Lagerverwaltungssystem im Schnellverfahren

Kärcher setzt auf SAP EWM

Blick ins Lager
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Für die Lagerverwaltung am neuen Standort in Rumänien entschied sich die Alfred Kärcher GmbH & Co. KG für SAP EWM. Das Projekt wurde in nur wenigen Monaten durchgeführt und beinhaltete auch die Schulung der Mitarbeiter vor Ort.

Es gibt Marken, die zu mehr werden als dem Namen eines Produkts oder eines Herstellers. Dann passiert es, dass Menschen eine Coke bestellen und damit eigentlich irgendeinen Softdrink meinen oder nach einem Tempo fragen, wenn sie ein Taschentuch benötigen. In eben dieser Liga ikonischer Marken spielt die Alfred Kärcher GmbH & Co. KG mit Sitz in Winnenden, Baden-Württemberg. Das 1935 von Alfred Kärcher gegründete Unternehmen beschäftigt heute mehr als  12.000 Mitarbeiter und ist Weltmarktführer für Reinigungstechnik. Wer hat nicht schon einmal mit einem der gelb-schwarzen Hochdruckreiniger ein Auto gereinigt?

Diese Marktstellung verdankt das Familienunternehmen seiner Innovationsstärke – Ende 2016 besaß das Unternehmen 569 aktive Patente – und der seit 1962 betriebenen internationalen Ausrichtung. Einer der neuesten Standorte befindet sich im rumänischen Curtea de Argeș, das nordwestlich der Hauptstadt Bukarest gelegen ist. Hier entstand ein völlig neuer Gebäudekomplex, der unter anderem Verwaltung, Produktion und Lager beinhaltet. Für die Verwaltung der Materialflussprozesse am neuen Standort fiel die Entscheidung auf SAP EWM.

Im rumänischen Curtea de Argeș befindet sich einer der neuesten Standorte von Kärcher. Für die Verwaltung der Materialflussprozesse fiel die Entscheidung auf SAP EWM.
Im rumänischen Curtea de Argeș befindet sich einer der neuesten Standorte von Kärcher. Für die Verwaltung der Materialflussprozesse fiel die Entscheidung auf SAP EWM.

Schritt für Schritt zum Wunschergebnis

Als langjähriger Partner war SALT Solutions Kärchers erste Anlaufstelle für die Einführung des Lagerverwaltungssystems. Nach dem Kick-off im März 2016 sollte der Go-live bereits im Juli desselben Jahres erfolgen. Um die für diese schnelle Durchführung nötigen Kapazitäten garantieren zu können, wurde die Implementierung des Systems in Rumänien in Zusammenarbeit von SALT Solutions und der KNAPP IT Solutions GmbH, einem Joint Venture von SALT Solutions und der KNAPP AG, durchgeführt.

Um die Umsetzung in so kurzer Zeit möglich zu machen, wurde eine mehrphasige Einführung vereinbart. Im Juli nahm das Projektteam somit die Grundfunktionalitäten in Betrieb, funktionale Erweiterungen und Optimierungen erfolgten dann sukzessive. Diese Art der Umsetzung wurde nur durch die enge Zusammenarbeit zwischen Kärcher und dem Projektteam möglich. Die Verantwortlichen beider Seiten trafen sich zu regelmäßigen Workshops und erarbeiteten die Spezifikationen des Projekts gemeinsam. So wurden die Prozesse und der Bedarf von Kärcher im Vorfeld ausführlich analysiert.

In der tatsächlichen Umsetzung bedeutete das, dass die Entwickler in der initialen Phase eine Version von SAP EWM installierten, die sich sehr nahe am Standardsystem orientierte. Danach wurden bis Juli 2016 erste Individualisierungen durchgeführt, die dann bereits zum Go-live zur Verfügung standen. Anschließend wurden weitere bussinessrelevante Prozesse nach Kärcher-Vorgaben angepasst und sukkzessive bis Ende 2016  im laufenden Betrieb operativ eingesetzt. In direktem Anschluss wurden dann 2017 mit den Erkenntnissen aus dem Produktivbetrieb in einer Optimierungsphase noch weitere Prozessverbesserungen umgesetzt.

Enge Zusammenarbeit trägt das Projekt

„Unsere Prozesse wurden schnell und reibungslos im SAP EWM umgesetzt. Dank der ausgezeichneten Zusammenarbeit verfügen wir jetzt über ein Lagerverwaltungssystem, das wir als Basis für weitere Implementierungen an anderen Standorten nutzen können“, erklärt Jürgen Vogel, Manager SAP Logistics bei der Alfred Kärcher GmbH & Co. KG. SAP EWM und die in diesem Projekt erarbeiteten Prozesse auch in Folgeprojekten an anderen Standorten nutzen zu können, war eine grundsätzliche Forderung, die Kärcher  an das Projektteam stellte.

Eine weitere Aufgabe war, dass das Team vor Ort in der Lage sein sollte, das Lager sechs Wochen nach dem Go-live selbstständig zu verwalten. Da alle Mitarbeiter nicht nur neu im Unternehmen waren, sondern auch den Umgang mit SAP EWM erlernen mussten, setzte das einen strukturierten Einarbeitungsplan mit enger Betreuung durch die Experten des Projektteams voraus. Vor diesem Hintergrund wurde ein spezielles Ausbildungskonzept erarbeitet, das die Mitarbeiter in die Bedienung und die Funktionen von SAP EWM einführte und sie in kürzester Zeit zum Umgang mit dem System befähigte. Dabei wurden sie von den Experten des Projektteams Schritt für Schritt an SAP EWM herangeführt.

Die Umsetzung war erfolgreich

Neben den kundenspezifischen Anforderungen an das System wurde ein Template-Ansatz verfolgt. Das EWM-System wurde an das bestehende SAP ECC 6.0.-System gekoppelt, wodurch eine durchgängige Verwaltung der Daten  ermöglicht wird. „Trotz des sehr engen Zeitrahmens konnte das Projektteam unsere Anforderungen zeitgerecht umsetzen. Die Produktion in unserem Werk in Rumänien konnte nicht nur rechtzeitig starten, auch unsere Mitarbeiter wurden hervorragend für ihre neue Aufgabe geschult“, so Vogel.

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