Microsoft HoloLens: Die Cyber-Revolution

Einsatzszenarien von Mixed-Reality-Brillen

Die Microsoft HoloLens öffnet das Tor in eine faszinierende Einkaufswelt: Interaktionen mit Hologrammen und Shopping-Events versprechen ein Einkaufserlebnis der Superlative. Ein Bericht über Einsatzszenarien, die dem Kunden das Besondere bieten.

Digitale Einkaufserfahrungen beschränken sich heute in erster Linie auf Interaktionen mit Endgeräten wie Smartphones, Tablets oder Display-Installationen in Filialen. Mensch und Technologie sind klar voneinander getrennt und können sich lediglich gegenseitig ergänzen. Das könnte in der Shopping-Welt von morgen ganz anders aussehen: Smart Glasses ermöglichen eine Mixed Reality Experience, in der Menschen, Orte und Objekte der realen Welt mit einer virtuellen Wirklichkeit nahtlos verschmelzen.

Keine Frage: Diese technologische Entwicklung eröffnet ein großes Potenzial für Einsatzszenarien im stationären Handel. Insbesondere die Microsoft HoloLens verspricht durch Interaktionen mit Hologrammen und der Visualisierung von digitalem Content bahnbrechende Einkaufserlebnisse.

Smart Glasses wie die HoloLens eröffnen innovative Möglichkeiten für neue Einkaufserlebnisse. © SALT Solutions

Der Einkauf als Event

Shopping-Events, bei denen mehrere Personen mit der HoloLens kollektiv in ein gemeinsames Einkaufserlebnis eintauchen, könnten zukünftig hoch im Kurs stehen und dem stationären Einzelhandel ein Comeback verschaffen. Interessant ist das unter anderem für die Modebranche: Würde die Microsoft HoloLens einen virtuellen Laufsteg in den Verkaufsraum projizieren, brächte sie vermutlich nicht nur den Fashion-Lifestyle der großen Modemetropolen in die Kleinstadt-Filiale, sondern auch zahlende Kundschaft.

Dabei hätte der Kunde durch die Nutzung der Microsoft HoloLens die Möglichkeit, Produkte aktiv mitzugestalten und so sein Einkaufserlebnis selbst zu designen. Als sogenannter Prosumer könnte er Modekollektionen seinen Wünschen entsprechend in Echtzeit anpassen oder neu entwerfen. Dies ginge über bisherige Anwendungsfälle deutlich hinaus: Nicht nur Farben, Schriftzüge und Materialien könnten Konsumenten mit der Cyberbrille individualisieren, sondern auch Schnitte.

In Kombination mit 3D-Druckern gehen die Einsatzmöglichkeiten der HoloLens sogar noch ein Stück weiter. Über die Mixed-Reality-Brille könnte der Kunde ein Kleidungsstück scannen oder mit Hilfe von Produktkonfiguratoren als 3D-Modell neu entwerfen und direkt in der Filiale ausdrucken. Vorgemacht haben es Entwickler von Videospielen, die bereits seit vielen Jahren mit 3D-Programmen erstaunlich wirklichkeitsgetreue Kostüme für Avatare und Filmfiguren entwickeln.

Verbesserte Nutzerführung

Vom reinen Erlebnisaspekt abgesehen, könnte Mixed Reality eine maßgebliche Rolle bei der Kaufentscheidung spielen. Selbst der Verwendungszweck von Produkten, die Kunden im Laden normalerweise nicht ausprobieren können, lässt sich mit der Microsoft HoloLens in der Filiale realitätsnah simulieren. Denkbar sind spektakuläre Hologramme in Outdoor-Geschäften: Ein Kajak in einem virtuellen Gebirgsfluss, die Kletterausrüstung am Mount Everest oder das Snowboard auf der Piste – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Mixed Reality kann Einkaufen aber auch einfach nur bequemer machen und die Nutzerführung im Einkaufsprozess erleichtern. Beim Bummel im Einkaufsladen könnten sich Kunden Preise und Produktinformationen ganz einfach über die HoloLens anzeigen lassen, ohne die Ware aus dem Regal nehmen zu müssen. Ganz nebenbei ließe sich das anvisierte Produkt mit anderen Artikeln im Internet vergleichen und die Navigation zur nächstgelegenen Kaufhaus-Kasse einblenden.

 

Einblendung virtueller Regale mit Hilfe der HoloLens.

Forschung an IT-Lösungen

Weit entfernte Zukunftsvisionen? Keineswegs. Die letzten Jahre haben gezeigt: Der Handel befindet sich in einem kontinuierlichen Veränderungsprozess, der parallel zu den Umsatzsteigerungen der technischen Entwicklungen verläuft – vom stationären Handel über den E-Commerce bis zur Shopping-App auf dem Smartphone. Die ausgezeichnete User Experience der HoloLens könnte schon bald den nächsten Meilenstein in der digitalen Entwicklung des Handels setzen.

Grund genug für SALT Solutions, sich mit den Einsatzmöglichkeiten der HoloLens genauer auseinanderzusetzen und das Realitäts-Virtualitäts-Kontinuum im Handel zu durchbrechen. In Zusammenarbeit mit der TU Dresden werden die Experten von SALT Solutions in den nächsten Monaten an Mixed-Reality-Ansätzen arbeiten. Erste Einblicke in die IT-Lösungen präsentiert SALT Solutions live auf der LogiMAT und EuroShop 2017.

Copyright Titelbild: © SALT Solutions

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