Geschäftsprozess Monitoring mit dem SAP Solution Manager 7.2 – Einrichtung und Fallstricke!

Der SAP Solution Manager 7.2 bietet einen bunten Blumenstrauß an Werkzeugen zur Geschäftsprozessüberwachung. Einer der wohl am häufigsten vorkommenden Fälle ist das klassische IDoc-Monitoring. Wer die eine oder andere Präsentation der SAP zu diesem Thema gesehen hat, dem werden die optisch ansprechenden grafischen Prozessdiagramme, die den aktuellen Monitoringstatus darstellen, aufgefallen sein:

SAP Solution Manager grafisches Prozessdiagramm zum aktuellen Monitoringstatus

Doch welche Arbeit steckt eigentlich hinter dieser Diagrammübersicht? Und ist das Ganze wirklich so gut im Alltag nutzbar, wie es scheint?

Nehmen wir hierzu den bereits erwähnten Fall der IDoc-Überwachung. Hierbei soll standardmäßig die Verarbeitung ein oder mehrerer IDoc-Typen geprüft werden. Wird für IDocs eines bestimmten Typs ein vorher definierter Fehlerstatus ausgegeben, soll eine bestimmte Person oder ein Personenkreis benachrichtigt werden. Diese Person(en) müssen anschließend die korrekte Weiterverarbeitung der jeweiligen IDocs sicherstellen. Um die im obigen Screenshot zu sehende Grafik zu erhalten, müssen zunächst einige Schritte durchgeführt werden:

 

1. Grundkonfiguration

Zunächst müssen Sie im SOLMAN_SETUP, der Konfigurationsoberfläche des SAP Solution Managers, die Grundkonfiguration für die Prozesskoordination und den Betrieb von Geschäftsprozessen durchführen. Für die Prozesskoordination muss weiterhin eine Suchfunktion, die sogenannte Embedded Search, konfiguriert werden.

2. Prozesse dokumentieren

Als Grundlage zur Einrichtung des oben dargestellten Monitorings dienen im Vorfeld dokumentierte Prozesse. Hier müssen Fachabteilung und IT zusammenarbeiten und die zu überwachenden Prozesse in der neuen Lösungsdokumentation des SAP Solution Managers festhalten. Dafür wird die BPMN 2.0 Notation genutzt.

3. Monitoringobjekte definieren und erstellen

Im nächsten Schritt werden nun die eigentlichen Überwachungsobjekte definiert sowie aktiviert und Schwellenwerte für das Aussteuern von Alarmierungen festgelegt (Screenshot 2).

4. Alert-Handling

Das Monitoring ist an diesem Punkt vollständig eingerichtet und funktionsfähig. Doch was soll im Fehlerfall passieren? Und wie detailliert bekommen Sie Informationen zum jeweiligen Problem geliefert?
SAP Solution Manager Screenshot Konfiguration von Monitoringobjekten, Überwachungsobjekten sowie Schwellenwerten für die Aussteuerung von Alarmierungen

Konfiguration von Monitoringobjekten, Überwachungsobjekten sowie Schwellenwerten für die Aussteuerung von Alarmierungen

Bei allen Reaktionsvarianten gibt es im Standard eine entscheidende Einschränkung, welche aus der folgenden Frage resultiert:

Welche IDocs sind genau betroffen?

Dies ist eine Frage, die wir bei jeder Einrichtung von Monitorings gestellt bekommen. Leider müssen wir diese wie folgt beantworten:

Die SAP liefert aus Performancegründen im Standard lediglich die reine Anzahl an betroffenen IDocs aus. Um anschließend eine Fehleranalyse und –Behebung starten zu können, müssen Sie sich immer auf dem verwalteten System anmelden und die entsprechenden IDoc Informationen heraussuchen.

BAdI-Implementierung bringt Linderung

Die SAP stellt jedoch eine BAdI-Erweiterung bereit, welche die Möglichkeit bietet, Alerts um die vermissten Informationen anzureichern. Dieser Vorgang ist allerdings, wie bereits beschrieben, sehr performancelastig. Ein Einsatz dieser Variante sollte daher genau bedacht werden. Nähere Informationen hierzu finden Sie in folgenden SAP-Hinweisen:

  • 2308527 (How to get IDoc Numbers into BPMon Notification in MAI)
  • 2213698 (Simplified way to enhance BPMon notifications with IDoc numbers and IDoc details)

Die SALT Solution AG hat hier durch Eigenentwicklung bereits Möglichkeiten der Performance- und Handling-Optimierung geschaffen.

 

 

 

 

 

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