simSAP: Lean Production steigert Transparenz

Westfalia-Automotive GmbH nivelliert Fertigungsprozesse mit SALT Add-On

Die Umstellung der Fertigungsprozesse auf Lean Production ist eine komplexe Aufgabe. Streben Unternehmen an, dies mit SAP-basierten Systemen zu erreichen, erhöht sich der Schwierigkeitsgrad zusätzlich, da der SAP-Standard dafür nur teilweise Lösungen bereithält. Die Westfalia-Automotive GmbH stellt sich dieser Herausforderung und hat die Experten von SALT Solutions als Partner mit ins Boot geholt. Ziel ist es, die Produktion zu beruhigen, transparenter zu gestalten und konsequent an den Anforderungen der Kunden auszurichten. Ein Bericht aus dem laufenden Projekt mit dem SALT Add-On Lean Production.

Bereits seit 12 Jahren steuert die Westfalia-Automotive GmbH alle Fertigungsprozesse mit SAP-basierten Software-Lösungen. Mit dem Bekenntnis zu Lean Production setzte sich das Unternehmen die Aufgabe auf die Agenda, die Prozesslandschaft von Grund auf zu überholen. Eine eigens aufgebaute Abteilung kümmert sich dabei um die Erarbeitung neuer Prozesse gemeinsam mit beteiligten Mitarbeitern, übernimmt deren Schulung und begleitet die Umsetzung.

Bekenntnis zu Lean Production

Während sich das Bekenntnis zu Lean Production früh im Unternehmen durchgesetzt hatte, fehlte die Unterstützung durch geeignete Software-Lösungen, mit denen sich Prozesse aus SAP ERP anstoßen lassen und deren Status direkt zurückgemeldet werden. Das sorgte für einen enormen manuellen Aufwand bei der Erstellung eines Produktionsplans. „SAP erlaubt es nicht, Lean zu planen, obwohl es physikalisch richtig wäre“, lautete immer wieder der Tenor. Akzeptanzprobleme der neuen Philosophie waren somit vorprogrammiert.

Um Abhilfe zu schaffen, entschieden sich die Verantwortlichen für die Implementierung des SALT Add-Ons Lean Production, das auf die individuellen Anforderungen der Westfalia-Automotive GmbH angepasst wird. Es wird helfen, die Fertigungssteuerung vollständig systemgestützt zu nivellieren und transparenter zu gestalten. Das ist die Basis für einen echten kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

Das SALT Add-On Lean Production verhält sich dabei wie ein elektronischer Lean-Berater: Auf Basis der Analyse der Wertstromeinheiten lassen sich die Fertigungsprozesse von Push auf Pull und Nivellierung umstellen, um kundenorientiert nach Standards zu produzieren. Konkret bedeutet das zum Beispiel: bisher übliche Dispoparameter überarbeiten und Bestandsgrenzen den realen Bedingungen im Betrieb anpassen.

Erste Linien produktiv

Das agile Projektvorgehen sieht vor, die Wertströme sukzessive auf die neue Software-Lösung umzustellen, um so die Erfahrungen aus den ersten nivellierten Fertigungsprozessen direkt in die weiteren Schritte einfließen zu lassen. Nachdem einige Produktionslinien umgestellt wurden, zeigen sich bereits erste Erfolge. Die Nivellierung hat die Produktion in diesen Bereichen beruhigt, so dass sich neue Standards in der Prozesslandschaft etablieren ließen.

„Die ersten Ergebnisse auf den produktiven Fertigungslinien sind sehr vielversprechend. Mit der kompetenten Prozessberatung sowie den SAP-basierten Software-Lösungen haben die Experten von SALT Solutions uns unserem Ziel ein großes Stück nähergebracht, unsere Wertschöpfungskette konsequent am Kundenbedarf auszurichten“,

stellt Ulrich Brinkmann, SAP Projektleiter bei der Westfalia-Automotive GmbH, ein erstes Zwischenzeugnis aus.

Im Laufe des Projekts identifizierte das Projektteam die Stammdaten, die in SAP ERP für einen reibungslosen Ablauf wichtig sind und somit nachhaltig gepflegt werden müssen. Als vollständig in SAP integrierte Erweiterung greift das SALT Add-On Lean Production auf genau diese Daten zu. Die Pflege dieser Daten ist eine neue Aufgabe der Fertigungssteuerung, um die Realität in SAP ERP abzubilden und sauber zu steuern. Zudem reduzieren sich der manuelle Aufwand und das bisherige Troubleshooting deutlich.

Zusätzliche Funktionalitäten

Um die Anforderungen der Westfalia-Automotive GmbH vollständig umzusetzen, haben die Experten von SALT Solutions weitere SALT Add-Ons zur Erweiterung des SAP-Standards für die Produktion einfließen lassen. Damit die Produktionsplaner schnell und intuitiv auf unvorhergesehene Ereignisse – wie einen Ausfall einzelner Maschinen, Mitarbeiter oder Werkzeugen – reagieren können, hilft ein grafischer Leitstand, per Drag & Drop die Kapazitäten so effizient wie möglich einzusetzen.

Die neue Lösung umfasst zudem Funktionalitäten zur Betriebsdatenerfassung. So ließen sich zwei Leitsätze des Automobilzulieferers umsetzen: Keinen Fehler weitergeben sowie eine papierlose Fertigung. Durch die Buchung und Prozessverriegelung am Arbeitsplatz wird jetzt die Weitergabe ausschließlich fehlerfreier Materialien an den Folgeprozess gewährleistet. Darüber hinaus werden alle relevanten Informationen zur Fertigung am Arbeitsplatz visualisiert und lösen die alten Auftragspapiere ab.

Copyright Titelbild: © Eisenhans / Fotolia

Zurück