Prozess­dokumentation mit dem SAP Solution Manager 7.2

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Während die Digitalisierung betriebswirtschaftlicher und logistischer Prozesse sowie die damit verbundene Komplexität zunimmt, fällt es Unternehmen immer schwerer, einen Überblick über ihre IT-Systemlandschaften mit ihren Geschäftsvorfällen und Prozessen zu behalten.

Um den reibungslosen Ablauf von Geschäftsprozessen gewährleisten zu können, steigt die Bedeutung passender Methoden und Werkzeuge zur ganzheitlichen Prozessdokumentation und -überwachung.

Mit dem neuen Release 7.2 des SAP Solution Manager soll nun endgültig der Durchbruch als zentrale Management-Plattform für SAP- und Non-SAP-Systeme gelingen.

Eine der wichtigsten Neuerungen im SAP Solution Manager 7.2 ist das Prozessmanagement. Bei der Konzeption wurde Wert darauf gelegt, den Fachbereich und die IT möglichst nahe zusammenzubringen. Die Geschäftsprozesse lassen sich in einem webbasierten Tool in der Notationsart „Business Process Model and Notation 2.0 (BPMN 2.0)“ dokumentieren, um später einzelne Elemente eines oder mehrerer Prozesse daraus wiederzuverwenden.

BPMN-Diagramm Wareneingang Palette
BPMN Diagramm Wareneingang Palette

Der SAP Solution Manager 7.2 arbeitet in der Lösungsdokumentation mit einer sogenannten Solution (Lösung), die verschiedene Branches (Zweige) beinhaltet. Die Lösung repräsentiert ein Unternehmen, mit all seinen Systemen, Anwendungen und Prozessen. Hierzu zählen unter anderem ein Entwicklungszweig, ein Produktionszweig, ein Wartungszweig und ein operationaler Zweig. Jeder Zweig hat eine eigene Funktion und repräsentiert eine Version der Lösungsdokumentation mit ihren Prozessen, Bibliotheken und Systemen.

Soll Ist Vergleich Systemskizze
Soll Ist Vergleich Systemskizze

Der Produktionszweig repräsentiert die produktive Lösung mit allen aktuellen und gültigen Prozessen. Der operative Zweig stellt ein Abbild der Produktion dar und dient als Basis für die Konfiguration verschiedener Monitoring-Szenarien.

In den Bibliotheken werden zunächst alle Prozessschritte mit ihren ausführbaren Einheiten, Dokumentationen und Schnittstellen hinterlegt. Die Bibliotheken bieten weiterhin die Möglichkeit, Entwicklungs- und Konfigurationsobjekte abzulegen.

Aus diesen Objekten lässt sich nun ein vollständiger Prozess zusammensetzen. Bei der Prozessdokumentation gibt es drei wichtige Organisationseinheiten. Das Szenario ist die oberste Organisationseinheit zur Gliederung logisch zusammengehöriger Prozesse. Der Prozess wiederum, bündelt einzelne Prozessschritte als kleinste zerlegbare Einheit.

Nach erfolgter Zuordnung der einzelnen Objekte zu einem Prozess kann mit der Modellierung des BPMN-Diagrammes im integrierten grafischen Editor begonnen werden.

BPMN-Diagramm Warenausgang Regal
BPMN-Diagramm Warenausgang Regal

Nach abgeschlossener Modellierung liegen die Prozesse nun mit allen benötigten Teilschritten, Datenobjekten, Dokumentationen und, falls vorhanden, Schnittstellen vor.

Die dokumentierten Geschäftsprozesse lassen sich voll integriert in anderen Teilbereichen des SAP Solution Manager 7.2 weiterverwenden. Es gibt beispielsweise Integrationen in das Change Control Management (Verwaltung von Änderungen), das Test Management oder in das Geschäftsprozessmonitoring.

Nutzen Sie die Stärken des neuen SAP Solution Manager 7.2 und bringen Sie frischen Wind in Ihre Prozesslandschaft.

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