„Digitalisier­ung ist auf der LogiMAT überall zu finden“

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Während der LogiMAT 2019 sprachen wir mit Michael Ruchty, Projektleiter der LogiMAT bei EUROEXPO, über die wichtigsten Themen der Messe, die neusten Trends der Logistik und seine Pläne für die Entwicklung der Messe. Die LogiMAT ist auf Wachstumskurs, in diesem Jahr verzeichnet sie 250 Neuaussteller, gleichmäßig verteilt auf alle Bereiche. Das Interview führte Kerstin Stapelmann, Mitarbeiterin im Business Development von SALT Solutions, auf unserem Messestand.

Kerstin Stapelmann: Welche Rolle spielt das Thema Digitalisierung auf der LogiMAT?

Michael Ruchty: Es ist überall vertreten. Wenn Sie sich die Forenthemen anschauen oder auch die Vorberichterstattung, dann sind Digitalisierung und künstliche Intelligenz die beherrschenden Themen der LogiMAT 2019.

Stapelmann: Entwickelt sich denn auch die Ausstellerstruktur weg von der Hardware und hin zu Anbietern von Lösungskonzepten und Software?

Ruchty: Ja, aber das Analoge wird nicht wegfallen. Natürlich gibt es derzeit mehr Wachstum im Digitalen, denn da gibt es einen hohen Bedarf – gerade im klein- und mittelständischen Bereich. Aber auch in fünf Jahren werden noch Stapler und ähnliches in den Hallen stehen, denn sie werden natürlich bei der Umsetzung auch in Zukunft weiterhin benötigt.

Stapelmann: Wie spiegelt sich diese Entwicklung im Besucherverhalten wider?

Ruchty: Heute kommen die Besucher viel gezielter auf die Messe als noch vor fünf Jahren. Damals war es noch möglich, die LogiMAT als Ganzes zu besuchen. Heute geht ein Besucher, der auf der Suche nach einer Softwarelösung ist, gezielt in die Hallen 8 und 6. Wenn er ein Regal sucht, geht er in die Hallen 1, 3, 5 und 7. Die Messe ist inzwischen so groß geworden, dass Sie es nicht schaffen, sich an ein oder zwei Tagen die ganze Messe anzusehen. Und die Statistik zeigt, dass Besucher etwa eineinhalb Tage vor Ort sind.

Stapelmann: Welche Rolle spielt denn aus Ihrer Sicht dabei das Rahmenprogramm, das Sie anbieten?

Ruchty: Eine sehr wichtige Rolle. Das Rahmenprogramm der LogiMAT hat Kongressniveau. Wir haben in diesem Jahr über 30 Fachforen mit mehr als 130 Referenten. Die Foren sind in die Hallen integriert, frei zugänglich und nicht mit zusätzlichen Kosten verbunden. Das stellt auf jeden Fall einen Mehrwert dar und ist ein wichtiger Baustein des LogiMAT-Erfolges.

Stapelmann: Wie wird sich die LogiMAT als Marktplatz der digitalen Logistik in Sachen Hardware weiterentwickeln?

Ruchty: Auch, wenn die Hardware derzeit nicht das größte Wachstum für die LogiMAT verspricht, wird auch sie immer mehr von der Digitalisierung beeinflusst werden und eine wichtige Rolle einnehmen. Welche Schritte auf diesem Weg nötig sind und wie die Systeme in Zukunft miteinander verbunden werden, diese Themen werden uns in den nächsten Jahren beschäftigen.

Stapelmann: Gibt es Themen, die auf den Messen der letzten Jahre noch keine Rolle gespielt haben und jetzt aber immer präsenter werden?

Ruchty: Künstliche Intelligenz – als Teil der Digitalisierung – war zwar auch im letzten Jahr schon sichtbar, ist aber heute das Thema schlechthin. Außerdem sind Blockchain und Big Data die zentralen Themen der LogiMAT 2019.

Stapelmann: Wenn Sie als EUROEXPO etwas anders machen könnten in der Hallengestaltung, wo würden Sie sich mehr Fläche und mehr Möglichkeiten wünschen?

Ruchty: Überall. Es wäre toll, wenn wir Hallen mit Gummiwänden hätten, die man einfach nach außen schieben könnte. Das würde uns enorm weiterhelfen. Ansonsten bin ich überzeugt, dass wir auch in diesem Jahr eine Hallenstruktur geschaffen haben, die es dem Besucher ermöglicht, sich gut zurecht zu finden.

Stapelmann: Die LogiMAT zieht auch viele internationale Besucher an. Gibt es an dieser Stelle ein Wachstum?

Ruchty: Für 2019 fehlen mir noch die konkreten Zahlen. 2018 kamen die Besucher aus 74 Nationen. Wir treffen hier viele Unternehmen, die weltweit tätig sind und zum Beispiel aus Argentinien anreisen. Die Logistikwelt trifft sich im Frühling in Stuttgart.

Stapelmann: Herr Ruchty, vielen Dank für das Gespräch.

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