefern kann sondern erst in zwölf Wochen.

Zusammenfassend kann man festhalten: Ohne einen Überblick über Ihre Daten in SAP fällt es äußerst schwer, die Supply Chain einfach zu steuern. Das vollständig in SAP integrierte SALT Logistik Kennzahlen Cockpit schafft in vielen Bereichen Abhilfe. Erst wenn es einfach ist, ist es gut.

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