Mit diesen Tools holen Sie mehr aus Ihren Daten heraus

Self Service BI

Mann vor KPI Dashbaordwand
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Die Auswertung und Interpretation von Unternehmensdaten war in der Vergangenheit ein komplizierter Vorgang, der auch im Hinblick auf die Technik einige Tücken bot. Ausgehend von Microsoft Excel entstanden aber Programme, die Business Intelligence deutlich komfortabler machen.

Ab einer gewissen Größe funktioniert heute kein Unternehmen mehr ohne ein ERP-System. Dieses hilft dabei, den Überblick über die komplexen Geschäftsprozesse zu wahren und sorgt für reibungslose Abläufe. Aber auch ERP-Systeme kommen an ihre Grenzen, beispielsweise bei der Auswertung der erfassten Daten. Sie bieten zwar grundsätzliche Möglichkeiten – unter anderem Umsatzberichte, kurzfristige Erfolgsrechnungen oder Renner-Penner-Analysen – bleiben aber zumeist an der Oberfläche. Ähnliches kann man über Data Warehouse-Systeme (DWH) sagen, die Berichte und Dashboards ausgeben, aber nicht die benötigte Tiefe bieten.

Anwender, die weitere Informationen aus ihren Daten gewinnen möchten, sind häufig nicht in der Lage, die nötigen Anforderungen in ERP- und Data Warehouse-Systemen zu definieren. Um die hier schlummernden Potenziale zu nutzen, wird eine flexible Datenauswertung benötigt. Diese sollte auch in der Lage sein, weitere Datenquellen, die noch nicht in den bestehenden Systemen vorhanden sind, auf mögliche Auswertungspotenziale zu untersuchen. Die Lösung hierfür ist ein Self Service Tool für die Auswertung der Unternehmensdaten.

Einfache Handhabung komplexer Gegenstände

Self Service BI bedeutet, dass das System in einer Weise gestaltet ist, die es dem Anwender erlaubt, die für einen Report benötigten Anforderungen selbst zu konzipieren und zu implementieren. Was verbirgt sich aber hinter dem Begriff Self Service? Es geht um die Lösung eines grundlegenden Problems, vor dem Unternehmen bei der Auswertung und Deutung ihrer Daten stehen: Welche Daten von Bedeutung sind und was man möglicherweise aus ihnen lesen kann, weiß nur die Fachabteilung. Diese ist aber mit der Aufbereitung der komplexen Statistiken überfordert. Dem Techniker, der dies beherrscht, fehlt wiederum das Wissen über die Unternehmensdaten. Für die Erstellung aussagekräftiger Grafiken und Trends – aus denen dann die tatsächlichen Informationen gewonnen werden können – wird möglicherweise ein dritter Mitarbeiter benötigt, der über das entsprechende Know-how verfügt.

Daraus ergeben sich folgende Anforderungen an Self Service Tools:

  • Sie machen es auch Nicht-Technikern möglich, Daten zusammenzubringen.
  • Grafiken können auf Basis von Vorschlägen mit einem Knopfdruck erstellt werden.
  • Sie bieten Austauschmöglichkeiten für die Mitarbeiter.
  • Eine hohe Performance ist auch bei Experimenten mit Daten gegeben.

Self Service beginnt mit Microsoft Office

Das wohl bekannteste Programm, das man als Self Service Tool für die Business Intelligence bezeichnen kann, ist Microsoft Excel. Da ein größerer Aufwand nötig ist, um neue Systeme in das DWH zu integrieren, nutzen Fachabteilungen in einem ersten Schritt häufig das bekannte Tabellenkalkulationsprogramm. Einige Gründe sprechen tatsächlich für Excel: Es ist extrem flexibel und kann eine große Anzahl Daten anbinden. Wer es beherrscht, kann mit Excel-Formeln und Grafiken viel aus dem Programm herausholen, ohne SQL einsetzen zu müssen.

Trotz aller Argumente, die für Excel sprechen, gibt es andere Systeme, die speziell für den Anwendungszweck Self Service BI entwickelt wurden und durch andere Vorteile überzeugen wollen. Zu diesen gehören Microsoft Power BI, QlikView von Qlik und IBM Watson. Echte BI-Tools wie diese bieten zumeist ein In-Memory-Datenmodell, das mit wenigen Klicks befüllt wird, Verbindungen zwischen verschiedenen Daten herstellen kann und Vorschläge für Grafiken und Auswertungen bietet. Dabei müssen sie gar nicht in Konkurrenz zu ihrem Urahnen stehen, denn auch Excel entwickelt sich weiter. Mittlerweile ist die Datenmodellierung von Power BI Desktop in das Office-Programm integriert, wodurch sich der Kreis der BI-Systeme schließt.

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