SALT Infotag Produktion im Rückblick

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Wie auch im vergangenen Jahr hat der SALT Infotag Produktion am 27. November in Würzburg wieder etliche Interessierte angezogen. So haben mehr als dreißig Personen aus zwanzig Unternehmen teilgenommen und den Tag durch anregende Diskussionen und konstruktive Fragen aktiv mitgestaltet.

Im Zentrum stand die moderne Abbildung der Produktionsprozesse in SAP. Professor Dr. Kai-Oliver Schocke von der Frankfurt University of Applied Sciences bot einen sehr interaktiven und zugleich integrativen Auftakt. Er involvierte das Publikum zur gemeinsamen Antwortfindung auf die Frage: Produktionssteuerung mit SAP – Ein Widerspruch?

Anschließend wurden die zwei Produktionsphilosophien PULL und PUSH betrachtet. Wolfgang Rüth, Geschäftsbereichsleiter bei SALT Solutions, ging auf die Herausforderungen ein, die mit der PUSH- und PULL-Strategie einhergehe. Zentrale Aussage war, dass es nicht DEN Königsweg gibt. Jedes Unternehmen muss für sich eine passende Strategie erarbeiten. Die Kombination von PULL und PUSH ist hierbei ebenfalls ein bewährter, praxiserprobter Weg.

Wie solch ein kombiniertes Szenario aussehen kann, zeigten Christian Kosmak und Philipp Hoeß. Die beiden Projektleiter und SAP-Berater führten eine Live-Demo zu den SALT Add-Ons Lean Production und Leitstand vor. Sie demonstrierten, wie beide Ansätze sinnvoll miteinander verzahnt werden können, um beispielsweise bei Personal- oder Maschinenausfall entgegenzusteuern.

Auch in diesem Jahr standen zwei Praxisberichte auf der Agenda. Zum Thema PULL-Produktionsteuerung präsentierte Renate Tratz von der Kessel AG. Sehr interessant war, dass das Unternehmen trotz theoretisch ungeeignetem Produktportfolio (Stichwort: ABC/XYZ-Klassifikation) das Produktionssystem nach der Lean-Philosophie ausgerichtet und seither beeindruckende Erfolge erzielt hat. Den zweiten Erfahrungsbericht – das PUSH-Szenario – stellten Ralph Schuhmacher (Organisation und Projektmanagement) und Dieter Golombek (Leiter Produktion) von Mäurer & Wirtz vor. Es war sehr spannend zu sehen, wie die Ressourcen und Prozesse mit dem SALT Add-On Leitstand vor dem Hintergrund stark schwankender Nachfrage optimiert werden konnten.

Abschließend folgte eine kritische Auseinandersetzung mit dem Thema Industrie 4.0. Professor Dr. Schocke zeigte auf, dass die meisten Unternehmen noch sehr weit von dieser vierten Revolution entfernt sind. Die Notwendigkeit ist jedoch aufgrund der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungstendenzen gegeben. Dr. Schocke hat es meiner Meinung nach geschafft, die Zuhörer mit einer bildgewaltigen Präsentation zu begeistern und die Thematik fassbarer zu machen.

Insgesamt lässt sich festhalten, dass den Teilnehmern des SALT Infotags ein abwechslungsreiches und vor allem praxisnahes Programm dargeboten wurde.

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