AutomationML User Conference in Göteborg

Motto “Make AutomationML Yours!”

Alle zwei Jahre lädt der AutomationML e.V. seine Mitglieder zu einer Anwenderkonferenz ein und ich durfte stellvertretend für SALT daran teilnehmen. Unsere Entwicklungsleistungen waren als Bestandteil eines Partnervortrags im offiziellen Programm vertreten. Ein netter Nebenaspekt war, dass die Organisatoren zum ersten Mal nicht nach Deutschland, sondern nach Schweden einluden.

Um die 100 Teilnehmer trafen sich bei ABB in Mölndal, einem Nachbarort von Göteborg. An zwei Tagen gab es insgesamt 20 Beiträge von Hochschulen, Universitäten und Unternehmen. Neben aktuellen Implementierungsbeispielen präsentierten sich auch Forschungsprojekte mit ihren Ergebnissen. Ich war doch sehr erstaunt, wie schnell und intensiv die Verbreitung dieses Dateiformats voranschreitet und wie und für welche Zwecke AutomationML (AML) eingesetzt wird.

Im Austausch mit den weltweit angereisten Teilnehmern wurde auch wieder ein geläufiges Problem thematisiert: Anwendungen können gleiche Informationen etwas unterschiedlich modellieren und implementieren. Man spricht in diesem Fall von „Dialekten“. Hier ist man am Tüfteln, wie man mit dieser Situation am besten umgeht und ob es überhaupt eine gemeinsame Lösung geben kann. Zwar ist AutomationML in IEC 62714 standardisiert und der Verein stellt viele Whitepaper und Best Practices zur Verfügung, dennoch lassen sich diese Dialekte nicht verhindern, und man möchte es auch nicht immer: Denn ein offenerer Standard bietet wesentlich mehr Verwendungs- und Einsatzmöglichkeiten.

Welchen Bestandteil des Partnervortrages hatte SALT? Wir entwickeln unter anderem mit einem Kunden eine Individuallösung, die die kundenspezifischen Prozesse besser abbildet, Prozesse automatisiert und verschiedene Tools anbindet. Während des Vortrags wurden hierzu diverse Module des Anwendungssystems vorgestellt und der Nutzen für das Unternehmen hervorgehoben. Derzeitiger Hauptbestandteil ist die Anlagen- und Sicherheitsplanung von Produktionsanlagen. Ein neueres Modul beschäftigt sich mit der Energie-Bedarfsplanung der Anlage. Dazu wird neben der automatischen Ermittlung der benötigten Schaltschränke auch die Verkabelung zwischen Schaltschrank und Energiekonsument ermittelt.

Mein Fazit

Im Gesamten war es eine gelungene Veranstaltung; sehr professionell durchgeführt, unglaublich informativ und das gemeinsame Abendessen förderte das Networking zwischen allen Beteiligten. Der straffe Zeitplan verhinderte leider, dass ich von Göteborg viel sehen konnte. Und ich musste feststellen, dass man in Schweden länger an einem Bier trinkt – was nicht am Geschmack, sondern am Preis von um die 9€ liegt!

©kasto - stock.adobe.com

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