SAP EWM: Passende Lösungen für jedes Lager

Sobald ein bestehendes Lagerverwaltungssystem durch SAP EWM ersetzt werden soll, ist eine Begehung des umzustellenden Lagers ein essentieller Schritt zur Abschätzung der Projektanforderungen, Risikoeinordnung und Entscheidung zur passenden Projektvorgehensweise.

Eine wichtige Erkenntnis aus den letzten Jahren ist, dass kein Lager dem anderen gleicht. Es gibt unterschiedlichste Ausprägungen im Automatisierungsgrad, es gibt viele länder- und branchenabhängige Anforderungen (Qualitätsmanagement, Versandvorschriften, uvm.) und jeder Kunde oder Interessent hat eine eigene, individuelle Projektkultur. Und außerdem gibt es noch sehr unterschiedliche Ausprägungen des jeweiligen SAP ECC. All diese Punkte können auch in den einzelnen Lagerstandorten eines Kunden unterschiedlich sein.

Sie sehen, Lagerlogistik ist hochindividuell – umso wichtiger, im Vorfeld ein Projekt einzuordnen. Wir nehmen eine Einteilung in kleine, mittlere und große Lager vor – dabei ist die Größe eines Lagers nur eins von zahlreichen Kriterien – um den Projektaufwand genau planen zu können: lassen sich praxiserprobte Software-Bausteine wiederverwenden oder bedarf es einer individuellen Entwicklung?

Bei einer der letzten Lagerbegehungen bei einem Konzern-Kunden im Anlagenbau hat sich mir folgendes Bild geboten:

  • Projektstandort mit einem bestehenden Distributionslager mit einem mittleren Grad an Automatisierung (automatisches Hochregallager, automatisches Kleinteilelager, Paletten- und Behälterfördertechnik) und nicht allzu komplexen Lagerstrategien und diversen manuellen Lagerprozessen.
  • Umstellung von einem non-SAP Lagerverwaltungssystem auf SAP EWM mit MFS. Die Automatiklager sollen direkt durch SAP EWM-MFS gesteuert werden.
  • Die Systemumstellung muss im laufenden Betrieb erfolgen. Produktivsetzung ist als Big Bang geplant.
  • Anbindung von SAP EWM an bestehendes SAP ECC mit vielen Restriktionen bzw. individuellen Konzernanpassungen.

Aufgrund der oben genannten Anforderungen sind unter anderem folgende methodische Elemente aus der SIMPLE SUPPLY CHAIN wichtig für ein erfolgreiches Projekt:

  • Nutzung von erprobten Prozess- und Software-Bausteinen für eine standardnahe Implementierung.
  • Mehrstufiges Testkonzept als qualitätssichernde Maßnahme und Garant für eine stabile Lagerperformance ab Produktivsetzung:
    1. Einzelfunktionstests und integrative End-to-End Prozesstests mit der Nutzung einer Emulation während der Realisierungsphase und des Integrationstests.
    2. Test der Lagerautomatik und der manuellen Prozesse im Zuge der Inbetriebnahme. Hier ist es ebenfalls notwendig mit Einzelfunktionstests zu starten – bis zu Massen- bzw. „Day-in-a-Life“-Tests, welche die Anlagenstabilität und Leistungsfähigkeit nachweisen.
  • Erhöhung der Akzeptanz und Qualität der Software-Lösung durch kontinuierliche Kundeneinbeziehung aufgrund agiler Projektmethodik.

Diese Merkmale sprechen deutlich für ein Lager mit mittlerer Komplexität.

Auf der kommenden LogiMAT in Stuttgart vom 14. bis zum 16. März und am SCE-Infotag in Würzburg am 11. Mai stehe ich auch gerne für Fragen und Diskussionen zur Verfügung.

klein, mittlere und große Grafiken. SIMPLE SUPPLY CHAIN

Je geringer der Individualisierungsgrad eines Lagers, desto mehr standardisierte Bausteine stehen aus der SIMPLE SUPPLY CHAIN zur Verfügung.

 

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