SAP OEE - Overall Equipment Effectiveness in der Fertigung

Die Overall Equipment Effectiveness (OEE) – oder auch: Gesamtanlageneffektivität – misst die Wertschöpfung einer Fertigungsanlage. Die Kennzahl OEE ist in verschiedenen Normen definiert, in der Praxis ist die Interpretation in jedem Unternehmen  individuell. Um die OEE entsprechend der jeweiligen Anforderungen zu ermitteln, bedarf es Erfahrung für Prozesse, passende Software-Lösungen sowie Analyse- und Auswertungsmethoden. 

Die Experten von SALT Solutions besitzen dieses Know-How für SAP-basierte und non-SAP-basierte Anwendungslandschaften. Diese Expertise für OEE und weiterer spezifisch zugeschnittener Kennzahlensysteme dient als Grundlage für kontinuierliche Verbesserungsprozesse in der Fertigungsindustrie: Sie profitieren mit OEE von einer verlässlichen Überprüfung  Ihrer Anlagen unter Effizienzgesichtspunkten – hinsichtlich der Produktivität ebenso wie der Verlustquote.

Faktoren zur Messung Berechnung der OEE-Faktoren OEE-Überwachung effizient gestalten

Faktoren zur Messung der Gesamtanlageneffektivität

Um die Gesamtanlageneffektivität für generelle Vergleich zwischen verschiedenen Produktionsverfahren und Fertigungsbedingungen zu bestimmen – nicht nur für bestimmte Prozesse oder Maschinen – werden drei Faktoren herangezogen, die im Idealfall jeweils maximal 100 Prozent erreichen:

  • Anlagenverfügbarkeit – das Verhältnis zwischen tatsächlich erreichter und geplanter Nutzungszeit einer Produktionsanlage.

  • Leistungsgrad – die tatsächlich erreiche (Stückzahl-)Ausbringung einer Produktionsanlage gegenüber dem Sollwert.

  • Qualitätsrate – die tatsächliche erreichte Ausbringung an Gut(IO)-Produkten im Verhältnis zur Gesamtmenge an produzierten Produkten, je nach Industrie auch als First Pass Yield (FPY) oder Geradeauslauf bezeichnet.

Wie berechnet man die Faktoren der OEE?

Die Berechnungsformeln für diese drei Faktoren sind – neben weiteren fertigungstechnischen Kennzahlen – vom Verband Deutscher Maschinenbauer VDMA in den Einheitsblättern VDMA 66412-1 bis -4 ausführlich definiert worden.

In der Praxis – insbesondere bei hochgradig automatisierter und stabiler Serienfertigung – erreichen Leistungsgrad und Qualitätsrate oft über 99 Prozent.

Der verbleibende Faktor bestimmt dann durch seine deutlich niedrigen Werte den OEE maßgeblich, so dass die Anlagenverfügbarkeit oft als Synonym für die Gesamtanlageneffektivität gesehen wird, wie das Beispiel OEE in der Nahrungsmittelindustrie zeigt.

Auch die Energieeffizienz von Produktionseinrichtungen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Daher ziehen wir den Faktor Energie als Erweiterung des OEE heran, um alle Potenziale Ihrer Fertigungsanlagen heben zu können

Wie gestaltet man die Überwachung der OEE effizient?

Um bei einer größeren Anzahl von Produktionsanlagen den hohen manuellen Datenerfassungsaufwand für eine echtzeitnahe Überwachung des OEE zu vermeiden, empfehlen wir die Nutzung automatischer Funktionen der Betriebs- und Maschinendatenerfassung (BDE / MDE). Integrierte Manufacturing Execution Systeme (MES) wie SAP ME oder andere bieten neben diesen Funktionen in Dashboards für die Produktionsüberwachung auch die Möglichkeit flexibel weitere Kennzahlen zu ermitteln. Damit gelingen eine systematische Optimierung aller Produktionsprozesse und eine Steigerung der OEE Ihrer Fertigungsanlagen.

Wenden Sie sich für mehr Informationen zur Overall Equipment Effectiveness an unsere Experten.