Wertstrommanagement: Definition, Nutzen und Vorgehensweise

Was ist Wertstrommanagement?

Wertstrommanagement (englisch: Value Stream Management) ist eine Methode der Betriebswirtschaft zur Verbesserung von Produktions-, Material- und Informationsflüssen. Wertstrommanagement wird in der Produktionswirtschaft und im Supply Chain Management eingesetzt und umfasst folgende drei Teilbereiche:

  • Die Wertstromanalyse (Value Stream Mapping),
  • das Wertstromdesign (Value Stream Design) sowie
  • die Wertstromplanung (Value Stream Planning).

Damit durch das Wertstrommanagement tatsächlich eine dauerhafte Verbesserung erzielt werden kann, sollten diese drei Teilbereiche nacheinander in der vorgegebenen Reihenfolge durchlaufen: Zuerst wird die Wertstromanalyse durchgeführt, basierend darauf das Wertstromdesign, und beide zusammen dienen dann als Basis für die Wertstromplanung.

Infomaterial
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Nutzen und Vorgehensweise beim Wertstrommanagement

Unter dem Begriff „Wertstrom“ lassen sich sämtliche Aktionen zusammenfassen, die durchgeführt werden, um Kunden einen Mehrwert zu bieten – von der ersten Anforderung oder Konzeption der Produktion oder Dienstleistung bis hin zur abschließenden Realisierung des Werts durch den Kunden. Mithilfe des Wertstrommanagements lassen sich viele Produktionsprozesse optimieren, etwa durch Erkennen und Eliminieren von Verschwendung und anderen Schwachstellen.

Durch die Darstellung und Analyse der Material- und Informationsflüsse können Probleme in vielen Bereichen aufgezeigt werden – von logistischen Problemen wie falscher Flächennutzung im Lager oder zu hohen Durchlaufzeiten bis hin zu fehlender Transparenz oder Mängeln bei der Kundenorientierung oder Liefertreue. Durch bessere Gestaltung (Design) und Planung des Wertstroms kann die gewünschte Optimierung erreicht werden. Dabei ist Wertstrommanagement kein einmaliger Vorgang, sondern ein Werkzeug, das immer wieder angewendet werden sollte, um eine kontinuierliche Verbesserung zu erzielen.

Wertstrommanagement ist eine Methode, die zum großen Teil allein mit Papier und Stift auskommen kann. Selbst zur Darstellung komplexer Abläufe und langer Prozessketten reichen wenige standardisierte Symbole, die jeder Beteiligte sofort versteht. Durch diese Vereinheitlichung ist eine solide Basis für zielgerichtete Kommunikation und Optimierung vorhanden. Wichtig ist außerdem, das Wertstrommanagement zur „Chefsache“ zu erklären und das komplette Unternehmen mit einzubinden.

Was ist Wertstrom / Value Stream und was bedeutet dabei „wertschöpfend“ oder „nicht wertschöpfend“?

Aus Sicht des Kunden, bei dem jeder Wertstrom beginnt und endet, sind nur Aktivitäten wertschöpfend, für die Kunden zu zahlen bereit sind. So sind etwa logistische Prozesse, die im Unternehmen ablaufen, in diesem Sinne nicht wertschöpfend. Ziel des Wertstrommanagements ist es daher, nicht wertschöpfende Prozesse zu ermitteln und diese gezielt zu reduzieren oder zu optimieren, etwa indem die Durchlaufzeiten verkürzt oder Zeit- und Materialverschwendung vermieden werden.

Fachartikel: Konzept zur systemdatenbasierten Wertstromanalyse

Lesen Sie in einem Fachartikel von Dr. Eva Klenk, Prozessberaterin bei der SALT Solutions GmbH, wie Sie in einem ganzheitlichen Ansatz physische und IT-Prozesse unter die Lupe nehmen und Prozessverbesserungen ableiten. Laden Sie hier das PDF herunter.

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Fragen und Antworten

Was ist ein Wertstrom?

Zu einem Wertstrom (Value Stream) gehören alle Aktivitäten, die durchgeführt werden, um dem Kunden Mehrwert zu bieten. Die Konzeption einer Dienstleistung oder die Produktion einer Ware gehören ebenso zum Wertstrom wie die Bereitstellung des fertigen Produkts und die Unterstützung des Kunden durch Beratungs- oder Serviceleistungen.

Was ist Wertstrommanagement?

Wertstrommanagement ist ein betriebswirtschaftliches Werkzeug zum Erkennen, Analysieren und Lösen von Problemen, die sich entlang des Wertstroms ergeben. Mit einfachen Mitteln und einheitlichen Symbolen können sowohl der Ist-Zustand als auch der erwünschte Soll-Zustand erfasst und dargestellt werden. Aufgrund der standardisierten Wertstromsymbolik und einfachen Anwendbarkeit kann diese Darstellungsweise auch zur Kommunikation und Prozessoptimierung über Unternehmensgrenzen hinweg genutzt werden.

Aus welchen Schritten besteht das Wertstrommanagement?

Wertstrommanagement setzt sich aus den Schritten Wertstromanalyse, Wertstromdesign sowie Wertstromplanung zusammen. Die drei Teilbereiche sollten in dieser Reihenfolge immer wieder durchlaufen werden, um kontinuierliche Optimierungen zu erzielen.

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