Robuste Versorgungsketten in unsicheren Zeiten aufbauen und überwachen

Als produzierendes Unternehmen stehen Sie vor Herausforderungen, die weit über die reine Ausführung der Fertigung hinausgehen.

Kunden werden immer anspruchsvoller

Zum einen werden Ihrer Produktion heute Höchstleistungen abverlangt und die Anforderungen der Kunden steigen immer weiter, beispielweise durch den Wunsch nach immer höherer Individualisierung der Produkte (Losgröße 1) und nach immer kürzeren Lieferfristen, Stichwort Same-Day-Delivery.

Resilienz geht vor reiner Kosteneffizienz

Zum anderen wird immer deutlicher, wie wichtig eine Optimierung der gesamten Supply Chain ist, um ein zuverlässiges Funktionieren auch in Krisensituationen zu garantieren – Resilienz in Ausnahmesituationen wird wichtiger als pure Kosteneffizienz im Normalbetrieb. Wie können Sie Ihre Produktion am Laufen halten, wenn Ländergrenzen zu Ihren Hauptlieferanten geschlossen werden? Wenn Naturkatastrophen oder Unfälle eine Ihrer Fabriken lahmlegen? Wie gestalten Sie Ihre Lieferkette so robust, dass Sie auch im Krisenfall noch schnell reaktionsfähig sind und weiterhin rentabel arbeiten können?

Die Lösung: Ein hybrider Ansatz für Ihre Produktion

Die Basis einer zeitgemäßen Produktion ist eine robuste Lieferkette. Eine solche ist vom Anfang bis zum Ende digitalisiert, vom Rohstofflieferanten bis zum Kunden. Konkret umfasst die Digitalisierung den Einsatz von IoT-Plattformen und einen hybriden Mix aus On-Premise-, Edge- und Cloud-Computing, die schrittweise im Unternehmen zum Einsatz kommen.

IoT-Plattformen ermöglichen die Vernetzung verschiedenartiger Objekte wie Geräten, Produkten, Maschinen und Applikationen im Internet der Dinge. Nur IoT-Plattformen sind leistungsstark, flexibel und skalierbar genug, um die riesigen Datenmengen, die bei einer Digitalisierung der Supply Chain anfallen, schnell genug – das heißt in Echtzeit – zu verarbeiten.

Die Cloud übernimmt zentrale Aufgaben, die nicht extrem zeitkritisch sind. Sie bietet Vorteile wie rasche Skalierbarkeit, Flexibilität, geringere Investitionskosten und die Entlastung der internen IT-Mannschaft. In der Cloud stehen die Daten überall zeitgleich zur Verfügung, sodass eine standortübergreifende Vernetzung und Orchestrierung der Prozesse möglich wird.

Edge-Computing bringt die Cloud ins Unternehmen: Von Cloud-Anbietern administrierte Edge-Geräte, direkt beispielsweise an einer Fertigungsinsel oder einer Montagelinie aufgestellt, bieten Cloud-Leistung, aber die anfallenden Datenvolumen, die Datenströme und die Übertragungsstrecke sind signifikant niedriger als bei der Cloud-Kommunikation über eine Internetverbindung.

 

On-Premise werden auch weiterhin Aufgaben bearbeitet, die Echtzeitfähigkeit verlangen und keine hohen Latenzzeiten vertragen. Dazu gehören etwa Prozessdaten und speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) sowie Aufgaben, die mit besonders schutzwürdigen Daten verbunden sind.

6 Schritte zur robusten Versorgungskette

Schritt 1: Frühwarnsystem

Globale Supply Chains reagieren empfindlich gegenüber äußeren Einflüssen. Sogar weit entfernte lokale Ereignisse können überraschend großen Einfluss auf die Gesamtperformance haben. Wenn Sie Störungen erst spät erkennen, kann das gefährliche Auswirkungen auf Ihre Produktion haben. Da hilft ein Frühwarnsystem wie der Supply Chain Monitor unseres Partners IMX, der Sie durch die Analyse von Twitter-Nachrichten in Echtzeit auf potenzielle Gefährdungen hinweist. Sie können dank dieses Tools frühzeitig agieren statt nur im Nachhinein Feuerwehr zu spielen. So minimieren Sie die Auswirkungen von Störungen und reduzieren die Kosten.

Schritt 2: Bedarfs- und Bestandsplanung

Unternehmen sind permanenten Veränderungen, Geschäftschancen und Risiken ausgesetzt. Partnernetzwerke werden immer komplexer und internationaler. Hier ist der Einsatz von SAP Integrated Business Planning (SAP IBP) mit fünf spezialisierten Modulen und vielen relevanten Planungsfunktionen die beste Lösung. SAP IBP hilft Ihnen dabei, Ihre Liefertermintreue zu verbessern, Bestände zu optimieren, Risiken zu minimieren und die Kosten in der gesamten Supply Chain zu reduzieren.

Schritt 3: Produktionssteuerung

Kunden erwarten immer individuellere Produkte (Losgröße 1) in sehr kurzer Zeit und Unternehmen müssen eine immer höhere Variantenvielfalt bieten. Dieser Effekt ist als „Amazon-Effekt“ bekannt und wird auch im B2B-Bereich immer wirksamer. Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, können Sie je nach den individuellen Voraussetzungen in Ihrem Unternehmen wählen zwischen

Das Ziel ist sowohl bei einer PULL- als auch bei einer PUSH-Produktion,

  • ein ganzheitliches Produktionssystem zu schaffen,
  • den Bedarf von der Produktion zu entkoppeln, um auf Nachfrageschwankungen flexibel reagieren zu können und
  • einen durchführbaren Produktionsplan zur Verfügung zu stellen.

Schritt 4: Produktionsausführung

Im Bereich der Produktionsausführung gilt es, eine voll digitalisierte, papierlose Fabrik zu schaffen. Diese Smart Factory steuert Ihre Prozesse – möglichst automatisiert – durch die Analyse und Nutzung von in Echtzeit rückgemeldeten Zustands- und Prozessdaten. Hierfür bringen wir zum Beispiel die SAP Digital Manufacturing Cloud (SAP DMC) inklusive ihrer Edge-Komponente sowie Cloud- und Data Center-Services von Hewlett Packard Enterprise (HPE Managed Services) zum Einsatz. Mit diesen Bausteinen sind Sie in der Lage, ein modernes und standardisiertes Manufacturing Execution System (MES) zu installieren, das Ihre Produktionsabläufe auf Basis von Echtzeitdaten und Datenanalyse optimiert und ständig verbessert. Die Prozessorchestrierung übernimmt dabei der SAP Shop Floor Designer (SFD).

Schritt 5: Digitaler Zwilling

Digitale Zwillinge, also digitale Abbilder Ihres gesamten Produktionsökosystems, unterstützen Ihre Prozesse

  • von der Konstruktion im CAD-Programm über die
  • Produktion mit der SAP Digital Manufacturing Cloud (SAP DMC) bis hin zum
  • Betrieb im SAP Asset Intelligence Network (SAP AIN)

durch den Einsatz von Big Data, Smart Information und Künstlicher Intelligenz.

Digitale Zwillinge sind notwendig, um die Prozesse auf Basis von Echtzeitdaten zu optimieren und sind die Voraussetzung dafür, neue, digitale Geschäftsmodelle zu etablieren.

Schritt 6: Manufacturing Intelligence

Analytics-Methoden und Künstliche Intelligenz helfen Ihnen dabei, Transparenz über all Ihre Prozesse zu schaffen und sie zu visualisieren, zu steuern und zu regulieren. Das hilft Ihnen dabei,

  • fundierte Entscheidungen zu treffen,
  • potenzielle Störungen schnell und (teil-)automatisiert zu erkennen oder sogar vorherzusagen sowie dabei
  • Ihre Optimierungspotenziale zu erkennen und voll auszuschöpfen.

SALT Solutions ist SAP Gold Partner.

SAP_GoldPartner
SAP Recognized Expertise in Supply Chain Management
SAP Recognized Expertise in Manufacturing

Projekt: Automatisierung bei der Mäurer & Wirtz GmbH

Zielsetzung:

Umstellung der manuelle Produktionsfeinplanung auf ein automatisiertes Verfahren im PUSH-Szenario mit dem SALT Add-On Leitstand

Projekt-Highlights:

  • Übersicht zum Produktionsfortschritt, Personalaufwand und Engpässen
  • Intuitive Dialoge mir Drag & Drop für Produktionsfeinplanung im GANTT-Diagramm
  • Integrierte Personalplanung auf Basis der Auftrags- und Schichtvorplanung
PB Mäurer & Wirtz GmbH & Co. KG
Automatisierung der Produktionsfeinplanung
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