Revival der Stammdaten ist Voraussetzung für Digitalisierung


Ergebnisse der Lünendonk-Studie veröffentlicht


Würzburg, den 12. Dezember 2016: Nur 15 Prozent der deutschen Unternehmen sehen sich im Stammdatenmanagement sehr gut aufgestellt. Zu diesem Ergebnis kommt die Lünendonk-Studie „Revival der Stammdaten – Behindert mangelnde Datenqualität die digitale Transformation?“, die mit fachlicher Unterstützung von SALT Solutions, KPS und zetVisions erschienen ist.

Schlechte Noten für das Stammdatenmanagement

Die Studie verdeutlicht die Notwendigkeit einer hohen Stammdatenqualität auf dem Weg zur digitalen Transformation – offenbart jedoch auch den Nachholbedarf vieler Unternehmen. Während sich 58 Prozent der Befragten bei den IT-Prozessen als sehr gut oder gut aufgestellt sehen, wird die Positionierung bei der Entwicklung von datenbasierten Geschäftsmodellen von 54 Prozent als nur mittelmäßig oder sogar schlecht bezeichnet. Auch die Stammdatenqualität erhält mit 60 Prozent für mehr als die Hälfte der Studienteilnehmer nur eine mittelmäßige Note. Allerdings zeigen sich positive Entwicklungen: Ein gutes Viertel der Befragten stuft die Datenqualität heute als sehr viel besser ein als noch vor fünf Jahren, 47 Prozent als viel besser, 23 Prozent sehen nur minimale Verbesserungen.

Automatisierte Kontrollen und Korrekturen

In der Praxis gewinnen die Experten von SALT Solutions einen ähnlichen Eindruck. „Bislang orientieren sich Unternehmen an starren Kennzahlensystemen und Software-Lösungen, mit denen die Stammdatenpflege in weiten Teilen manuell erfolgt. Es braucht ein neues Denken, das mit gelernten Prozessen und Abläufen bricht“, fordert Hans-Peter Nagel, Geschäftsbereichsleiter bei SALT Solutions, und beschreibt  beispielhaft einen Lösungsansatz aus der Fertigung: „Eine intelligente Lösung erkennt über einen längeren Zeitraum, dass die Rüstzeit für einen bestimmten Vorgang geringer ist, als in den Stammdaten hinterlegt und kann sie vollständig automatisiert ändern. Genau diese Daten fließen wiederum in die Planung und Steuerung der Produktion sowie in die Produktkalkulation ein. Anlagen lassen sich damit effizienter planen und Kalkulationen liefern ein besseres Abbild der Wirklichkeit.“

Stammdatenqualität korreliert mit Unternehmenserfolg

Es besteht jedoch in der deutschen Wirtschaft längst die Einsicht, dass die Stammdatenqualität den Geschäftserfolg maßgeblich beeinflusst. 82 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass sich auf Grundlage korrekter Stammdaten schnellere Analysen durchführen und vor allem bessere Entscheidungen treffen lassen.

„Die Datenqualität nimmt einen sehr großen Einfluss auf den Geschäftserfolg eines Unternehmens. Ohne gute Daten keine erfolgreiche Marktposition. Auch digitale Geschäftsmodelle brauchen nicht entwickelt zu werden, wenn die Stammdatenqualität nicht gut ist“, kommentiert Mario Zillmann, Partner bei Lünendonk und Studienautor.

Für die Lünendonk-Studie „Revival der Stammdaten – Behindert mangelnde Datenqualität die digitale Transformation?“ wurden 155 Führungskräfte aus den Fachbereichen und der IT vorrangig in den Branchen Fertigung und Handel, aber auch in anderen Branchen befragt.

Die Studie steht ab sofort zum Download bereit.

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