Showcase im HOLM macht die Digitalisierung erlebbar

Industrie 4.0 zum Anfassen

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Die Neuerungen der Industrie 4.0 in der Produktion sind so zahlreich, dass es schwer ist, den Überblick zu bewahren und die tatsächlichen Auswirkungen zu sehen. Unser Showcase im House of Logistics and Mobility zeigt einige der Kernanforderungen einer modernen Produktion und demonstriert die Bedeutung der IT-Systeme.

Wollen wir die Funktionen und Vorteile von IT-Systemen erklären, bleibt das leider häufig sehr abstrakt. Das liegt natürlich in der Natur der Sache, bieten Lösungen wie die unseren doch in den seltensten Fällen etwas zum Anfassen und auch ihre Funktionsweise lässt sich nicht beobachten, wie es bei einem Gerät aus Stahl und Eisen möglich ist. Um unsere Lösungen dennoch „begreifbar“ zu machen, erarbeiten wir bei SALT Solutions Showcases zu verschiedenen Themen. Ein Beispiel hierfür ist unsere Installation im House of Logistics and Mobility (HOLM), einem interdisziplinären Forschungs- und Entwicklungs- sowie Bildungs- und Wissenstransferzentrum in Frankfurt am Main.

Industrie 4.0 auf die Flasche gebracht

Dieser Showcase, der auch schon im Rahmen der LogiMAT und an unserem SALT Infotag Produktion gezeigt wurde, bricht das sehr komplizierte Thema Industrie 4.0 auf einige zentrale Punkte herunter.

Zu diesen gehören:

  • Eine standardisierte Kommunikation zwischen unterschiedlichsten Systemen muss möglich sein
  • Das Werkstück steuert zukünftig direkt Maschinen, Bearbeitungsanlagen und Materialflusssysteme
  • Es werden keine zentralen IT-Systeme zur Steuerung der Produktion mehr benötigt
  • Eine kundenindividuelle Stückzahl-1-Produktion muss uneingeschränkt möglich sein

Der Showcase verdeutlicht das anhand der Individualisierung einer Trinkflasche in fünf Stationen – wobei der Besucher die Rolle des Werkstückes übernimmt und alle Anlagen ohne weitere Kommunikation steuert.

Im ersten Schritt erfassen Sie als Anwender den Auftrag und konfigurieren Ihre Flasche mit unterschiedlichen Farben. Aus diesen Informationen wird ein individueller Barcode generiert, in dem die Informationen für Ihre weiteren Stationen gespeichert sind. An der zweiten Station lesen Sie den Barcode ein und kommissionieren die Einzelteile der Trinkflasche. Im dritten Schritt lesen Sie den Barcode erneut ein. Aus Ihren Informationen wird ein individuelles Label mit dessen Namen erstellt, das Sie auf der Flasche anbringen. Danach folgt das erneute Einlesen des Barcodes und ein Video zeigt, wie sie einen Aufkleber auf die Flasche anbringen müssen – symbolisch für eine End-Montage. An der abschließenden Station lesen Sie den Barcode ein letztes Mal ein. Sie werden gefragt, ob Sie tatsächlich eine Flasche in der Hand halten und nach Bestätigung wird zur Dokumentation ein Produktionspapier der Qualitätssicherung erstellt.

Barcode für die standardisierte Kommunikation

Der Barcode symbolisiert in unserem Beispiel die standardisierte Kommunikation. In realen I4.0-Szenarien werden andere Techniken zum Einsatz kommen – für den Zweck des Showcases ist der Barcode aber ausreichend und vermittelt dem Besucher das Gefühl, dass er mit seinem Barcode wirklich das Werkstück des Showcases ist. Von Station zwei bis fünf ist das Einlesen des Barcodes daher immer der erste Arbeitsschritt. Der Datenträger, der die Drucker, die Videosequenz und alle weiteren Schritte steuert, zeigt, dass der Prozess, die Maschinen und die Anlagen tatsächlich durch das Werkstück gesteuert werden können. Außerdem sind die Geräte an den fünf Stationen nicht miteinander verbunden, verfügen aber dennoch immer über alle wichtigen Informationen. Es ist also kein zentrales IT-System zur Steuerung nötig. Die individuell zusammengebaute Flasche und das Etikett mit Namen symbolisieren die Losgröße-1-Produktion, deren Bedeutung immer größer wird.

Besuchen Sie uns in Frankfurt

Wenn Sie sich selbst ein Bild von unserem Showcase im HOLM machen möchten, melden Sie sich am besten direkt bei SALT Solutions. Wir werden den Besuch dann koordinieren und dafür sorgen, dass Sie von einem kompetenten Ansprechpartner begleitet werden. Die Führungen übernehmen in den meisten Fällen Experten des Lehrstuhls von Prof. Dr. Kai-Oliver Schocke an der Frankfurt University of Applied Sciences. Wann immer möglich befinden sich aber auch Mitarbeiter von SALT Solutions vor Ort, um das Thema eingehend zu erklären.

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