SAP DMC Shop Floor Designer: Die Schaltzentrale der Zukunft?

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Bei der SAP Digital Manufacturing Cloud (DMC) handelt es sich um mehr, als „nur“ ein weiteres Manufacturing Execution System (MES), auch wenn es von vielen als der Nachfolger der SAP Manufacturing Suite gesehen wird. Ein Grund dafür ist der DMC Shop Floor Designer.

Unternehmen arbeiten heute bereits mit durchgängigen End-to-End-Prozessen, stehen aber im Rahmen ihrer Digitalisierungsstrategie häufig vor der Herausforderung, existierende IoT-Plattformen, Linien, Robotiksysteme und Maschinen auf dem Shopfloor und weit darüber hinaus so zu vernetzen, dass eine einheitliche und übergreifende Prozessorchestrierung möglich wird.

Besonders wenn Maschinen in gewachsenen Umfeldern über unterschiedlichste Schnittstellen verfügen, wird es zunehmend schwieriger, die Maschinensteuerung zentral zu organisieren. SCADA-Systeme (Supervisory Control and Data Acquisition Systeme) unterschiedlichster Anbieter liefern hier einen – in der Reichweite begrenzten, Lösungsansatz.

Vermehrt wird eine Plattform gesucht, über die Systeme und Maschinen jeglicher Art und Kommunikation angebunden, gesteuert und orchestriert werden können. Der DMC Shop Floor Designer könnte eine Lösung dafür sein.

Was ist der SAP DMC Shop Floor Designer?

Der Shop Floor Designer ist ein Bestandteil der SAP Cloud-Lösung Digital Manufacturing Cloud. Er stellt ein Tool für die zentrale Prozessmodellierung, Orchestrierung und Überwachung im Unternehmen dar.

Sämtliche End-to-End-Geschäftsprozesse eines Unternehmens – und diese sind explizit nicht auf die Produktionsprozesse beschränkt – können damit in einem grafischen und intuitiv bedienbaren Tool mithilfe von Business Process Model and Notation (BPMN) modelliert werden.

Alle Systeme und Maschinen, die an diesen Prozessen beteiligt sind, können zum Beispiel über SAP PCo (Plant Connectivity) oder diverse, moderne IoT-Kommunikationsprotokolle an SAP DMC angebunden werden.

Die wichtigsten Vorteile und Funktionen: Zentrale Steuerung

Nur ein Vorteil des Shop Floor Designers ist die zentrale Modellierung und Orchestrierung der Produktionsprozesse. Anstatt unterschiedliche Maschinensteuerungen parallel im Einsatz zu haben, kann über dieses Tool die Steuerung der Maschinen zentral übernommen werden. Vor allem die IT-Abteilung im Unternehmen kann dadurch Kosten und Zeit einsparen.

Die Prozessorchestrierung des Shop Floor Designers ermöglicht es, einzelne Prozessschritte automatisiert auf den am Prozess beteiligten Systemen und Maschinen auszuführen, ohne dass eine weitere (manuelle) Interaktion notwendig ist. Auch ist es möglich, bedingte Prozessverzweigungen zu definieren, die ausgewählt werden sollen, wenn Fehler in den Prozessen auftauchen. Anhand der Daten, die während der Prozessausführung entstehen, kann der Geschäftsprozess dynamisch gesteuert werden.

Der Shop Floor Designer geht aber über die reine Orchestrierung, Verteilung und Ausführung hinaus und bietet mit dem Production Process Monitor umfangreiche Funktionen zur Überwachung des End to End Prozesses.

Abschließend noch ein Blick in die Zukunft: bereits heute ist es möglich mit den SAP SFD nicht nur Prozesse auf dem Shopfloor, sondern entlang des kompletten, SAP gestützten, SCM Prozesses zu orchestrieren und auszuführen. Zukünftig wird der SAP Shop Floor Designer vom DMC ausgehend mit allen Teilen des Design to Operate Prozesses vernetzt sein und sich zum übergreifenden SAP Werkzeug für die Orchestrierung von Prozessen und Resourcen entlang der Wertschöpfungskette entwickeln. Hierbei werden in Zukunft nicht nur SAP basierte System integriert werden können, sondern ebenso auch 3rd Party.

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