Rückblick LogiMAT 2019

Investitionen in Großprojekte können im Kleinen starten

Die LogiMAT, internationale Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement – Heimat aller Supply Chain Manager – feierte just ihren 17. Geburtstag. Da lohnt sich doch ein Blick zurück: Die erste LogiMAT fand 2003 als Internationale Fachmesse für Distribution, Material- und Informationsfluss, organisiert von der EUROEXPO, in Stuttgart statt. Es waren etwa 150 Aussteller vor Ort. Einhundertfünfzig! Rund 10.000 Quadratmeter standen zur Verfügung. Seither hat sich einiges geändert.

Dieses Jahr mussten Kollegen von mir weit weg vom Messegelände auf dem Randstreifen einer Landstraße parken, um einige Kilometer über die Wiesen zum Eingang der ersten Halle zu gelangen – so gut besucht war die Messe. Die Zahlen, die ich dazu finde, bestätigen das: 1.624 internationale Unternehmen auf beachtlichen 120.000 Quadratmetern begrüßten über 62.000 internationale Besucher in 10 Hallen. Der jetzige Messeveranstalter, die EUROEXPO Messe- und Kongress-GmbH, spricht davon, dass knapp 43 Prozent der Besucher Investitionsabsichten hatten. Darüber müssen wir sprechen.

Vor der Investition kommt die Planung

Investition ist nicht gleich Order. So einfach ist es nicht. Ein kleines Beispiel: Die AutoStore A/S, Anbieter von automatischen Lagersystemen, präsentierte auf der LogiMAT 2019 erstmals die neue Produktlinie BlackLine. Diese Edition unterscheidet sich von der vorherigen durch ihre auffällige schwarze Farbe und in der Größe, weil die Behälter innerhalb des Roboters liegen und somit größer sind. Diese Edition fällt auf, auch weil die BlackLine doppelt so schnell arbeitet. Und da das System prädestiniert ist für Lagerhallen mit engen Platzverhältnissen und ich niemanden kenne, der dieses Problem nicht hat, standen die Leute Schlange am Stand von AutoStore und hatten 1000 Fragen. Denn wo sollen sie anfangen? Das Lager platzt aus allen Nähten, das AKL AutoStore bietet eine komfortable Möglichkeit.

So wie die IT Daten sammelt, sammeln Menschen Informationen. Und zwar auf Messen. Sie stellen ihre Anforderungen und hinterfragen Lösungen. Wer kümmert sich um die Hardware? Wer ist der richtige Software-Partner? Welche Voraussetzungen braucht mein Unternehmen, um Digitalisierung erfolgreich umsetzen zu können? In einem Projekt beteiligen sich am Ende unzählige Dienstleister und diese müssen nicht nur sinnvoll und erfolgreich orchestriert werden, sondern die Investition darf auch nicht das Budget der Geschäftsleitung sprengen. Einen ungefähren Plan kann man sich von den Unternehmen beschaffen, die bereits eine ähnliche Implementierung durchgeführt haben. Oder man vertraut Unternehmen und Menschen, die sich mit Projekten dieser Art seit Jahren beschäftigen. Und diese findet man einmal pro Jahr geballt auf der größten Fachmesse für Intralogistik-Lösungen und Prozessmanagement – eben der LogiMAT.

Die eigentlichen Botschaften

Die LogiMAT ist eine hervorragende Plattform, um alle Fakten, Ideen und Informationen geballt auf einer einzigen Grundfläche zu bekommen und daraus seinen Schluss zu ziehen. Das wichtigste, was wir unseren Besuchern am Stand mitgeben, ist, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Aus diesem Grund haben sich viele unserer Gespräche auf der Messe auch um Strategie, Beratung und die Unterstützung über den gesamtem Lifecycle der Software gedreht. Die Digitalisierung soll alle nach vorn bringen. Sie ist nicht nur eine unternehmerische, sondern auch eine gesellschaftliche Aufgabenstellung. Das bedeutet für uns, dass wir individuell für jeden Kunden eine Projektmethode, einen Fahrplan und eine individuelle Umsetzung erarbeiten. Denn jedes Unternehmen ist einzigartig.

Ich freue mich darauf, Sie auch 2020 wieder begrüßen zu dürfen.

Zurück