Meine Ausbildung: Fachinformatiker für Systemintegration

In meiner Ausbildung zur Fachinformatikerin Systemintegration sitze ich in unserem internen IT-Service. Kollegen können sich bei technischen Fragen aller Art an uns wenden. Wir sind nämlich für die komplette Hard- und Softwareinfrastruktur zuständig und sorgen vor allem für eine stabile Arbeitsumgebung. In den vergangenen Jahren haben wir Programmabstürze zum größten Teil manuell dokumentiert.

Mittlerweile läuft das alles vollständig automatisiert ab – und daran war ich nicht ganz unbeteiligt. Im IT-Service bekamen wir jeden Tag eine Meldung, ob auf einem Rechner ein Programm abgestürzt ist. Wir suchten nach dem jeweiligen Programmabsturz und haben dann den Absturznamen, Datum, Rechnername und Username manuell in eine Excel Tabelle eingetragen, damit auch eine graphische Darstellung möglich war. Das war nicht nur sehr zeitaufwendig, es kam auch noch zu Fehlern.

POWERSHELL, SPLUNK UND EINE DATENBANK VERÄNDERN EINFACH ALLES

Als Systemintegrator lerne ich in der Schule die Script-Sprache PowerShell. Das war für mich ein wesentlicher Grundbaustein. Mit PowerShell schrieb ich ein Script, das die Programmabstürze automatisch in unser Netzlaufwerk verschiebt und ermittelt, um welchen Absturznamen es sich dabei handelt. Damit auch automatisch alles fehlerfrei verläuft, habe ich eine Abfrage integriert, die den Kopiervorgang überprüft.

PowerShell kann aber auch den Rechnernamen, das Datum und vieles mehr auslesen und als E-Mail versenden. Die ausgelesenen Daten nur als E-Mail zu erhalten, hat mir aber auch nicht gereicht. Ich wollte es vollständig automatisiert haben.

Für das weitere Vorgehen habe ich mich mit meinem Tutor zusammengesetzt. Er erklärte mir das Prinzip einer Datenbank. Mit Hilfe einer Datenbank lassen sich große Datenmengen effizient speichern. Auch PowerShell kann die ermittelten Daten in eine Datenbank einlagern. Somit können wir uns in Zukunft das manuelle Eintragen in eine Excel-Tabelle sparen.

Damit war die Excel-Liste so gut wie ersetzt. Doch die Daten sollten ja auch grafisch dargestellt werden können. Um diese Anforderung zu erfüllen, habe ich die Datenbank noch mit der Software Splunk und dem DB Connector verknüpft.  Eine grafische Darstellung und Auswertung ist nun damit möglich. Jetzt kann ich vollautomatisch nach den Abstürzen der letzten 30 Tage suchen und diese in einer PDF-Datei graphisch dargestellt wöchentlich versenden.

DAS ERGEBNIS KANN SICH SEHEN LASSEN

Somit wissen wir, welche Software und Treiber wir am dringendsten überprüfen und aktualisieren müssen. Wenn ein Rechner viele Abstürze vorweist, können wir dementsprechend vorgehen und sorgen damit für eine stabile Arbeitsumgebung. All das läuft jetzt vollständig automatisiert im Hintergrund ab und es kommt nicht mehr zu Fehlern durch Error Handling.

In der Zeit bei SALT Solutions konnte ich mir bereits viele Kenntnisse aneignen. Die Arbeit macht mir unglaublich viel Spaß und ich freue mich auch auf die zukünftigen Projekte, die mich erwarten.

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