Mobile Datenvisualisierung: Qlik Sense begeistert Anwender und BI-Entwickler

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In meinem ersten Projekt mit Qlik Sense für einen Industriekunden fanden sich alle klassischen Anforderungen an ein schlagkräftiges BI-Instrument wieder: Verwendung einer zentral entwickelten Applikation auf mobilen Endgeräten verschiedener Formate, dynamische KPI-Erweiterung ohne zusätzlichen Entwicklungsaufwand und nicht zuletzt ein hochentwickelter Self-Service BI-Gedanke mit dem Imperativ: Ein Endnutzer muss in der Lage sein, mit dem Tool eigene Auswertungen zu durchzuführen und mit anderen Benutzern zu teilen.

Aus Entwicklersicht bestehen auf den ersten Blick sichtbare Unterschiede zwischen Qlik Sense und dem Schwesterprodukt QlikView: Qlik Sense ist vollständig browserbasiert. Das weiter vorangetriebene Konzept globaler Entwicklung beinhaltet nun die Möglichkeit, neben Applikationsobjekten und Variablen auch Kennzahlen und Dimensionen sowie Datenbankverbindungen und physische Pfade an zentraler Stelle zu definieren und zu verwalten – ein klarer Vorteil hinsichtlich des Wartungsaufwands, sollten später Änderungen notwendig werden.

Noch wichtiger jedoch sind die Unterschiede im Frontend: Objekte werden in Qlik Sense automatisch skaliert, so dass Applikationen auf allen denkbaren mobilen Endgeräten laufen. Durch Emulationen in den Browsern verschiedener Endgeräte behält der Entwickler stets die Ansicht unterschiedlicher Formate im Blick. Der Self-Service Gedanke wurde durch eine Community weiterentwickelt, in der alle für die Applikation berechtigten Nutzer persönliche Objekte miteinander teilen können, sowie durch die Aufteilung in Dimensionen und Kennzahlen an der Oberfläche.

Zudem besinnt sich Qlik Sense im Vergleich zu QlikView einer einfacheren Funktionalität. Das Wegfallen von Event-Triggern, Objektüberlagerungen und vielen Aktionen zur Arbeitsblattsteuerung stellt sich in mehrfacher Hinsicht als ein nutzenbringender Weg heraus: Zum einen bedeutet der Mut zur Einfachheit an der Oberfläche eine Fokussierung auf die wesentlichen fachlichen Fragestellungen – ein Umstand, der idealerweise immer vorherrschen sollte und nun technologisch unterstützt wird. Zudem sollten Auswertungen immer auf den ersten Blick nachvollziehbar sein. Solche Lösungsansätze werden durch die Funktionsweise von Qlik Sense gefördert.

Reichen die Standardfunktionen von Qlik Sense dennoch nicht aus, kann bereits in diesem frühen Produktstadium auf eine sehr umfangreiche Open Source Community mit Extensions zurückgegriffen werden – oder man entwickelt die Objekte und Web-Umgebung über Extensions und Mashups selbst. Die Individualisierungsmöglichkeiten sind mit Qlik Sense deutlich gestiegen.

Hinter Qlik Sense verbirgt sich ein anderes Denkschema als hinter QlikView – sowohl für den Entwickler als auch den Benutzer. Wer sich auf die schlankere Erscheinungsform einlässt, profitiert von kürzeren Entwicklungszeiten und schafft Anwendungen, die verständlich sind – das erhöht die Transparenz und Nutzerakzeptanz. Zusätzlich bieten Mashups und Extensions reichhaltige Möglichkeiten für die Individualisierung hinsichtlich Optik und Funktionalität.

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