Industrie 4.0 auf der Hannover Messe - SAP Manufacturing Execution live

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Produktion und die IT wachsen zusammen. Wie man mit Industrie 4.0 mehr Qualität und Effizienz erzielen kann, haben Festo, Elster und SAP auf der diesjährigen Hannover Messe präsentiert. Sowohl Mitarbeiter als auch Maschinen und Produkte kommunizieren dabei  im sogenannten Internet der Dinge. Die Open Integrated Factory, eine Co-Innovation von Festo Didactic, Elster und dem SAP Co-Innovation Lab zeigten, wie Werkstücke die Maschinen informieren und auf welche Weise sie zu bearbeiten sind.

Das Interesse an dem Showcase zum Anfassen auf dem SAP-Stand war enorm. Täglich drei organisierte Besucher-Touren zu Industrie 4.0 führten die vielen Interessenten über den Stand.

Die Anlage verknüpft Produktion und IT zu einem intelligenten Fertigungssystem, das sich mit SAP-Technologie und -Anwendungen selbständig steuert. Die Produkte, die in der Open Integrated Factory bearbeitet werden, beziehen ihre individualisierten Produktionsdaten mit Hilfe von RFID direkt aus der Auftragsverwaltung und geben sie an die einzelnen Bearbeitungsstationen der Produktionsanlage weiter. Sie beauftragen also selbstständig ihre eigene Verarbeitung und ermöglichen damit einen hohen Grad der Individualisierung. Kundenindividuelle Produkte könnten damit – sogar in Einzelfertigung – schnell und kostengünstig hergestellt werden.

Die integrierten Anwendungen SAP ERP und SAP Manufacturing Execution (SAP ME) kommunizieren über direkte Schnittstellen mit der Produktionsanlage. Der Einsatz von Leitrechnern als Vermittlungsebene zwischen Auftragsverwaltung und Produktionsanlage ist nicht mehr zwingend nötig, doppelte Datenhaltung und inkonsistente Datenbestände können entfallen.

INDUSTRIE 4.0: MASCHINE SIGNALISIERT WARTUNGSBEDARF

Auch Wartung und Qualitätssicherung funktionieren in dieser Anlage vollautomatisch. Eine weitere Co-Innovation von Harting, ifm und SAP zeigt ein intelligentes Instandhaltungs- und Wartungsszenario mit einer vorhersagenden Analysefunktionalität, durch deren Hilfe sich Fehler in technischen Anlagen identifizieren lassen, bevor es zu Ausfällen kommt.

Sensoren nehmen kontinuierlich Diagnose, Fehler- und Serviceinformationen auf und leiten sie an die unterschiedlichen IT- und Anlagenkomponenten weiter.  Ermöglicht wird die nahtlose Integration von Anlagen- und Automatisierungstechnik mit Prozesssteuerung und Auftragsverwaltung durch den Einsatz offener, konfigurierbarer Systeme und Kommunikationsstandards.

BI IN VERBINDUNG MIT INDUSTRIE 4.0

Unser MES-Team hat dazu am Stand ein Auswerte- und Analyse-System installiert, mit dem man online die an der Anlage erfassten Daten analysieren konnte.  Auftragsfortschritt, Maschinenauslastung, Unterbrechungen und Fehler zeigten den aktuellen Status der Anlage. Durch solche BI-Anwendungen kann die volle Transparenz der Fertigung erzeugt werden. Operativ kann dadurch kurzfristig auf Störungen reagiert werden. In Langzeitauswertungen können systematische Fehler und Abhängigkeiten erkannt und gezielt verbessert werden. Diese Informationen steigern die Effizienz in der Fertigung nachhaltig.

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