Simple Supply Chain (5) – Software-Bausteine für das Lager

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SAP-Software ist in der immer schneller getakteten ausführenden Logistik und damit im Lager als entscheidendem Wettbewerbsvorteil längst angekommen, keine Frage. Die Software gilt es jedoch auf die Anforderungen unterschiedlicher Anwender anzupassen. Während der Sachbearbeiter am PC alle Daten schnell und übersichtlich angezeigt bekommen möchte, soll der Anwender im Lager möglichst seinen eigentlichen Aufgaben nachkommen: Stapler fahren, Waren bewegen, Kommissionieren, Verpacken – nicht den PC bedienen! Jede Interaktion mit dem System bremst die eigentliche Tätigkeit. Wie gelingt es, alle Anforderungen umzusetzen? Lassen Sie uns dafür die zwei Eingangsgrößen Projektmethodik und Software-Bausteine beleuchten.

In der Pflichtenheftphase werden die Weichen gestellt: Es ist kein Erfolgsgarant, möglichst viele Word-Seiten zu produzieren – man startet mit einem vorkonfigurierten System, wie den Rapid Deployment Solutions von SAP, Best Practices oder den Systemen in unserem Würzburger Showroom. Die Pflichtenheft-Vorlage ist kein leeres Blatt oder ein roter Faden an Überschriften, sondern ein vorkonfiguriertes Werk, dessen Inhalt 1:1 zu den vorkonfigurierten Prozessen des Prototyping-Systems passt. Somit können Prozess für Prozess auf Passgenauigkeit geprüft, entsprechende Varianten bewertet und ein potenzielles Delta präzise in einem gemeinsamen Konsens ausformuliert werden.

Mit dieser Vorbereitung lassen sich die Vorteile von vorkonfigurierten und einzeln auslieferbaren Bausteinen, inklusive der zugehörigen Einstellungen (Customizing), in der Realisierungsphase voll ausschöpfen: Da Erweiterungen in Form von BAdIs und SAP Fiori-Dialogen bereits in der Vorphase auf das Entwicklungssystem eingespielt wurden, erfolgt die Implementierung von kundenindividuellen Funktionen punktuell und sehr schnell. Dies ermöglicht ein iteratives Vorgehen, indem zum Beispiel alle vier Wochen in einem Development Preview fertige Funktionen gezeigt werden. Dies erhöht die Akzeptanz der Key User sowie den Reifegrad bei Beginn der Integrationstest- und Inbetriebnahmephase erheblich.

Natürlich umfasst das Repository nicht nur fertig konfigurierte Prozessbausteine, sondern auch Erweiterungen, die SAP funktional ergänzen: Werfen Sie einen genaueren Blick auf unsere SALT Add-Ons für das Verpacken & Versenden und für viele weitere Prozesse entlang der Supply Chain.

Ein IT-Projekt in der Logistik ist nicht dann ein Erfolg, wenn die Software fehlerfrei die Prozesse abbildet, sondern erst, wenn darüber hinaus ein schnelles, fehlerfreies Arbeiten nach kurzer Einweisung produktiv möglich ist und die Akzeptanz der Anwender im Shop Floor gegeben ist! Dies impliziert, dass die SAP-Software im Lager anders ticken muss als das ERP im Büro: schneller, unterstützend im Hintergrund, extrem ergonomisch und in mehr Varianten der einzelnen Prozessschritte.

SAP und Lagerlogistik passt wie die Faust auf’s Auge – die richtigen Bausteine sorgen in der Projektdurchführung für eine schnelle, zielgerichtete und erfolgreiche Lösung. Ohne ergänzende Bausteine hätte es unseren Einstieg in die SAP-Lagerlogistik vor über 20 Jahren nicht gegeben – nur so konnten wir so nah am SAP-Standard wie möglich automatische Lager zum Laufen bringen!

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