Welche fünf Funktionen für eine mobile App im Außendienst zwingend erforderlich sind

Büro-Insassen haben es gut: Sie sind die ersten Gasthörer von Flurgeschichten, haben immer einen Blick ins firmeneigene Portal, um sämtliche Informationen einzuholen oder zu veröffentlichen und die Kommunikation mit anderen Hausgenossen ist ein Leichtes.

Viele Mitarbeiter sitzen allerdings nicht regelmäßig an einem Schreibtisch. Die Aufgabenprofile können dabei sehr unterschiedlich sein. Vom Mitarbeiter mit Dienstwagen, Laptop und Firmen-Handy im Außendienst bis zum Monteur in der Produktion ohne jeglichen Zugang zu Firmen-Email oder Intranet. Mobile Apps bringen für beide Zielgruppen verschiedenste technologische Möglichkeiten, um Sie einerseits besser zu informieren und andererseits eine bessere Unterstützung der Arbeitsabläufe selbst zu gewährleisten.

Für alle Mitarbeiter – Mitarbeiter-Apps für interne Kommunikation

Mitarbeiter-Apps wie zum Beispiel Staffbase (Link zum Anbieter) bringen aktuelle Unternehmensnachrichten und Informationen wie Telefonbuch, Speiseplan oder Zugang zu Schichtplänen auf die Smartphones der Mitarbeiter. Die Inhalte sind bewusst nicht hoch vertraulich und können damit auch als App auf private Geräte der Mitarbeiter geladen werden.

Für Mitarbeiter im Außendienst – Prozessunterstützung per App

Mitarbeiter im Außendienst wie Vertriebsmitarbeiter und Einkäufer, die vor Ort Ihre Kunden beraten, benötigen umfassenden Zugriff auf Kataloge, Bestände und Transaktionshistorie. Das Ziel ist ein professioneller Auftritt, persönlichere Kundengespräche und eine hochkarätige Produktpräsentation. Eine mit dem zentralen ERP-System verbundene mobile App wie zum Beispiel SOLO Sales für den Vertrieb oder SOLO Buy für den Einkauf, erlaubt dem Team unterwegs agil und schnell zu reagieren, professionell aufzutreten und Erfolge zu messen. Mitarbeiter in Vertrieb und Einkauf können auf individuelle Anforderungen flexibel und kundenorientiert reagieren, ihre Kunden in kürzester Zeit mit den nötigen Informationen versorgen und sie selbst sind schlichtweg produktiver. “Mobil” bedeutet für Außendienstmitarbeiter übrigens oft die Ausstattung mit Tablets, da Inhalte insbesondere im direkten Gespräch besser zeigbar sind.

Diese sind die wichtigsten Anforderungen und Funktionen für Apps im Außendienst:

1. Produkt- / Variantenkonfiguration

Ihre Kunden wünschen sich individuell zusammengestellte Produkte oder mehrere Varianten eines Produktes oder möchten zusätzliche Produkte angezeigt bekommen, die ihr gewünschtes Produkt vervollständigen oder verbessern. Ihr Außendienst sollte diesem Anspruch an steigende Individualisierung von Produkten und Services nachkommen. Die mobile App stellt dabei aus einer Reihe von verschiedenen Merkmalen und regelbasierten Abhängigkeiten die gewünschten Produkte zusammen. Ihre Servicemitarbeiter können damit direkt beim Kunden vor Ort prüfen, welche Möglichkeiten der Produktkonfiguration bestehen und welche Zusatzprodukte angeboten werden. Der Gesamtpreis wird automatisch berechnet, das Lieferdatum angezeigt und der Auftrag – nach einem individuellen Angebot – direkt mit der Unterschrift des Kunden an das ERP gesendet. Der Einsatz dieses Produktkonfigurators bietet damit weitreichende Vorteile für Vertrieb, Produktion und Logistik.

2. Offlinefähigkeit

Um Ihren Mitarbeitern an jedem Einsatzort den Zugriff auf relevante Daten zu ermöglichen und ihren speziellen Anforderungen an Datenverfügbarkeit, Flexibilität und Performance nachzukommen, muss die Applikation offlinefähig sein. Egal ob Funklöcher oder Gebäudekeller: Sämtliche Informationen müssen jederzeit offline eingesehen, erfasst und nachträglich synchronisiert werden, wenn das Netz wieder zur Verfügung steht. Mit Hilfe eines Synchronisierungsverfahrens werden alle notwendigen Daten in der App zur Verfügung gestellt und die Zentrale erhält zeitnah alle Informationen zur Planung und Steuerung weiterführender Prozesse. Damit heben Sie Ihr Sales-Team auf ein neues Niveau.

3. Guided Selling

Der Mitarbeiter im Außendienst hat genau ein Ziel: er will seinen Kunden oder Interessenten ein exakt passendes Produkt empfehlen. Je mehr Informationen er vom Kunden erhält, desto treffsicherer kann er aus seinem Katalog auswählen und so erlebnisreicher und erfolgreicher ist sein Verkaufsgespräch. Wenn die App ihn dabei unterstützt, die richtigen Fragen zum Wunschprodukt zu stellen, geht er gezielt auf die Bedürfnisse des Kunden ein und hat sein Ziel erreicht. Fragen zur Unternehmensgröße, Preisvorstellungen, Zielgruppe, Kunden, Branche, Altersgruppe und viele mehr werden durch die Vertriebsleitung oder die Geschäftsführung definiert und automatisiert in eine Abfolge integriert, die den Vertriebsmitarbeiter vor Ort leitet. Neue Mitarbeiter finden damit sofort ihren roten Faden im Kundengespräch und benötigen keine lange Einarbeitungszeit.

4. Produktdarstellung

Dass heute kein Katalog mehr ohne hochauflösende brillante Produktbilder auskommt, ist keine neue Nachricht. Hier ist jedoch so viel mehr möglich: Über Videos und animierte Bilder, Produkt-Visualisierungen (auch 360°), Bewertungen, Rezensionen, Dokumente, VR-Einbindung und Informationen zu weiteren Varianten kann sich der Kunde ein viel detaillierteres Bild vom Produkt machen als im Print-Katalog. Damit kann sich der Kunde direkt und vollumfänglich vor Ort im Gespräch informieren und benötigt keine weiterführenden Informationen im Nachgang, der Druck und Versand von Unterlagen ist nicht mehr nötig. Er kann direkt seine Bestellung abschließen. Auch wir als Endkunden nutzen oft das Internet, um uns weitere Informationen zum Produkt einzuholen, bevor wir auf „Kauf abschließen“ klicken. Warum sollte das im B2B-Geschäft anders sein? Hier sollten keine Grenzen gesetzt sein.

5. Auftragserfassung

Nach dem Kundengespräch wieder zurück ins Büro und alle aufgenommenen Informationen des Kunden in einen Auftrag umwandeln? Wie unnötig. Der Außendienstmitarbeiter hat bereits Zeit, Fahrtweg und damit Kosten auf sich genommen, warum dann den Auftrag nicht gleich im Anschluss direkt vor Ort beim Kunden finalisieren und sich die Nacharbeit sparen? Die App auf dem Tablet sollte daher unbedingt eine mobile Auftragserfassung beinhalten. Mit Unterschrift und Dokumentendruck oder -versand. Die App sollte die Verfügbarkeit der Produkte melden sowie Lagerbestandsinformationen in Echtzeit ermöglichen. So bekommt der Kunde eine sofortige Aussage zu Lieferbarkeit und Terminen. Die Auftragserfassung wird dann umgehend in das ERP übermittelt und sorgt somit für eine schnelle Auftragsbearbeitung.

Erinnern Sie sich bitte an meine Eingangszeilen: Die Digitalisierung fängt im Vertrieb an. Verbinden Sie Ihren Außendienst und den Innendienst mit Ihren Kunden. Lassen Sie das Bild eines typischen Vertreters mit Aktentasche und Kugelschreiber hinter sich. Automatisieren Sie Ihre Prozesse und gestalten Sie einen professionellen Auftritt Ihrer Vertriebsmitarbeiter. Stellen Sie eine Gesamtstrategie auf und beziehen Sie Ihre Key User in die Umsetzung und Entwicklung mit ein. Mit diesen fünf Funktionen heben Sie Ihr Team auf das nächste Level, weil sie individuell und in einem persönlichen Gespräch auf die Wünsche ihrer Kunden eingehen können.

 

 

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