Serie Industrie 4.0 in Lager, Produktion und Transport – Teil I

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„Industrie 4.0“ ist für die Fachleute schon lange kein neuer Begriff mehr. So etabliert das Thema in der Theorie bereits ist, so wage sind die bisherigen Praxisbeispiele. Was muss man sich unter der 4. großen Revolution vorstellen? Welche Auswirkungen hat diese auf die Unternehmungen? Ist die eigene Factory bereits SMART?

Diese Fragen werde ich in einer Serie beantworten. Bevor es an die Produktion, Transport und Daten geht, befasse ich mich heute mit den Prozessen im Lager.

SAP ERP als umfassende Unternehmenssoftware für die Abwicklung der Geschäftsprozesse bietet im Zusammenspiel mit SAP ME und der SCE-Plattform (SAP EWM, SAP TM, SAP EM) hierfür umfassende Lösungen, mit denen Unternehmen Industrie 4.0 mit Leben füllen können.

Industrie 4.0 im Lager

Ein sich selbstoptimierendes System ist eines der Ziele in der Smart Factory. Für das Thema Lager bedeutet dies, dass Lagervorgänge ohne das Eingreifen des Mitarbeiters optimal ablaufen.

Beginnend im Wareneingang werden die Waren mittels anpassbarer Parameter im Rahmen der Lagerdisposition auf die optimale Lagerposition verbracht. Schnelldreher können hierdurch zeit- und wegeoptimiert kommissioniert werden und weniger häufig benötigte Waren belegen nicht die sogenannte Golden-Zone.

SAP EWM geht im Wareneingang noch einen Schritt weiter. Das System prüft vor der Einlagerung, ob die ankommenden Waren ggf. sofort zu den verbrauchenden Stellen (z.B. Produktion oder Versand) verbracht werden können und überspringt somit mittels SAP EWM-Crossdocking den Einlagerungsvorgang. Wird eine Einlagerung vermieden, werden auch keine für die Einlagerung zuständigen Ressourcen benötigt und können somit mit erhöhtem Wirkungsgrad für weitere Aufträge genutzt werden.

Sind Waren in den Lägern eingelagert, bedeutet dies nicht, dass diese bis zu ihrer finalen Auslagerung auf deren Plätzen verbleiben müssen. Die Bedarfe der Produkte unterliegen Schwankungen. Ist ein Produkt bei der Einlagerung noch als Schnelldreher klassifiziert, kann sich dies saisonal ändern. SAP EWM unterstützt dies mittels der SAP EWM-Lagerreorganisation (Slotting). Der Lagerspiegel wird mittels Umlagerungen, die automatisch in den Arbeitsalltag integriert werden, optimiert.

Diese und viele weitere Verfahren wie das Wellenmanagement, Arbeitsmanagement oder ähnliches erlauben es den Unternehmen, ihre Lagerprozesse mit SAP EWM selbstoptimierend einzustellen.

Unterstützt werden die Lagerprozesse durch die direkte Anbindung der automatischen Komponenten über SAP EWM mit der integrierten Materialfluss-Komponente Material Flow System (MFS), einem vollintegrierten Materialflussrechner, und der neuesten Informationstechnologien wie RF und Augmented-Reality sowie web-basierten Anwendungen. Auch der Einsatz von Cyber-physischen Systemen (CPS) trägt hier wesentlich zu einer flächendeckenden Integration bei.

Für den schnellen Weg zur Smart Factory wählen Sie am besten Rapid Deployment Solutions.

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