SAP Leonardo: Welchen Nutzen bringt das neue Produkt der SCE-Welt?

Erreichen wir mit „Connected Logistics“ das Ziel der professionellen Digitalisierung und ist SAP Leonardo gepaart mit SAP S/4HANA die Eintrittskarte in die digitale Welt?

Mit S/4HANA vollzog SAP schon den Quantensprung von der relationalen Datenbank zur In-Memory-Technologie. Das neuste Produkt aus Walldorf – SAP Leonardo – hingegen ist eine IT-Plattform und soll als Connector in die digitale Non-SAP-Welt dienen, um vornehmlich BigData zu ermöglichen.

Durch den Digitalisierungsgedanken und die Annäherung an die Losgröße eins wird die Supply Chain nun ausnahmslos in ihrer Gesamtheit betrachtet. Die eigentlichen Geschäftstransaktionen sollen dabei auf die künstliche Intelligenz zurückgreifen und das sowohl in der Cloud als auch on-premise. Dabei spricht SAP vom „digitalen Kern“.

Anwendungsfälle gibt es dafür viele, wie z.B. den auf das Individuum vollständig abgestimmten Sportschuh, welcher auf Basis der vom individuellen Laufstil ausgelesenen Daten konfiguriert wurde.

Hinter SAP Leonardo verbergen sich konkret die Themen bzw. Technologien Machine Learning, Internet of Things (IoT), BigData, Data Intelligence, Blockchain und Analytics.

Über Machine Learning sollen Prozesse zukünftig effizienter gestaltet werden, indem die Maschine aus ihren eigenen Daten lernt. Gerade in produktionsnahen Prozessen kann sich das Machine Learning als sehr sinnvoll erweisen – das Gesamtsystem wird so weniger störungsanfällig. Durch das Internet of Things werden zukünftig alle mit allem vernetzt sein – Mensch, Maschine und der vollständige Prozess. Und diese Vernetzung kann dann auch ganzheitlich in der Cloud erfolgen, egal ob von Google, Amazon, Microsoft oder eben direkt von SAP. Mit der Blockchain will man dann eben auch dem Sicherheitsgedanken Rechnung tragen, um vertrauliche Prozesse digital und effizient mit den erforderlichen Sicherheiten abzubilden.

SAP Leonardo als BigData Plattform wird allerdings neben dem klassischen SAP-Wissen, wie ABAP und UI5/Fiori, weitere Dienste  erfordern. Das sind beispielsweise Kafka oder Spark.

Mit SAP S/4HANA und SAP Leonardo wird die Digitalisierung der Wertschöpfungskette erreicht – so zumindest die Aussagen der Experten der SAP. Was heißt das aber nun konkret für die Wertschöpfungsprozesse auf der klassischen Supply Chain?

Die Grundlage sind durchgängige Supply-Chain-Geschäftsprozesse – wie wir Sie schon seit Jahren orchestrieren. Der Wandel wird nun zur digitalen Supply-Chain vollzogen.

In der Lagerlogistik verbinden wir schon seit Jahrzehnten Maschinen, Sensoren und Geräte direkt mit SAP WM und EWM. Der Gedanke des Machine Learning kann durchaus ein use case in der Lagerlogistik sein. Beispiele kommen unter anderem aus dem Bereich der Robotik. Dazu gehören intelligente Assistenten, die den Menschen beim Kommissionierprozess begleiten oder selbst lernende autonome Transportsysteme.

Auch beim Thema Yard Logistics und Transportation Management kann der digitale Kern mit SAP S/4HANA und SAP Leonardo sehr hilfreich sein; beispielsweise zur Steuerung der Sensorik an den Terminalschranken.

Zusammengefasst kann festgestellt werden, dass wir mit SAP S/4HANA und SAP Leonardo eine innovative Plattform vorfinden, um den Herausforderungen im Zuge der Digitalisierung gerecht zu werden. Es wird dabei die Kunst sein, die richtigen Daten im Sinne von BigData zu selektieren, auszuwerten und letztendlich gewinnbringend einzusetzen.

 

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