Industrie 4.0, Internet of Things: Quo vadis Handel und Logistik?

Die zunehmende Einführung von Cloud & Services wird massiv durch die Hersteller von operativer Software betrieben. Angefangen von alltäglichen Softwareprogrammen wie den Microsoft Office Paketen bis hin zu komplexesten Systemen wie InMemory Datenbanken (SAP HANA) werden zukünftig nur noch eingeschränkt lokale Installationen von Softwareprogrammen verfügbar sein.

Die weitere Entwicklung von Software und die derzeitig stattfindende Migration in die Cloud der etablierten Systeme ist von einem entscheidenden Punkt getrieben: Mit der Bereitstellung der Cloud und IPv6 erlangen Softwarehersteller die Hoheit über den Betrieb zurück – und somit die Ausfallsicherheit, Servicegrad, Verfügbarkeit, Skalierbarkeit ihrer Softwareprogramme. Damit ist der Betrieb nicht mehr von den Fähigkeiten und Systemumgebungen der jeweiligen Nutzer abhängig.

Softwaresysteme, die auf diese Basis-Technologien aufsetzen, sind gezwungen, in die Cloud zu folgen oder sind ohne Einbindung derer nicht mehr leistungsfähig. Datenschutzrelevante Themen, die gerade in Deutschland und der EU kontrovers diskutiert werden, spielen für die Hersteller dabei weitgehend keine Rolle, sondern werden als Aufgabenstellungen der jeweiligen nationalen Behörden oder Nutzer angesehen bzw. durch weitreichende Haftungsregelungen umgangen oder abgesichert.

DIESE ENTWICKLUNG ALS CHANCE ZU NUTZEN, IST NOTWENDIG

Vor dem Hintergrund der weiteren Digitalisierung der Wirtschaft, die bis Ende 2020 für den Handel mit 75 Mrd. USD und die Logistik mit einem Investitionsvolumen von 100 Mrd. USD bewertet wird, werden gerade in diesen Segmenten der Innovationsgrad und die unternehmensübergreifende automatisierte Zusammenarbeit entscheidende Wettbewerbsvorteile bilden. Die unter diesem Investitionsvolumen bezeichneten Themen werden allgemein durch die Sammelbegriffe Industrie 4.0 und Internet of Things (IoT) zusammengefasst. Sie werden abgesichert durch die IT mit einem Investitionsvolumen von allein 100 Mrd. USD.

Der Innovationsbedarf konkret im Handelsumfeld hängt überwiegend mit der Generierung und Kombination neuer Absatzwege und Servicestrukturen zusammen, die wir aktuell noch unter dem Begriff Multichannel oder Omnichannel zusammenfassen. Sie werden kombiniert mit Big Data und Data Mining Lösungen, die es ermöglichen, das Motto, dem Kunden den Wunsch von den Augen ablesen, in alle Absatzwege zu transferieren – auch in die virtuellen.

Die Logistik als Folgebranche dieser Entwicklungen steht damit vor herausfordernden Aufgaben. Vertikale Service- / Logistikdienstleistungen werden kombiniert mit horizontalen Logistikketten und in dieser Entwicklung massiv gefordert. Die innovativen Geschäftsmodelle in der Logistik werden diese Leistungen als Grundlage ihrer Services in die eigene Servicestruktur integrieren und mit zusätzlichen Dienstleistungen, zum Beispiel Services bei Predictive Maintenance oder mit Predictive Routing, Mehrwert für sich und ihre Kunden erreichen.

Gemeinsam mit unseren Kunden gestalten wir diese Veränderungsprozesse aktiv mit und sichern somit für unsere Kunden und Partner Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit.

Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen.

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