Im privaten Bereich ist die Sinnhaftigkeit einiger Vernetzungsvorgänge mittlerweile durchaus zu hinterfragen – nicht so in der Industrie und im Handel. Hier gewinnt die Erfassung, Nutzung und Verwertung von Echtzeitdaten zunehmend an Bedeutung und ist für die Unternehmen im Zuge der Digitalisierung geradezu essenziell.

Prozessabläufe müssen nicht nur vollständig und lückenlos sein, vielmehr müssen sich diese zukünftig auch stetig selbst optimieren, gerade auch dann, wenn für uns aus heutiger Sicht unvorhersehbare Ereignisse eintreten. Mit der Nutzung und Auswertung von Big Data wird es uns gelingen, unvorhersehbare Ereignisse vorhersehbar zu machen. Die Prozesskette wird somit nicht mehr unterbrochen und Engpasssituationen werden vermieden.

Nun ist es die Aufgabe, die beteiligten Systeme so intelligent zu machen und miteinander zu „connecten“, dass diese die vorausschauenden Aktivitäten auf einfache Art und Weise durchführen und controllen.

Bei produzierenden Unternehmen wurden in der jüngsten Vergangenheit die Produktion und die Logistik zum Teil noch isoliert betrachtet. Heute wird dies nicht zuletzt aufgrund von Big Data wesentlich einheitlicher gesehen. Einem Ausfall in einer Produktionslinie kann aufgrund der Erfassung und Auswertung von Massendaten wesentlich früher entgegengewirkt werden und selbst wenn dieser nicht zu vermeiden ist, kann beispielsweise das AGV über Sensordaten frühzeitig die Information bekommen, das Material an einer anderen Produktionslinie abzuliefern oder zurückzulagern.

Konzentriert man sich nun auf die SAP-Welt, so spielt in diesem Zusammenhang S/4HANA als digitaler Kern zukünftig die zentrale Rolle. Immer mehr, auch komplexe Anforderungen, können über den zentralen Kern abgewickelt werden. Interessant wird dabei die Abbildung hochkomplexer Zusammenhänge. Hier liegen die Herausforderungen für die Zukunft.

Als Anwender und Nutzer einer Software kann man durchaus die Anforderung stellen, dass diese Systeme hochkomplexe Anforderungen verstehen und autonom lösen. Zudem müssen die Systeme trotz nicht aufzulösender Schnittstellen einfach zu verstehen und zu handeln sein.

Die Kunst diese SAP-Systeme miteinander auf einfache Art und Weise zu verbinden und verständlich zu machen, verstehen wir als „Connected Logistics“.

Bei vielen Unternehmen reicht S/4HANA trotz des umfangreichen Leistungsspektrums nicht aus. Hier werden aufgrund der Anforderungen neben dem digitalen Kern zusätzliche Systeme wie ein dezentrales SAP EWM (Extended Warehouse Management), ein dezentrales SAP TM (Transportation Management), SAP Yard Logistics (YL), ein SAP ME (Manufacturing Execution) oder ein globales Track and Trace System (GTT) benötigt und das nicht nur „on Premise“, sondern in der Cloud. Dabei kann auch SAP Leonardo als Plattform sehr nützlich sein.

Dabei ist es wichtig, im Vorfeld transparente Geschäftsprozesse gemeinsam zu definieren, die eine hohe Effizienz aufweisen. Genau das sehen wir als unsere Passion: Der Prozess steht im Vordergrund und die Systeme dahinter müssen diese Anforderungen geräuschlos und effizient auf einfache Art und Weise abbilden. Kurz zusammengefasst ist das Ziel eine vollständig vernetzte und transparente digitale Supply Chain.

 

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