Alles im Blick – 3D-Staplersteuerung mit SAP EWM

Dieses Jahr stürmten über 32.000 Besucher auf das Stuttgarter Messegelände, um Lösungen zur Optimierung ihrer intralogistischen Prozesse zu finden. Die meisten Besucher hatten sich sicherlich schon genau überlegt, welche Aussteller sie besuchen möchten. Doch wie kommt man am effizientesten von A nach B ohne die Orientierung auf der 75.000 qm2 großen Ausstellungsfläche zu verlieren und am Ende des Tages vor lauter Erschöpfung und überflüssiger Wegstrecken seine Beine nicht mehr zu spüren?

Ein System muss her, das die eigene Position kennt, zwischen den gewünschten Zielen die optimale Wegstrecke ermittelt und den Besucher gezielt zu diesem leitet.  Mit anderen Worten: ein Navigations- oder Leitsystem.

Die geschilderte Problematik lässt sich oft 1:1 als Materialtransporte in der Intralogistik in vielen Unternehmen wiederfinden. Unabhängig von der Branche fallen die Suchaufwände, sei es für Material oder Transportstrecken, in großen Freilager- oder Blocklagerflächen häufig viel zu hoch aus.

Seit kurzem bieten wir, gemeinsam mit unserem Technologiepartner Flexus AG, für alle SAP EWM-Kunden, denen diese Probleme bekannt sind, die High-End-Lösung in Form eines ortungsbasierten 3D-Stapler- bzw. Transportleitsystems an.  Die grafische Darstellung der Lagerstrukturen und deren Bestände sowie Transportrouten erfolgt durch den Einsatz eines in Java programmierten Clients. Dieser wird auf dem Staplerterminal installiert und vereint die klassische Fahrauftragsbearbeitung mit der 3D-Navigation. Das SAP-System kennt die Koordinaten der Objekte und übergibt diese an den Client, der den Staplerfahrer zu seinem Ziel navigiert. Somit entfällt der zeitraubende Suchaufwand durch das direkte Routing. Am Lagerplatz angekommen visualisiert der Client dem Mitarbeiter das zu transportierende Material. Der Beladungssensor erkennt automatisch, ob ein Aufnehmen bzw. Absetzen erfolgt ist und leitet die entsprechenden Informationen an den Client weiter. Dieser übermittelt in Echtzeit die durchgeführte Materialbewegung direkt an SAP und löst somit die Quittierung eines Transportschrittes automatisch im Hintergrund aus. Selbst auf das manuelle Verifizieren eines Materials oder Lagerplatzes durch Scannen, kann durch den Einsatz von Staplersensorik, vollkommen verzichtet werden.

Durch diese Lösung eröffnen sich der intralogistischen Transportabwicklung neue Chancen. Die Herausforderungen – wie der wegfallende Suchaufwand für Materialien oder das schnelle Zurechtfinden – die große Frei- oder Blocklagerflächen an die Praxis stellen, kann durch Ortungs- und Visualisierungstechnologien innovativ begegnet werden.

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