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Lean Production

Lean Production mit SAP

Lean-Philosophie

Durchgängiges Heijunka-nivelliertes KANBAN-System

Durchgängiges Heijunka-nivelliertes KANBAN-System

Verbrauchsgesteuerte Materialversorgung mit Hilfe von KANBAN-Verfahren (Pull statt Push) gehören seit Jahren zum Handwerkszeug von Produktionsplanern. Auch eine möglichst gleichförmige Auftragseinlastung wird vielfach versucht. Neben strukturierten Fertigungsprozessen, schnellen Rüstvorgängen und ergonomisch gestalteten Arbeitsplätzen bedeutet Lean-Production vor allem das gleichmäßige Fließen von Aufträgen, Material und der zugehörigen Informationen - ohne den nachteiligen Bull- Whip-Effekt.

Typische Lean-Beratung lässt SAP außen vor

Berater, die auf Prozessoptimierung spezialisiert sind, bieten Wertstromanalysen und Excel-Sheets an, mit denen das Produktionsspektrum analysiert, KANBAN-Kreisläufe berechnet und Heijunka-Tafeln entworfen werden. Das ERP-System wird dabei zum temporären Grunddatenlieferanten degradiert.
Für Fertigungssteuerer und Disponenten sind die verwendeten Algorithmen der fremden Software nicht transparent. Auch bindet der ständig erforderliche Abgleich zwischen den Lean-Tools und den Daten des SAP-Systems im Tagesgeschäft erhebliche Kapazitäten. Disponenten und Feinplaner lehnen diese Tools daher meist ab.

Lean Production ins ERP integriert

SALT Solutions ändert das und unterstützt Lean-Prinzipien mit einer durchgängigen SAP-Lösung, die eine SAP-Integration als wichtigen Teil von Lean-Projekten versteht. Wir sorgen dafür, dass alle Funktionen in der gewohnten SAP-Umgebung vorzufinden sind. Mit Hilfe des SALT-Add-On Lean Production werden die im SAP-Standard vorhandenen Prozesse, wie die operative KANBAN-Abwicklung und das Material-Management, voll integriert und durch leistungsstarke Lean-Funktionen unterstützt.

Potenzialanalyse

Potenziale automatisch aufdecken

Welche Produktgruppen und Fertigungsabschnitte gewinnen wirklich Vorteile durch einen KANBAN-Einsatz? Welche Umlaufbestände sichern noch eine ausreichende Lieferfähigkeit? Wie sehen Zeit- und Stückzahlraster für ein optimal nivelliertes Produktionsprogramm aus?

Diese Fragen gilt es zuverlässig zu beantworten, wenn sich Unternehmensprozesse und Strategien dynamisch weiter entwickeln. Das SALT-Add-On Lean Production bietet deshalb mit der Potenzialanalyse ein Werkzeug, das nicht nur bei der Lean-Implementierung, sondern auch bei Prozessveränderungen stets aktuelle Antworten auf alle wichtigen Fragen im Hinblick auf die Wertströme bietet.

Mit Hilfe der Potenzialanalyse werden die Materialien auf ihre Wertigkeit und die vorherrschende Bedarfsschwankung hin untersucht und klassifiziert. Damit werden die Optimierungspotenziale aus Materialsicht dargestellt, die dann zur Bestimmung der optimalen Implementierungsstrategie herangezogen werden.

Die Zusammenfassung der Materialien anhand ihrer Klassifikation ebnet auch den Weg zu einer effizienten Massenpflege. Durch die hohe Transparenz der Lösung lassen sich dabei alle Schritte für die Anwender leicht nachvollziehen, was für breite Akzeptanz bei der Lean-Implementierung sorgt.

Bestandsanalyse

Bestandsreduktion mit Bedacht

Was bringt eine Umstellung im Bestand in belastbaren Zahlen?
Die Bestandsanalyse im SALT-Add-On Lean Production beantwortet diese Frage. Sie zeigt, wo sich in der Produktion Bestände reduzieren lassen und welche Einsparungen damit erzielbar sind. Dabei werden auch zukünftige Veränderungen in der Fertigung simuliert und die Auswirkung auf Bestände und Bestandskosten aufgezeigt, was bestandsrelevante Investitionsentscheidungen absichert.

Für jedes selektierte Material können zahlreiche Informationen, wie etwa Minimal-, Melde-, Soll- und Maximalbestand, ermittelt werden, so dass stets ein aktueller Bestandsüberblick verfügbar ist. Die Bestandsanalyse dient hierbei auch als Controlling-Instrument für Werker und Meister im Betrieb.
Mit Hilfe von Vorgabewerten für die Bestandsdimensionierung werden die Bestände im gewünschten Detaillierungsgrad bis auf die jeweilige Materialebene hin eingestellt. Zur Unterstützung der Entscheidungen stehen umfangreiche Simulationsoptionen zur Verfügung. Ein Reichweitenprüfer vergleicht ständig Bestands- und Bedarfssituation und warnt den Anwender automatisch vor Out-of-Stock-Situationen.

Bestandsabbau und -aufbau sind so gezielt auf jeder Materialebene steuerbar, die Erfolgsmessung von Bestandszielvorgaben einfach umsetzbar. Ein wichtiger Punkt, da klassische Controlling-Zahlen im Lean-Umfeld häufig versagen. 

EPEI

Effiziente Gestaltung des Produktionsprogramms

Die Minimierung der Verschwendung in der Produktion gelingt besonders gut, wenn über einen gewissen Zeitraum ein festes Produktionsprogramm gefahren werden kann. Dieser Zeitabschnitt wird als EPEI (Every Part Every Intervall) bezeichnet. Der Wert gibt das kürzeste Zeitintervall an, mit dem das Fertigungsprogramm für die herzustellenden Artikel in dem betrachteten Wertstrom periodisch wiederholt werden kann. So betrachtet ist EPEI eine von  diversen Prozesskennzahlen beeinflusste Plangröße.

Das Wissen um die Möglichkeiten und Kapazitäten der eigenen Produktion ist eine wesentliche Voraussetzung zur Kalibrierung der Bestände. Nachdem die Kundenwünsche mit Hilfe der Bedarfsermittlung festgestellt wurden, erfolgt im Rahmen der EPEI-Berechnung die Ermittlung der Produktionsfähigkeit. EPEI beschreibt somit auch die Flexibilität einer Fertigung.

Unser Add-On Lean Production für SAP ermittelt nicht nur den EPEI, sondern bietet auch einen Überblick zur erwarteten Produktionsauslastung und weist auf eventuelle Anpassungsbedarfe hin. Die Ergebnisse der EPEI-Berechnung fließen umgehend in die Gestaltung des Produktionsprogramms und die Dimensionierung der Bestände ein.

 

Nivellierung

Der perfekte Produktionsplan

Schwankungen in der Kundennachfrage können die Produktion stark belasten, im schlimmsten Fall sogar überlasten. Um diese Schwankungen der Kundennachfrage zu reduzieren, werden per Nivellierung Kundenaufträge geglättet – denn nur eine beruhigte Fertigung ist eine effektive Fertigung.

Die Nivellierungsfunktion des SALT-Add-On Lean Production eliminiert die Schwankungen in der Kundennachfrage. Wie durch einen fiktiven Kunden werden die vorhandenen Bedarfe unter Berücksichtigung der verfügbaren Kapazität über den gewählten Zeitraum verteilt. Durch die Berücksichtigung der bereits verfügbaren Lagerbestände wird sichergestellt, dass nur wirklich benötigte Produktionsmengen gefertigt werden. Der verwendete Algorithmus gewährleistet dabei eine hundertprozentige Materialverfügbarkeit, so dass kein ungewollter Bestand am Ende des Nivellierungszeitraums anfällt. Diese Art der Nivellierung wirkt auch auf die abhängigen, untergeordneten Bereiche und reduziert damit den Bull-Whip-Effekt.

Unter Berücksichtigung aller Faktoren ergibt sich schließlich ein Produktionsplan, welcher für Produktionsmitarbeiter, Rüstteams und Führungskräfte über ihre speziell konfigurierten Heijunka-Plantafeln visualisiert werden kann.