SAP-Standard im Lager und Versand erweitern – so geht‘s

In der heutigen Software-Entwicklung spürt man ganz deutlich den Wunsch, in immer kürzer werdenden Optimierungsschleifen die bestehenden IT Infrastrukturen zu verbessern. Während man früher noch kleinere Projekte in einer Durchlaufzeit von drei bis sechs Monaten erledigen konnte, stehen wir heute schon vor der Anforderung, vergleichbare Projekte innerhalb von vier bis sechs Wochen Durchlaufzeit erfolgreich abzuschließen. Trotz dieser Herausforderung muss gewährleistet sein, dass die in den einzelnen Optimierungen implementierten Lösungen im operativen Prozess bestmöglich zusammenpassen. Denn die Amortisierung der getätigten Investition darf durch den Umfang anschließender Optimierungsschleifen nicht ins Negative umgekehrt werden.

Das müssen Add-Ons leisten

Um diese Herausforderungen erfolgreich zu meistern, benötigt man neben einer standardisierten agilen Vorgehensweise auch modulare standardisierte Software, die sich für jede Anforderung konfigurieren lässt. Somit kann die Notwendigkeit von neuem Programmcode drastisch reduziert werden. Wir nennen diese Software-Bausteine SALT Add-Ons und Templates. Ein SALT Add-On ist in seinem Umfang genau beschrieben und in seiner Basis so stabil, dass es sehr schnell installiert und konfiguriert werden kann. Beispielweise ist das SALT Add-On Packdialog innerhalb kürzester Zeit lauffähig und gleichzeitig so flexibel, dass die Integration von kundenindividuellen Prozessen problemlos möglich ist. Nicht zu vergessen: Die Integrationsfähigkeit der SALT Add-Ons in Ihren SAP-Standard ist jederzeit gegeben.

Wann Templates und Komponenten sinnvoll sind

Ein SALT Template kommt dann zum Einsatz, wenn es nicht gelingt, eine Standardisierung des Implementierungsumfangs zu definieren, wir aber dennoch immer wieder benötigte einzelne Funktionen herauskristallisieren können. Ein gutes Beispiel hierfür ist das SALT Template Frachtkosten, das erforderliche Standardfunktionen mitbringt, jedoch erst mit der systemseitigen Abbildung der konkreten Frachtvereinbarungen und der individuellen Prozessintegration vollständig lauffähig ist. Die technischen Hilfskomponenten ermöglichen die anwendungsunabhängige und einmalige Implementierung von Code-Strecken, um sie dann sehr einfach wiederzuverwenden.

Wie sich Erweiterungen migrieren lassen

Was müssen Sie jedoch tun, wenn derart aufgestellte Software-Bibliotheken Ihren Warenfluss aus dem Lager bis zu Ihren Kunden optimieren, für Sie jedoch der Wechsel von SAP WM auf SAP EWM oder SAP S/4HANA ansteht? Ich rate Ihnen, Ihre Anwender in den Mittelpunkt zu stellen. Bei vielen Prozessen – wie dem Kommissionieren, dem Packen, der Etikettierung mit Transportdienstleisteretiketten sowie dem Tracking und Tracing – werden Sie feststellen, dass sich diese nicht unterscheiden. Und zwar unabhängig vom eingesetzten Lagerverwaltungssystem. Prüfen Sie erst danach die Software-Bausteine auf ihre Kompatibilität zu den nutzerzentrierten Prozessen und die Kompatibilität zu Ihrem neuen Lagerverwaltungssystem. Ich habe folgende Erfahrung gemacht: Wenn dieses Vorgehen schon während der Anforderungsdefinition und dem Design angewendet wird, dann haben Sie Software-Komponenten im Einsatz, die sich sehr einfach auf Ihr nächstes Lagerverwaltungssystem migrieren lassen.

 

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