SAP Solution Manager – Dokumentation von Prozessvarianten

Geschäftsprozesse verlaufen in den wenigsten Fällen gradlinig. Vielmehr wird der Prozessverlauf von unterschiedlichen Umwelteinflüssen bestimmt. Beispielsweise sind Unterschiede im Prozessablauf aufgrund verschiedener Standorte oder Produktionshallen keine Seltenheit. Auch gesetzliche Vorgaben können sich unterschiedlich auf den Prozessverlauf auswirken, ebenso wie Entscheidungen oder Zeitfaktoren im Prozess Variationen im Prozessablauf nach sich ziehen können. In allen Fällen spricht man von sogenannten Prozessvarianten.

In Bezug auf die Dokumentation von Geschäftsprozessen im SAP Solution Manager stellt sich hierbei häufig die Frage: Wie lässt sich eine Prozessvariante optimal im Konzept der Lösungsdokumentation darstellen? Die Antwort auf diese Frage ist nicht trivial. Im Folgenden erläutere ich Ihnen daher, welche Möglichkeiten der Darstellung Sie in der Lösungsdokumentation haben und in welchen Fällen Sie die verschiedenen Varianten nutzen sollten.

Darstellung anhand von Gateways

Die erste Möglichkeit zur Abbildung einer Prozessvariante sind sogenannte Gateways im Prozessdiagramm. Diese Darstellungsvariante sollten Sie wählen, wenn der Verlauf eines Prozesses aufgrund einer Entscheidung im Prozess variieren kann. Die Entscheidung kann sowohl eine erfüllte oder nicht erfüllte Bedingung als auch eine aktive Entscheidung oder ein eingetretenes Ereignis sein. Die Prozessvarianten sind lediglich im Diagramm erkennbar. Prozess, Prozessschritte, Attribute und zugeordnete Elemente sind identisch. Alle Prozessschritte sind in einem Diagramm dargestellt.

Darstellung anhand separater Diagramme

Unterscheiden sich die Prozessvarianten stark im Prozessablauf aber kaum oder gar nicht in den Prozessschritten und / oder variieren sie in ihren Attributen (z.B. Land, Site, Verfügbarkeit), ist es sinnvoll die Prozessvarianten anhand getrennter Diagramme darzustellen. Je Prozessvariante wird ein Diagramm erstellt. Alle Varianten teilen sich dieselben Prozessschritte (sie können jedoch gering variieren) sowie alle zugeordneten Elemente (z.B. Konfiguration, Testfälle) abgesehen von Dokumentationen. Diagramme, Attribute und Dokumentationen können je nach Prozessvariante differenzieren.

Darstellung anhand von Prozessvarianten

Alternativ und für Prozesse, die sich zusätzlich in den ausführbaren Einheiten und / oder in den relevanten Testfällen unterscheiden, haben Sie die Möglichkeit, unterhalb eines Prozesses Prozessvarianten anzulegen.

Diese Form der Darstellung hat den Vorteil, dass Sie die Testfälle je Prozessvariante direkt in der Test Suite auswählen können.

Darstellung als separate Prozesse

Handelt es sich um Prozesse, die sich nicht nur gering, sondern stark in den Prozessschritten unterscheiden, sollten Sie diese als separate Prozesse dokumentieren. In so einem Fall unterscheiden sich die Prozesse in der Regel auch stark in ihren Attributen und / oder zugeordneten Elementen. Eine gemeinsame Dokumentation innerhalb eines Prozesses bringt in diesem Fall keinen Vorteil durch Minimierung von Redundanzen. Ganz im Gegenteil wäre eine Dokumentation innerhalb eines Prozesses eher unübersichtlich.

 

 

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