Erfolg im E-Commerce mit Business Intelligence

Intelligente Datenanalyse

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Noch nie war es so einfach wie heute, an Daten zu kommen. Doch Daten haben nur dann einen Wert, wenn sie von geeigneten Business Intelligence-Systemen aufbereitet und in einen sinnvollen Kontext gestellt werden. Wir verraten Ihnen, welche Informationen Sie im E-Commerce weiterbringen.

Haben Sie jemals darüber nachgedacht, ohne Scheinwerfer Auto zu fahren? Bestimmt nicht. Wenn Sie allerdings Ihr Unternehmen ohne Datenanalyse betreiben, dann ist das mit einem Blindflug bei Tempo 100 durchaus zu vergleichen. Sie fahren einfach drauflos, ohne genau zu wissen, was vor Ihnen liegt und welches Ziel Sie verfolgen. Denn Sie sind nur dann in der Lage, geradeaus zu fahren, wenn Sie den Wettbewerb klar vor sich sehen.

Um Ihr Ziel geradlinig verfolgen zu können, benötigen Sie rechtzeitig valide Informationen. Sie sind die Grundlage für Ihre Entscheidungen und haben einen erheblichen Einfluss auf den Erfolg Ihres Unternehmens. Mit Business Intelligence (BI) kommen Sie einfach, schnell und zielführend an genau diese Informationen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein Ladengeschäft oder einen Online-Shop handelt.

Business Intelligence oder BI ist die Sammlung und Organisation geschäftsbezogener Daten, die ein System über einen bestimmten Zeitraum sammelt und sinnvoll darstellt. Durch die visuelle Aufbereitung sind die Daten einfach zu verstehen und dienen so als Grundlage für unternehmerische Entscheidungen.

Business Intelligence im E-Commerce

Es gibt einige BI-Berichte, die für die effiziente Ausführung eines E-Commerce-Geschäfts erforderlich sind. Die meisten Matrizen stimmen jedoch mit denen überein, die auch von allen anderen Branchen benötigt werden. Einige der wichtigsten E-Commerce-Berichte sind:

Top Performer: Die profitabelsten Werbekampagnen, Kunden, Segmente, Produkte und Vertriebskanäle.

Trendanalyse: Analyse von sich ändernden Kundenpräferenzen und -verhalten.

Margenanalyse: Kosten und Rentabilität von Produkten und Produktlinien. Bereiche, in denen die Margen erhöht werden können. Preissensibilität und Elastizität der Nachfrage.

Marketing Report: Im Warenkorb enthaltene Produkte, aufgegebene Warenkörbe, verwendete Suchbegriffe, die Resonanz auf den Newsletter usw.

Sales Report: Umsatzanalyse, Verkauf, Retouren, Steuern, Versand, Rückerstattungen, Rabattcoupons, Werbeangebote, Kreditkartensammlungen etc.

Inventur Reports: Verkaufte Artikel, verfügbare Mengen, nachbestellte Artikel, neue Artikel, Bestellungen in Auftrag und auf Bestellung, Inventar im Transitbestand und vieles mehr.

Management nach dem Ausnahmeprinzip

An einem typischen Tag besteht die größte Aufgabe eines Geschäftsführers darin, seine Zeit zu verwalten. Varianz- oder Ausnahmeberichte erleichtern es ihm, sich auf die Bereiche zu konzentrieren, die seine sofortige Aufmerksamkeit erfordern. Da Business Intelligence-Systeme solche Varianz- und Ausnahmeberichte erstellen, kann der Geschäftsführer Probleme frühzeitig identifizieren und einen weiteren Drilldown anstoßen, um die Ursache zu ermitteln.

Folgende BI-Tools eignen sich für die E-Commerce-Branche:

1. Dashboards

Das Konzept von Dashboards ist nicht neu ­– sie existieren bereits seit Jahrzehnten. Heute bieten sie aber ganz andere Funktionen, etwa die Drilldown-Funktion zur Verfeinerung der Analyse. Dashboards führen alle diversifizierten Informationen an einem Ort zusammen, sodass Manager eine globale Sicht auf den Unternehmensstatus haben und schnell Korrekturmaßnahmen einleiten können. Die Zeitersparnis ist für Manager damit einer der größten Vorteile von Dashboards.

2. Leistungsindikatoren bzw. Performance Scoreboards

Leistungsindikatoren messen das Ausmaß, in dem die Ziele des Unternehmens erreicht wurden. Sie heben die Bereiche hervor, die sofortiges Handeln und Monitoring erfordern. Über eine weitere Analyse der Anzeigetafeln können Manager die gesamte Kundengruppe und Produktlinie oder die einzelnen Produkte und Kunden identifizieren, bei denen die tatsächliche Leistung hinter den Erwartungen zurückbleibt.

3. Google Analytics

Das E-Commerce-Tracking-Modul von Google Analytics ist ein sehr mächtiges Instrument in der Hand eines E-Commerce-Managers. Mit Googles Analyse-Tool kann er die Richtung erkennen, in die sich das Unternehmen bewegt.

Zu den Daten, die den Benutzern zur Verfügung stehen, gehören:

  • der Gesamtumsatz
  • der durchschnittliche Bestellwert
  • die Conversion Rate
  • die Anzahl der einmaligen Käufe
  • die Anzahl der Transaktionen
  • die verkaufte Menge und
  • der Umsatz nach Produkten.

Auch wenn BI-Systeme den Weg zum Erfolg mit zielführenden Auswertungen ebnen können, kommt es letztendlich auf die Sichtbarkeit Ihres Unternehmens an. Diese hängt weitgehend von der eingesetzten E-Commerce-Plattform ab. Gewöhnlich haben benutzerdefinierte E-Commerce-Lösungen nicht nur eine eingeschränkte Berichterstattung, sondern sind auch nicht robust genug, um sich an wechselnde Marktgegebenheiten anzupassen. Deshalb sollten Sie von Anfang an genau überdenken, welche BI-Tools und -Lösungen sich für Ihr Unternehmen am besten eignen, um Ihre Daten optimal nutzen zu können.

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